Blades in the Dark – Release-Spielvorstellung

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Eine meiner ersten Spielvorstellungen war zu Blades in the Dark. Damals war gerade die erste Version des Quickstarts verfügbar und wir hatten unsere ersten Runden gespielt. Seitdem ist sehr viel Zeit vergangen (ein Jahr und drei Monate), es gab unzählige Änderungen (wir haben jetzt Version 8!), aber das Werk ist fertig. Es fehlen noch ein paar Abbildungen, aber die Regeln und das Setting sind in Stein gemeißelt und nicht mehr lange bis zur Druckversion. Ich habe diverse Runden der verschiedenen Versionen gespielt, aber es wird endlich Zeit für die Vorstellung der endgültigen Fassung.


Die Welt:

Die Welt von Blades in the Dark liegt im Dunkeln. Durch den Kataklysmus ist die Sonne zerstört worden und so wird alles nur für wenige Stunden spärlich beleuchtet durch die Überreste des Sterns. Durch dieses Ereignis ist die Grenze zwischen den Welten kaputt gegangen und Geister, die Seelen der Verstorbenen, suchen die Lebenden heim. Aus diesem Grund wurden um die Städte riesige Elektrozäune errichtet und die Toten werden mit Ektoplasma, gewonnen aus dem Blut der Leviathane, verbrannt. Wir haben eine industrialisierte Zeit mit Dampfmaschinen, Druckmaschinen und einfachen Schusswaffen, kombiniert mit einer Prise Fantasy und vielen düsteren Elementen. Die Charaktere bilden eine Crew, einer kriminellen Vereinigung, die sich versucht in Doskvol zu behaupten. Doch der Weg ist hart, es gibt viele Gruppierungen und Fraktionen, gegen die man vorgehen und gegenüber denen man sich behaupten muss.

Das System:

Für alles werden ganz normale W6 genommen, immer der höchste Würfel zähl und auch die Ergebnisse sind immer gleich. Eine 1-3 sind ein schlechtes Auskommen, eine 4 und eine 5 sind ein Erfolg mit Haken, eine 6 ein voller Erfolg und mehrere Sechsen sind ein kritischer Erfolg. Die Art des Wurfes kann aber variieren.

Charaktere werden über Playbooks erstellt, hier hat man einige festgelegte Elemente, aber man kann seinem Charakter einige individuelle Eigenheiten geben und hat diverse Wahlmöglichkeiten. Es gibt keine Attribute, sondern jeder Charakter hat Aktionen (etwa Skirmish, Tinker oder Wreck) und auf diese Punkte verteilt. Diese Anzahl an Punkten gibt an wie viele Würfel man bei den Aktionen würfeln darf. Hat ein Charakter keinen Aktionspunkt, kann er dennoch würfeln. Er nutzt dann zwei Würfel und nimmt das schlechtere Ergebnis.

Gemeinsam erstellt die Gruppe dann ihre Crew, was auch über ein Playbook geschieht. Hier gibt es ebenfalls viele Wahlmöglichkeiten, sodass sich zwei Crews desselben Typs stark voneinander unterschieden können. Auch legt die Crew nicht fest, was für Aufträge oder Missionen sie durchführen, so kann eine Gruppe Schmuggler auch ein Attentat durchführen oder einen Diebstahl begehen.

Wenn die Gruppe soweit ist, dann geht es zur Mission. Es wird nicht groß geplant, sondern geht direkt in die Vollen mit einem Engagement Wurf. Hat die Gruppe sich gut vorbereitet oder die passenden Informationen bekommen sie mehr Würfel und das Ergebnis des Wurfes kann besser sein. Dann springt man sofort ins Geschehen. Die Spieler haben dennoch Einfluss, denn mittels Flashbacks können sie vorher getätigte Vorbereitungen durchführen, vielleicht etwa einen instruierten Verbündeten oder versteckte Ausrüstung. Diese Flashbacks kosten Stress. Stress bekommt man auch durch andere Effekte, wenn man sich widrigen Umständen erwehren möchte. Dazu gibt es noch Komplikationen, um die man sich in seiner freien Zeit kümmern kann und sollte.

Klappt die Mission, erhält man Geld, Ruf und eventuell andere Besonderheiten (ein neues Revier, Gegenstände, Kontakte, usw.). Hat man genug Ruf zusammen kann man aufsteigen und so die Größe seiner Crew erhöhen.

Außerdem bekommt man Erfahrungspunkte, jedes Playbook hat eigene Trigger dafür und wenn man in verzweifelten Situationen würfelt ebenfalls. Denn die Aktionswürfe werden durch viele Faktoren beeinflusst. So können die eigene Lage, die Vorbereitung, Ausrüstung und auch die Gegner den Erfolg und auch die Chancen variieren. So bleibt das Spiel immer wieder spannend, da jede Situation anders ist.

Zwischen den Unternehmungen hat man freie Zeit, die man für eigene Aktivitäten nutzen kann. So kann man sich um Verletzungen kümmern, Stress abbauen oder Heat verringern, welche man durch die kriminellen Aktivitäten angesammelt hat. Danach geht es dann wieder in den nächsten Zyklus über.

Blades in the Dark bietet extrem viel und setzt auf Rollenspiel, denn die Devise lautet „Fiction first“. Durch das Erzählen und die dadurch gelieferten Fakten beeinflussen die oben genannten Faktoren und machen BitD zu einem unglaublich tollen Spiel. Das Spiel hat durchaus eine Menge Crunch, geht aber nach der ersten Runde sehr locker und flüssig von der Hand.

Das Buch:

Die Endversion liefert endlich Informationen zu Doskvol. Die PDF ist in schwarz-weiß gehalten und beinhaltet stimmige Abbildungen. Zu den einzelnen Bezirken gibt es Details und Abbildungen, sowie Informationen zu Reichtum, Sicherheit und obskuren Ereignissen. Alle Fraktionen sind beschrieben mit Eigenheiten, Motiven und Mitgliedern. Es gibt Generatoren für Missionen, NPCs und Dämonen. Die restliche Welt ist wenig beschrieben, da der Fokus auf Doskvol liegt. Alles in allem ist es ein massives Werk mit allem, was man zum endlosen Spielen braucht. BitD ist und bleibt meine absolute Nummer 1 der Rollenspiele.


Für wen ist Blades in the Dark etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die zwei Spiele in einem wollen
  • Für Leute, die sich in die düstere Welt der Kriminalität stürzen wollen
  • Für Spieler, die auch ihre Schattenseiten erleben wollen

Für wen ist Blades in the Dark nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die sich nicht intensiv mit einem Setting auseinandersetzen wollen
  • Für Leute, die umfangreiche Kampfregeln brauchen
  • Für Spieler, die strahlende Helden spielen wollen

Linkliste:

One Seven bei rpgnow

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