Sword and Wizardry Core und White Box – Spielvorstellung

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Nach einer sehr erfolgreichen Runde White Lies, einem Agentenspiel basierend auf der Sword and Wizardry White Box, finde ich es angemessen mal über die originale Version zu schreiben und diese allen nahe zu bringen, die sich damit noch nicht beschäftigt haben.


 

Die Spielwelt:

Wie schon in mehreren meiner Vorstellungen gibt es bei S&W keine feste Spielwelt, es bleibt dem Spielleiter überlassen wie seine eigene Welt aussieht. Das Grundregelwerk bietet die klassischen Spezies und Monster für eine typische Fantasywelt, der Spielleiter kann nach Belieben damit umgehen. Alternativ gibt es viele Abenteuer und Module, die einem eben die Arbeit abnehmen und in die man direkt einsteigen kann.

Das System:

Grundsätzlich sind S&W und die White Box gleich, allerdings ist der Umfang unterschiedlich. Die White Box ist eine abgespeckte Version der Grundregeln und beinhaltet nur das Nötigste, was absolut nicht negativ gemeint ist, für Einsteiger ist die Box definitiv das Medium der Wahl, wer tiefer gehen will kann dann die Grundregeln nehmen und darauf aufbauen.

Anders als Viele vielleicht vermuten würden ist Sword and Wizardry ein sehr erzähllastiges Rollenspiel. Die Regeln decken das kämpferische Können der Charaktere ab, der Rest geschieht dann im gemeinsamen Gespräch mit dem Spielleiter, welcher dann entscheidet, wie Aktionen ausgehen.

Spieler würfeln ihre Attribute aus und erhalten so gleichzeitig die jeweiligen Attributsboni (oder -mali). Anschließend wählt man eine Klasse, die einem grundsätzliche Informationen zum Stufenaufstieg, den dazu passenden Hit Die (ja, man würfelt seine Lebenspunkte bei jedem Stufenaufstieg neu aus), Angriffsbonus und Saving Throw (was gewürfelt werden muss um Dingen wie Gift, Krankheiten oder Fallen zu entgehen). Dazu kommen dann die benutzbaren Waffen, Rüstungen und eventuelle Magie. Und dann kann es schon losgehen, alles passt auf eine Karteikarte.

Im Kampf wird ein W20 benutzt und es gibt die Armorclass (hier benötigt man eine Tabelle) oder eben die aufsteigende Armorclass (hier muss der Wert einfach überwürfelt werden), der Spielleiter entscheide sich einfach für eine Methode. Das System ist simpel gehalten und lässt sich auf vieles übertragen (andere Settings, Genres, usw.). Der Spielleiter wird motiviert seine eigenen Kreationen zu erstellen, S&W bietet einfach die Grundlage.

Das Material:

Sowohl S&W, als auch die White Box gibt es als PDF kostenlos und es gibt tonnenweise Material, egal ob Abenteuer, Settings, Klassen oder Ausrüstung. Aufgrund der Simplizität kann man schnell Eigenes erstellen und sein Spiel so anpassen, wie man es haben möchte. Die Abbildungen des Regelwerkes sind minimalistisch gehalten und haben den Charme der ersten Rollenspiele. Alles ist übersichtlich und kurz gehalten, alles was unnötig ist wurde weggelassen.


 

Für wen ist S&W etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die Wert auf einfaches und schnelles Spielen legen
  • Für Leute, die lieber erzählen als für alles eine Fertigkeit oder ein Talent brauchen
  • Für Spieler, deren Charakter und Spiel lieber im Kopf und der Erzählung spielen lassen

Für wen ist S&W nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die Crunch brauchen
  • Für Leute, die für Improvisation wenig übrig haben
  • Für Spieler, die mehrere Seiten Charakterbogen brauchen

 

Linkliste:

Seite von Sword and Wizardry

SRD von Sword and Wizardry

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