Emissary – Spielvorstellung

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Ich bin derzeit auf einem SciFi-Trip und da kommt es gerade richtig, dass Emissary, ein Kickstarter-Projekt, fertig gestellt wurde. Die Macher nennen als Inspirationsquellen Frank Herberts Dune, Tsutomu Niheis Blame und Biomega und die Graphic Novels The Incal und Metabarons von Alejandro Jodorowsky. Herausgekommen ist eine interessante Mischung mit einem stimmungsvollen Setting.


Die Welt:

Emissary spielt im dritten goldenen Imperium (engl. Third Gold Empire) und die Spieler nehmen die Rolle von den namensgebenden Emissaries ein, mächtige und spirituelle Krieger, die versuchen die Balance der Welt zu bewahren. Dabei agieren sie außerhalb der normalen Ränge des Imperiums und reisen durch die Galaxie. Die Emissaries stammen biologisch oder spirituell von einer uralten Rasse ab, welche ein Alienartefakt bewahren. Dieses Artefakt kann mit den Emmisaries eine Bindung aufbauen und ermöglicht diesen Zugang zu übernatürlichen Fertigkeiten.

Das System:

Emissary benutzt ein einfaches 2W10-System bei dem zum Wurf das passende Attribut und jeweilige Fertigkeit addiert wird. Als spielbare Rassen hat man die Avians, Menschen, Insektioden, Mechanoide und die Reptilien zur Auswahl. Es gibt keine Klassen, jeder kann sich frei die Fertigkeiten zusammenstellen. Weiter individualisiert werden die Charaktere durch Traits, also individuelle Spezialisierungen. Hier gibt es universelle Traits und an Attribute gebundene. So ist ein Verbündeter einer der ersten Sorte oder Iron Guard ein auf Stärke basierender Trait.

Die Besonderheit bei Emissary sind Simulacra, Sympathie und Ideale. Die Spieler sind keine gewöhnlichen Lebewesen, sondern eben mit dem Artefakt verbunden und haben einen Eid geschworen. Dazu wählt der Spieler ein Ideal, etwa Askese. Wenn der Spieler dem Ideal folgt, bekommt er Sympathie und die Bindung an das Artefakt wird stärker. Jedes Ideal besitzt einen eigenen Machtbaum und man bekommt besondere Fertigkeiten, bei der Askese etwa dass man kurzzeitig komplett immateriell werden kann. Wer dem Ideal nicht folgt, also bei der Askese etwa doch Reichtum anhäuft, der erhält Korruption, was zu den verschiedensten Effekten führen kann. So kann sich die Korruption physisch manifestieren, man dauerhaften Schaden erhalten oder der Bund zum Artefakt geschwächt werden.

Das Buch:

Emissary ist auf Englisch und ist vollfarbig. Die Abbildungen sind sehr gut und vermitteln ein stimmiges Bild. Abgesehen von den Beispielseiten (etwa Bau des Probecharakters, usw.), die schwarz sind und daher anstrengend zu lesen, ist es gut zu lesen. Die Boxen für Gegner- und Fahrzeugstats wirken leider wie in Office erstellt und passen nicht ganz ins das Gesamtkonzept, ansonsten macht aber alles einen guten Eindruck. Es gibt diverse Abenteuer und Ideen am Ende des Buches, damit man einen zügigen Einstieg vollziehen kann.


Für wen ist Emissary etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die ein interessantes Setting haben wollen
  • Für Leute, die Auswahl bei Ausrüstung und Fahrzeugen haben wollen
  • Für Spieler, die in die Rolle von mythischen Friedensstiftern schlüpfen wollen

Für wen ist Emissary nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die jeden Ort und jede Person bis ins kleinste Detail beschrieben haben wolllen
  • Für Leute, die kein vorgegebenes Handlungskonzept haben wollen
  • Für Spieler, die gerne als Murder-Hobos durch die Welt reisen

Linkliste:

Kickstarter von Emissary

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