Ryuutama – Spielvorstellung

Ich bin seit einiger Zeit Teil einer Ryuutama-Runde und so ist es doch angebracht, dass ich das System einmal vorstelle. Geleitet habe ich auch schon eine Runde, ansonsten bin ich aber Spieler und kann somit aus beiden Perspektiven berichten.^^


Die Welt:

Es gibt keine direkt vorgegebene Welt in Ryuutama, lediglich ein paar „Fakten“. Zum einen gibt es Drachen, sogenannte Ryuujin, welche die Reisen der Spieler mehr oder minder begleiten und die Geschichten dieser Abenteuer an Jungdrachen „füttern“, damit diese wachsen können. Zum anderen gibt es die Tatsache, dass jede Person in Ryuutama mindestens auf eine Reise aufbricht. Der Rest bleibt der Gruppe überlassen, denn jedes Reiseziel wird gemeinschaftlich erstellt. Dafür gibt es einen speziellen Bogen (Welten- und Städtebaubögen gibt es über die Linkliste), den man dann gemeinsam ausfüllt und so wichtige und interessante Dinge zu den Orten erschafft.

Das System:

Ryuutama beruht auf einem attributbasiertem System. Jeder Spieler hat bei den vier Attributen, Strength, Agility, Intelligence und Spirit, einen Würfel der dieses Attribut repräsentiert. Diese Würfel haben einen Wert von W4 bis W12. Bei Proben kombiniert man zwei Attribute, zum Beispiel ist Negotiation ein INT+SPI-Wurf. Von den Attributen leiten sich dann alle anderen Werte wie HP, SP und Tragkraft ab. Jeder Spieler wählt dann einen Beruf, z.B. Minstrel, Healer oder Merchant und seinen Typ. Der Typ (Attack-, Technical- und Magic-Type) individualisiert die Charaktere weiter und stellt sicher, dass der gewählte Beruf keinen Einfluss auf die Kampffertigkeit hat.

Der Kampf findet auf einer Battlemap statt (siehe Bild unten) und zwar so, wie man es aus japanischen Rollenspielen kennt. Allerdings ist kämpfen nicht der Hauptschwerpunkt des Spiels, denn die Reise an sich und die Geschichten, die sich daraus bilden, sind das Wichtigste in Ryuutama.

Magie ist natürlich vorhanden, aber eher Fluff-orientiert und weniger für die Kämpfe geeignet. Es gibt einige Zauber, die durchaus dafür genutzt werden können, aber der Fokus ist eher auf anderer Magie.

Jeden Morgen machen die Spieler einen Condition-Chek und schauen, wie sich am jeweiligen Tag fühlen. Je höher dieser ist, umso besser, denn man kann dadurch ein Attribut temporär steigern. Wenn die Condition schlechter ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man Statuseffekte erleidet. Danach kommen in der Regel die Navigations- und Reiseproben, zumindest wenn man auch unterwegs im Feld ist.

Der Rest des Spiels fußt auf den Spielern, das heißt die Spieler selbst haben viel beizutragen, etwa eben ihre Reise auszuschmücken, damit die Runden auch Spaß machen.

Das Material:

Ich habe Ryuutama als PDF und alles sieht sehr schön aus. Es gibt mehrere kleine Comics, die alles untermalen und die Abbildungen sehen allesamt sehr gut aus. Das Spiel ist schnell zu lernen und dank der vielen Zusammenfassungen und Übersichtsabbildungen kann man schnell loslegen. Es gibt alle nötigen Bögen als PDFs auf der Seite der Herausgeber, allerdings sind die meisten ohne Formularfelder.


Für wen ist Ryuutama etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die Geschichten im Stile von Studio Ghibli erleben wollen
  • Für Leute, die gerne Geschichten erzählen und Welten/Orte bauen
  • Für Spieler, die auch gerne um das Spiel drum herum Sachen machen, wie Karten zeichnen und Spiel-Tagebuch schreiben

Für wen ist Ryuutama nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die komplexe Kämpfe haben wollen
  • Für Leute, denen das werfen von zwei Würfeln für sämtliche Proben und Mechaniken zu wenig ist
  • Für Spieler, denen es nur um Würfeln geht, und nicht um das Erzählen

Linkliste:

Seite von Kotodama

Ressourcenseite für Ryuutama

Kotodama bei rpgnow

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