Conan – Spielbericht „To Race the Thunder“

photo-original

Wir haben endlich den Schnellstarter zum neuen Conan ausprobiert und ich kann mich genauer zum eigentlichen Spiel äußern. Normalerweise würde ich jetzt einfach das Erlebte wiedergeben, aber ich habe mich mal für ein anderes Format entschieden. Ich denke es bringt deutlich mehr, wenn ich auf die wichtigen Punkte des Systems eingehe. Trotzdem gebe ich mal eine Warnung vor Spoiler für all jene, die den Schnellstarter ausprobieren wollen.


 

Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

Achim83 als Edric, Grizzled Veteran

Eukaryot als Petrus, Curious Noble

REXM als Adelstan, Young Knight

Namenloser als Amin, Blade for Hire

Hatten wir Spaß?

Die vermutlich wichtigste Frage und die kann ich mit Ja beantworten. Jeder ist in seiner Rolle aufgegangen, wir hatten wahrlich heroische Momente und blutige Kämpfe. Es war aber auch kein weltbewegendes Erlebnis, was aber vermutlich größtenteils am Abenteuer lag.

Funktioniert das System?

Funktionieren tut es definitiv, es ist schnell zu lernen und die Spieler sind schnell reingekommen. Ich hatte erst Sorge, dass Momentum, Fortune Points und so zu viel für eine Gruppe Systemneulinge ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Sehr schnell wussten alle Spieler was sie mit dem Momentum anfangen können und haben ihre Punkte sinnvoll eingesetzt. Mein Problem im Abenteuer war der Doompool, denn die Punkte sind deutlich weniger wieder in den Pool gekommen. Das lag an den Talenten und der Bewaffnung der Spieler, welche fast alle Parieren konnten ohne dafür Doompunkte bezahlen zu müssen.

Ist das System jetzt DAS Conan-System?

Nein, definitiv Nein. Es funktioniert, aber das Conan-esque kam noch nicht auf. Der Quickstart zeigt aber auch nicht alles vom Regelwerk, somit kann sich das durchaus noch ändern. Ich denke gerade die Charaktergenerierung wird gut und wird Conan gerecht, aber das absolute Conan-Erlebnis hatten wir damit jetzt nicht.

War das Abenteuer DAS Conan-Erlebnis?

Nein, ich muss sagen das Abenteuer, welches auf einer Geschichte von Howard basiert, war schlecht. Es zeigt kaum etwas von der Welt und die Spieler sind nur am Rennen. Entweder um noch jemanden zu retten oder eben um selber zu überleben. Und dazwischen jede Menge Kämpfe gegen Pikten. Wir hatten trotzdem Spaß, was aber auch an der Gruppe lag, denn wir haben das Beste aus der Runde gemacht. Es kam bei dem Spiel aber an sich kein Conan-Gefühl auf, das ist schade, denn so hatte das System nicht die Möglichkeit zu zeigen, was es kann.


 

Meinungen:

Die meiste Kritik galt dem Abenteuer, das kann ich so absolut unterstreichen. Auch wäre das 2D20-System nicht erste Wahl für einige, wenn es um Conan geht, bietet Barbarians of Lemuria doch mit weniger Aufwand mehr. Das System von Modiphius ist schon komplexer und zumindest als Spielleiter sollte man sich gut einlesen und sich eine Übersicht über die wichtigsten Elemente zurechtlegen. Ansonsten kann man nichts gegen den Spielfluss sagen, denn nach kurzer Zeit ging alles sehr flüssig von der Hand.

Somit hinterlässt der Test gemischte Gefühle, das Abenteuer hat nicht den Eindruck vermittelt, den es sollte und somit konnte das System auch nicht zeigen, was es genau kann.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Conan – Spielbericht „To Race the Thunder“

  1. Danke für den Eindruck. Es scheint leider so zu sein, als wäre Conan, bzw. 2d20 ein typisches Spiel aus der „FFG-Design-Schule“. Aussagen wie die Folgende sind symptomatisch:

    „[…] wenn es um Conan geht, bietet Barbarians of Lemuria doch mit weniger Aufwand mehr.“

    Das habe ich so erlebt bei FFG Star Wars im Vergleich mit Savage Star Wars.
    Auf WFRP3 hatte ich schon während des Lesens keine Lust mehr. In der Theorie sind viele nette Ideen drin. Die lesen sich auch komplizierter, als sie sich spielen. Letztlich bleibt aber vieles davon „gimmick“-haft. Die Effekte, die über besondere Spielmechanismen gewirkt werden, erzielt man auf anderem Weg oft einfacher, schneller, …

    Um Conan finde ich es jetzt nicht so schade. Ich hab mein persönliches Sword-&-Sorcery-Spiel in Crypts & Things gefunden. Bei Mutant Chronicles fällt meine Enttäuschung erheblich größer aus.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s