Shadows of Esteren – Der erste Eindruck „Gefahren der Wildnis“

Spielleiter:

KyoshiroKami

Mitspieler:

  • rikhend als Kwinor Tork
  • Sandarakh als Khalengil Ilfaris
  • Achim83 als Esric
  • carnickl als Fraden

Unsere Gruppe, bestehend aus dem Jäger Esric, dem Barden Khalengil Ilfaris, dem Demorthèn Fraden und dem Künstler Kwinor Tork, machte sich von der Zitadelle Ard-Monach in Richtung Caiginn auf. Jeder der Gruppe hat andere Beweggründe sich auf die Reise zu machen. Während Kwinor seiner unerwiderten Liebe in die Grenzstadt folgt, möchte Fraden einen bekannten Demorthèn besuchen. Der Barde Khalengil ist einfach nur auf der Suche nach Abenteuer und begleitet die Gruppe deshalb. Als Führer wurde der alte Jäger Esric gewählt, der noch einmal den Kampf sucht und hofft in Caiginn einen würdigen Tod zu finden.

Wir befinden uns im Monat Damhar (Oktober) und das Wetter ist bereits deutlich schlechter. Die vom Regen aufgeweichte Straße ist dennoch kein Hindernis und die Gruppe kommt gut voran. Auf der Reise kommen besonders Khalengil und Kwinor gut zurecht, ein Wanderlied auf den Lippen gehen sie frohen Mutes hinter dem grimmigen Waldmann hinterher. Der junge Fraden bleibt eher für sich und hält Abstand. Dies ändert sich als am Horizont schwarze Wolken auftauchen und ein Gewitter ankündigen. Die Gruppe beeilt sich voran zu kommen und die vom Jäger bekannte, verlassene Hütte in der Nähe aufzusuchen. Aufgrund des Regens wird der Weg die Hügel hinauf sehr schwierig und so fallen der Barde und der Künstler hin und durchtränken ihre Kleidung mit Schlamm und Dreck.

Völlig erschöpft erreichen alle die Hütte und nach ordentlicher Erkundung durch Esric hat die Gruppe einen ruhigen und ungestörten Platz um auszuharren.

Gerade als das Feuer im Kamin angezündet wird brechen die Himmelstore auf und der Regen fällt in dicken Fäden vom Himmel. Trotz der frühen Stunde ist es pechschwarz und das Donnern erfüllt die Luft.

Khalengil entledigt sich seiner nassen Sachen und zieht sich um, während der Rest der Gruppe sich ausruht. Kwinor, beflügelt durch den Genuss eines Rauschmittels, fängt an die Szenerie zu malen und erschafft ein wahres Meisterwerk.

Für die Nacht wird von den Reisenden ein Wachplan aufgestellt, allerdings döst der Barde bei seiner Schicht weg und so merkt keiner, dass sich etwas der Hütte nähert. Erst als die Tür zerbricht und ein wild gewordener Bär die Hütte stürmt schrecken alle hoch. Ein wilder Kampf bricht aus. Heroisch stürmt Esric auf die Bestie zu, die völlig den Verstand verloren zu scheinen hat, und verpasst ihr mit seinen Äxten tiefe Verletzungen. Auch der Rest der Gruppe wehrt sich tapfer mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, unter anderem auch ein von Kwinor geworfener Schürhaken, der einen erstaunlich heftigen Treffer verursacht.

Nach einer schweren Verletzungen durch die Krallen des Bären kann Esric den Bären niederstrecken. Es ergießt einen ekeligen und stinkenden gelben Schleim aus seinem Maul. Der Demorthèn untersucht den Kadaver und stellt fest, dass das Tier innerlich schon völlig zerfressen war. Alsbald machte sich der Jäger daran das Fell abzuziehen, doch vorher nutzt Fraden seine Kräfte um den Jäger zu heilen. Die Verletzungen verblassen ohne jede Spur.

