Unity Tabletop RPG – Fazit „Schnupperrunde“

royal-text-white-title

Wir haben uns den Early Access vom Unity Tabletop einmal genauer angesehen und ich kann ein erstes Fazit ziehen. Die Runde hat sehr viel Spaß gemacht und das System ist gerade für Einsteiger sehr geeignet. Ich werde nicht genauer auf das von mir erstellte Abenteuer eingehen, sondern auf die Mechaniken und Regeln des Systems und was uns dabei so aufgefallen ist.


Charaktergenerierung:

Charaktere zu erstellen geht sehr schnell und einfach. Besonders wenn man ein Konzept im Kopf hat, kann man binnen weniger Minuten den Großteil seines Charakters fertig haben. Die Erstellung der Core Paths, also des Hintergrunds, kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, gerade wenn man das Setting noch nicht so kennt. Die Spieler haben aber ansonsten sehr viel Auswahl bei den Klassen und können vieles an ihre Wünsche anpassen. Selbst zwei Charaktere der gleichen Klasse können sehr unterschiedlich werden.

Proben und das Würfelsystem:

Ein großer Vorteil des Systems ist, dass die Spieler wenig im Blick haben müssen. Bei vier Attributen und den schon fertigen Angriffs- und Verteidigungswürfen geht das Spiel sehr leicht von der Hand. Wirklich gut ist, dass jede Klasse mit ihren Hauptattribut angreift (der Priester etwa mit seinem Mind-Attribut) und braucht nicht Angst haben im Kampf nichts zu taugen.

Kampf:

Was meine Spieler etwas verwirrt hatte, war das System der Initiative. Hier ist es so, dass die Fraktionen ihren Zug jeweils planen und dann simultan ausführen. Für Leute, die Initiativeslots und eine exakte Reihenfolge gewohnt sind könnte dies ein Problem sein.

Ausrüstung:

Bei Thema Ausrüstung gilt bei Unity auch „weniger ist mehr“. Keine ellenlangen Listen mit Objekten und Waffen. Stattdessen simple Regeln und Freiheit für die Spieler. Sie entscheiden selbst was sie dabei haben, gesetzt den Fall, dass sie noch Gearpunkte haben. Aber gerade das erleichtert den Einstieg und bietet unglaublich viele Möglichkeiten.

Immersion:

Das in meinen Augen größte Plus und somit auch der Grund warum ich so viel von Unity halte liegt in der Einbindung der Spieler und die Belohnung für gutes Rollenspiel. Ein Großteil der Systeme macht keinen Unterschied wie man seine Handlungen erzählt. Natürlich sollte man lebhaft erzählen, aber oftmals hat es keinen mechanischen Effekt und fällt dadurch gerne mal unter den Tisch. Bei Unity bekommt man für gutes Beschreiben die Sparkpunkte und das haben meine Spieler auch von Anfang an getan. Es gab kein „Ich greife an“ oder „Ich würfele auf meinen Angriff“. Nein, es wurde immer wunderbar beschrieben wie man vorgeht und dafür gab es jede Menge Sparkpunkte und das Spiel war wunderbar lebhaft. Auch die Core Paths wurden genutzt. Ein Spieler fragte mich, ob sein Core Path ihm helfen würde, etwas über ein Monster zu wissen. Ich drehte den Spieß um und sagte ihm, dass er mir das erzählen soll, wie sein Hintergrund ihm diese Infos geben würde und schon hatten wir eine Erzählung aus der Vergangenheit des Charakters und er bekam seine Informationen. Große Klasse!


Fazit:

Die Simplizität des Systems bei gleichzeitiger Auswahl an Möglichkeiten und der tiefen Verwurzelung von Erzählung und Mechanik sind die Stärken des Systems. Gerade Einsteiger können so wunderbar an das Thema Rollenspiel herangeführt werden. Wir hatten viel Spaß, das System ging locker von der Hand und ich musste nach einmaligem Lesen kein einziges Mal irgendwelche Regeln nachlesen, weil sie so logisch und einprägsam sind. Wenn Unity nächstes Jahr rauskommt (dauert leider noch), ist es ein heißer Kandidat für mein Spiel des Jahres.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s