Spielvorstellung – Polyhedral Dungeon

polyhedral20dungeon

Quelle: drivethrurpg.com

Es gibt wieder Nachschub für die Freunde der leichten Rollenspielkost und zwar in Form von Polyhedral Dungeon. Wer riesigen Umfang und Regeln für alle Fälle sucht, der ist hier definitiv falsch, was aber keinesfalls bedeutet, dass man hiermit keinen Spaß haben kann.


Keine Welt:

Auch wenn Polyhedral kein OSR ist (zumindest nicht vom Würfelsystem her), gibt es hier keine Vorgaben für die Welt. Es gibt lediglich Klassen und Monster, welche typisch für das Fantasygenre sind.

Das System:

Alles deutet bei Polyhedral Dungeon auf ein OSR hin, aber das System ist ein gänzlich anderes. Wie bei Savage Worlds hat man verschiedene Würfelgrößen mit denen man für Proben würfelt. Allerdings gibt es hier nur vier Attribute: Body, Mind, Soul und Social. Jedem Attribut ist je nach Klasse (Krieger, Schurke, Magienutzer, Elf,…) ein Wert (W4, W6,…) zugeordnet. Für eine Probe wird der jeweilige Würfel geworfen und das Ergebnis mit dem Schwierigkeitswürfel (bei einem Gegner der jeweilige Attributswürfel, bei Fallen oder anderen Aufgaben der vom SL gewählte Würfel) verglichen. Der höhere Wert gewinnt die Probe. Talente können einem mehrere Würfel geben, der höchste Würfelwert zählt dann. Ein Vorteil (durch qualitativ hochwertige Gegenstände oder eben die Umstände) lässt einen auch einen zusätzlichen Würfel werfen (der beste zählt hier auch wieder). Talente erhält man durch seine Klasse und kann man später dazu kaufen mithilfe von Brownie Points. Das System erinnert an das uralte Ghostbusters Rollenspiel. Brownie Points sind nämlich eine Mischung aus Erfahrungspunkten und Gummipunkten/Bennies. Allerdings gibt es einen Unterschied was die Lebenspunkte angeht, denn hier sind die Attribute entscheidend. Jede Waffe hat einen Würfel zugeordnet (etwa ein Dolch einen W4) und dieser wird gewürfelt, Rüstungen haben dies auch und der Schaden um den Rüstungswurf verringert. Kommt Schaden durch, so erhält man Wunden. Hat man insgesamt Wunden in Höhe des jeweiligen Attributswürfels (physische Wunden gehen auf Body, sozialer Schaden auf Social,…), dann ist man raus aus dem Kampf. Jede Wunde gibt einem einen Abzug von Eins auf jede Probe des jeweiligen Attributs. Dazu gibt es noch Strain, also Stress, welcher ebenfalls zu Abzügen führt. Strain lässt sich leicht durch ein wenig Rast beheben. Interessant ist, dass im Kampf jede Runde neu die Initiative gewürfelt wird und Wounds und Strain zu Abzügen dort führt, wodurch sich das Geschehen schnell ändern kann.

Das Buch:

Gerade einmal 50 Seiten umfasst das englischsprachige Regelwerk, welches in Schwarz, Weiß und Rot gehalten ist. Die Bilder sind allesamt schwarz-weiß und sehr „oldschoolig“ und erzeugen das OSR-Gefühl. Alles ist sehr übersichtlich und kurz und knapp geschrieben, es gibt keine langen Ausführungen oder Schnörkel. Zu Erwähnen ist auch, dass es bald ein SRD geben soll, wodurch der kostenlose Zugang ermöglicht wird.


Für wen ist Polyhedral Dungeon etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die schnell und ohne große Vorbereitung spielen wollen
  • Für Leute, die ihren Fokus auf das Rollenspiel legen wollen
  • Für Spieler, die OSR-Feeling mögen

Für wen ist Polyhedral Dungeon nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die es komplex und kompliziert mögen
  • Für Leute, die eine fertige Spielwelt brauchen
  • Für Spieler, die für alles Regeln brauchen

Linkliste:

Seite von Polyhedral Dungeon

InfiniBadger bei rpgnow

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