Symbaroum – Revisited

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Es ist ein Weilchen her, dass ich Symbaroum vorgestellt habe. Dies basierte auf unserer Testrunde und nach mehreren Spielrunden, sowohl als Spielleiter und Spieler, kann ich ein meine Langzeiterfahrungen nutzen, um einen detaillierteren Blick auf das Spiel werfen zu können. Was also gibt es alles zu Symbaroum zu sagen, was mir zunächst nicht klar war?


 

Das Setting:

Das Setting ist wirklich toll und bietet so einiges. Leider gibt es für den Spielleiter derzeit deutlich zu wenig Hintergrund. Viele wichtige Fragen werden in späteren Werken (meist in den Abenteuern) beantwortet und diese sind noch nicht auf Englisch verfügbar. Und so bleibt es den Spielleitern über, was er mit der Welt soweit macht.

Die Charaktere:

Hier ist für mich bis jetzt das größte Problem des Systems, es liefert zwar viele verschiedene Möglichkeiten für Charaktere (Archetypen und so), aber die Verteilung der Attribute und somit die Nützlichkeit eines Charakters sind zwei völlig verschiedene Sachen. Grundsätzlich sind Charaktere, die kampforientiert sind deutlich besser, denn das System ist tödlich. Leider lässt das System nicht alle Konzepte so konsequent zu, außer man versteckt sich konstant und versucht allem zu entgehen.

Das System:

Am eigentlichen Würfelsystem ist nichts auszusetzen, die Chancen sind teilweise relativ gering (wenn der Zielwert etwa 5 ist). Ein wenig stören tue ich mich am Ability-System. Grundsätzlich ist die Idee dahinter genial, anders kann man es nicht sagen. Man hat ein dreistufiges System mit immer besseren Vorteilen und Möglichkeiten. Allerdings decken die Abilities nur Kampfoptionen ab und da teilweise nicht einmal besonders gute. In späteren Arbeiten sollen mehr dazu kommen, die auch mehr abdecken, aber sie sind eben nicht im Grundregelwerk.

Das Material:

Es gibt einen Abenteuerband auf Englisch und das Grundregelwerk, der Rest existiert bis jetzt nur auf Schwedisch. Das wäre grundsätzlich nicht das Problem, wenn man im Regelwerk genug Material hätte um lange spielen zu können. Allerdings ist die Zahl der Gegner stark eingeschränkt und nicht sehr variiert, sodass man schnell Altes wieder verwerten muss. Es gibt grobe Angaben wie Encounter erstellt werden sollen, die einzige Hilfe selbst Gegner zu erstellen kamen von einem Fan, der sich sehr mit dem System beschäftigt (siehe Link unten) und der gefühlt mehr beisteuert, als die eigentlichen Macher.


 

Das Fazit:

Ist Symbaroum ein schlechtes Spiel? Nein, die Ansätze in Symbaroum sind gut, aber vieles ist nicht bis zu Ende durchdacht. Das ist schade, denn die Welt macht Spaß, es fehlt ihr halt nur überall etwas. Viele Sachen haben wir mit selbstgebastelten Regeln und Ergänzungen ausgeglichen, aber es wäre schöner gewesen, wenn das Spiel selbst kompletter beim Erscheinen gewesen wäre.

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