Der Rest der Nacht verläuft ruhig, trotzdem ist die Gruppe nervös und angespannt. Ein kleines Frühstück, gezaubert von Kwinor, stärkt die Gruppe und man macht sich auf den Weg. Doch auch hier scheint die Gruppe vom Glück verlassen zu sein. Der starke Regen hat einen Erdrutsch verursacht und meterweise Geröll und Schlamm versperren den Weg.

Auch hier kann der Jäger Esric Abhilfe schaffen und erinnert sich an einen kleinen Pfad durch die Berge. Man tritt den schweren Weg an und mehrere Blessuren später erreicht die Gruppe einen besseren Weg.

Abseits des Pfades war ein umgestürzter Wagen zu sehen, der sich bei genauerer Inspizierung als Kutsche herausstellte. Spuren zum Wagen und davon weg zeigten, dass etwas davon entfernt wurde. Die wenigen noch vorhandenen Kisten waren offen und ihr Inhalt, eine hochviskose, schwarze Flüssigkeit, hatte sich auf die Erde ergossen. Wo die Substanz mit der Natur in Kontakt kam nahm alles eine ungesunde Färbung an.

Der vordere Teil der Kutsche, also da wo das Pferd gewesen war, fehlte komplett. Die Gruppe beschloss die Umgebung zu erkunden und wenige Meter weiter ließen sich Spuren erkennen. Die Spur führte auf eine Lichtung im nahen Wald und gab den Blick auf einen angefressenen Pferdekadaver. Dank der Aufmerksamkeit von Fraden bemerkte die Gruppe Bewegungen im Unterholz und kurz danach schoss ein gigantischer Tausendfüßler hervor. Den Schrecken konnten alle gut verkraften und auch der Kampf lief glimpflich für die Helden aus. Wieder einmal war es Esric, der ein paar Verletzungen davon trug.

Es kostete die Gruppe einige Momente der Überwindung sich wieder aufzuraffen und den Weg fortsetzen.

Die restliche Reise verlief ruhig und endlich konnte man die Felder rund um Caiginn sehen. Das Tor war bewacht, aber nach einigen Diskussionen erhielt man Einlass und konnte sich endlich ausruhen.


Meinungen:

rikhend: Ich empfand das Spiel als schnell und spannend, was nicht zuletzt auch an der Gruppe lag, aber auch das System bietet die Möglichkeit explosive Kämpfe zu vollführen, die dennoch erzähllastig sind und somit das Wort Rollenspiel aufleben lassen. Die Reisesequenzen waren ebenso spaßig, da es in der Welt viel zu entdecken gibt.
Man kann mit Sicherhet noch viel mehr Horror draus machen als wir jetzt in der kurzen Runde antesten konnten und bietet so das Cthulu-Feeling, was echt Spaß macht.

Ich bin begeistert und spiele gerne öfter das System. Würde es jedem mal zum Ausprobieren empfehlen!

Der Meinung von rikhend kann ich mich selbst nur anschließen. Das System ist schnell und bietet eigentlich alles, was man sich von einer düsteren, Low-Fantasy-Welt wünschen kann. Die Beschreibung durch die Macher als Mischung aus Cthulhu, Game of Thrones und Ravenloft trifft voll und ganz zu. Wir haben nur die Spitze des Eisbergs erlebt und beim weiteren Spielen lassen sich sicher noch viel mehr Sachen erleben, aber dieser erste Eindruck ist durchaus positiv.

Für wen ist Shadows of Esteren etwas:

  • Spieler und Spielleiter, die in eine gut durchdachte und wirklich tiefe Spielwelt eintauchen wollen
  • Freunde von Low-Fantasy, keltischer Mystik, Horror und blutigen Kämpfen
  • Liebhabern von erzähllastigem Spiel

Für wen ist Shadows of Esteren nichts:

  • Spieler und Spielleiter, die sofort und ohne Vorbereitung ein Spiel nehmen und losspielen wollen
  • Spieler, die auf große Mengen Crunch aus sind
  • Spieler, die epische Helden spielen wollen, die wild mit Zaubern um sich schmeißen wollen

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Ein Gedanke zu “Shadows of Esteren – Der erste Eindruck „Gefahren der Wildnis“

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