Dragon Age RPG – Spielvorstellung

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Nach einem tollen ersten Abenteuer und dem ausführlichem Beschäftigen mit Symbaroum sind mir ein paar Ähnlichkeiten zu Dragon Age aufgefallen. Besonders das Fertigkeiten-System erinnert mich an die Talente in Dragon Age. Aus diesem Grund möchte ich mal näher auf dieses Spiel basierend auf den Bioware-Titeln eingehen.


 

Die Welt:

Dragon Age spielt in der Welt Thedas, genauer gesagt auf dem Kontinent im Südosten. Dort liegt das Land Ferelden, einem umkämpften Reich mit Grenzstreitigkeiten, Sklaverei und bedroht durch die Geißel der Darkspawn. Ich möchte nicht allzu sehr auf die Welt eingehen, wer die Videospiele kennt, der weiß bestens über die Welt Bescheid. Im Buch wird explizit darauf hingewiesen, dass man seine eigenen Abenteuer kreieren soll und sich nicht unbedingt an den Canon der Spiele halten muss. Deren Handlung wird im Buch selbst nicht beschrieben um nichts zu verraten.

Das System:

Dragon Age nutzt das AGE-System (Adventure Game Engine), bei dem für Proben 3W6 geworfen werden. Einer dieser Würfel sollte eine andere Farbe haben, als die anderen, denn er ist der sogenannte Dragon Die. Zum einen gibt er den Grad des Erfolgs an, zum anderen zeigt er die Menge an Stuntpunkten an, wenn die anderen beiden Würfel die gleiche Augenzahl zeigen. Stuntpunkte können dann etwa im Kampf für besondere Aktionen eingesetzt werden. So erlauben etwa fünf Stuntpunkte 2W6 extra Schaden zu machen oder ein Magier kann für zwei Stuntpunkte die Manakosten für seinen Zauber senken.

Charaktere besitzen acht Fertigkeiten mit denen alle Proben absolviert werden. Aus der Höhe eines Attributes wird der jeweilige Bonus (bzw. Malus) bestimmt, der auf die Proben gerechnet wird. Zusätzlich gibt es Foki, etwa der Jumping-Fokus für Dexterity-Fertigkeit, die einem +2 auf Proben geben. Der Hintergrund beschreibt die Herkunft eines Charakters, welcher die Fertigkeiten modifiziert und einem Foki geben kann.

Die Spieler entscheiden sich für eine der drei Klassen: Krieger, Schurke oder Magier. Alle mit unterschiedlichen Aufstiegsoptionen, wobei das System sehr starr ist, was ein Charakter erhält, wenn er eine neue Stufe erreicht. Mit Talenten individualisiert man sich mehr. Alle Talente sind in drei Stufen unterteilt: Novize, Geselle und Meister. Wann man die jeweiligen Stufen erreicht wird durch die Klassenentwicklung festgelegt. So kann man mit dem Rüstungstalent als Novize die Abzüge durch Lederrüstung ignorieren, als Geselle die durch Plattenrüstung und als Meister wird rüstungsdurchdringender Schaden um die Hälfte des Rüstungswertes reduziert.

Ab der sechsten Stufe kann sich ein Charakter spezialisieren, wobei auch hier durch die Klasse festgelegt ist, auf welche Spezialisierungen man Zugriff hat. Der Schurke etwa kann zum Assassinen, Barden, Duellanten und einige weitere „Klassen“ werden.

Das Buch:

Das Regelwerk zu Dragon Age ist übersichtlich, gut lesbar und sehr schön illustriert. Es vereint alle Inhalte, die vorher in den drei Paketen einzeln auf den Markt kamen. Gerade der Spielleiterbereich ist sehr gut und bietet viele Möglichkeiten, etwa dem Bau von Organisationen, Massenschlachten und einigen Geheimnissen der Welt von Thedas.

Fantasy AGE:

Green Ronin hat die Regeln des AGE-Systems als Universalregeln für das Fantasy-Genre veröffentlicht. Die Grundlagen sind identisch mit denen von Dragon Age, allerdings eben ohne das Setting. Auch hier ist die Charakterentwicklung sehr starr. Mein Problem mit Fantasy AGE ist, dass die Kernregeln viele Möglichkeiten gar nicht abdecken, es gibt die drei Grundklassen und mit denen muss man leben. Es gibt keinen Kleriker (müsste man sich aus dem Magier bauen) und auch meinen Barden aus unserer Kampagne habe ich durch „umstylen“ des Magiers gebaut, ein wirklicher Barde, wie man ihn aus anderen Rollenspielen kennt, war er aber nicht, sondern einfach ein Caster aus der hinteren Reihe. Dieses Jahr soll ein Ergänzungsband erscheinen, darauf bin ich gespannt, ich hoffe, dass hier einige der Probleme behoben werden.

Grundsätzlich sagt mir Dragon Age mehr zu als Fantasy AGE, ersteres hat eine schöneres Gesamtbild, letzteres ermöglicht nicht das, was andere „generische“ Fantasyregeln bieten.


 

Für wen ist Dragon Age etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die selbst in Thedas umherstreifen wollen
  • Für Leute, die auf schnellen Charakterbau stehen
  • Für Spieler, die schlanke Regeln haben wollen

Für wen ist Dragon Age nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die mehr von der Welt Thedas sehen wollen als nur Ferelden
  • Für Leute, die eine speziellere Klassenauswahl haben wollen
  • Für Spieler, die eine hohe Charakterindividualisierung haben wollen

 

Linkliste:

Seite von Dragon Age

Seite von Fantasy AGE

Green Ronin bei rpgnow

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