Song of Swords – Kickstarter-Preview

Song of Swords

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich mit einem meiner Spieler Riddle of Steel ausprobiert. Ok, vielmehr haben wir einen Probekampf gemacht, denn eines kann RoS extrem gut, nämlich realistische Kämpfe darstellen. Nun hat Riddle of Steel schon ein paar Jahre auf dem Buckel und wird auch nicht mehr unterstützt. Ein Nachfolger mit offizieller Lizenz existiert, ist aber nicht das Gelbe vom Ei, denn es wurden einige Änderungen vorgenommen. Jetzt läuft noch ein paar Tage der Kickstarter zu Song of Swords und die Macher wollen genau das Gefühl von RoS liefern.


Die Macher von Song of Swords sind Fans von Realismus und Geschichte und deshalb soll ihr Spiel auch diese Mischung liefern. Das Setting ist düster und orientiert sich an den Kulturen und der Geschichte unserer Welt. Es gibt unterschiedliche Rassen, aber das Hauptaugenmerk des Kickstarters und auch der Beta-Regeln (diese sind auf der Seite vom Kickstarter runterladbar), liegen ganz klar auf den Regeln und dem Kampfsystem.

Aber erst einmal was zu den Charakteren und dem generellen Spiel. Zu Beginn einer Kampagne legt die Gruppe gemeinsam einige Dinge fest, etwa die „Campaign Power“, also das Machtniveau der Spieler. Hier kann man zwischen verschiedenen Abstufungen wählen, etwa dem realitätsnahem Level, High-Level oder dem legendärem Level für epische Fantasy. Diese Stufe legt die Charakterpunkte für die Charaktergenerierung fest und wie viele Punkte maximal in einer Kategorie ausgegeben werden. Denn die Wahl der Rasse, die Attribute, Fertigkeiten, Begabungen, soziale Klasse, Magie und Segen und Flüche sind alle in Kategorien eingeteilt. Ein Spieler verteilt seine Charakterpunkte auf die jeweiligen Kategorien. Stärkere Rassen kosten etwa mehr Punkte, je höher die Kategorie bei den Attributen, umso mehr darf man hier verteilen und je höher der soziale Status, umso mehr Geld und Ansehen hat man. Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Tüftler haben hier ihre Freude dran.

Im Laufe des Spiels sammelt man als Charakter nicht einfach Erfahrungspunkte, sondern es gibt ein ganz spezielles Aufstiegssystem. Dazu werden verschiedene Arks erstellt. Der Saga Ark ist für alle Charaktere gleich, jeder hat aber auch individuelle Ziele, etwa zum eigenen Glauben oder den Schwächen. Wer seinen Arks folgt, der bekommt Ark-Punkte und kann damit seinen Charakter aufwerten.

Kommen wir zum Kernpunkt des Spiels, dem Kampf und allem was dazu gehört. Die Kämpfe sind extrem schnell und blutig. Es kann durchaus sein, dass eine Auseinandersetzung schon zu Ende ist bevor sie richtig begonnen hat. Jeder Beteiligte wählt zu Beginn einer Runde seine Haltung, also offensiv, defensiv oder vorsichtig. Wer sich für die Offensive entscheidet, deklariert zuerst seine Intention. Nicht nur die Wahl der Waffe ist entscheidend, du wählst auch dein Manöver (Schwung, Stich, etc.), du kannst dein Trefferziel (Schulter, oberes Bein, unteres Bein, etc.) alles aussuchen. Dann entscheidest du dich für eine Anzahl Würfel. Jeder Spieler hat einen Kampfpool aus W10 und die Waffe und das jeweilige Manöver können dich zusätzliche Würfel aus dem Pool kosten. Je mehr du direkt einsetzt, umso weniger bleibt dir für mögliche Paraden. Jede Waffe hat einen Zielwert und nach dem Wurf ist jeder Würfel gleich oder über dem Zielwert ein Erfolg. Der Verteidiger tut das Gleiche und die Erfolge werden verglichen. Hat der Angreifer mehr Erfolge, so werden alle überschüssigen Erfolge auf den Schaden addiert. Davon wird die Verteidigung des Gegners abgezogen und übrig bleibt ein Wert, der die Höhe der Wunde angibt. Dabei gibt es nicht nur für jede Art von Angriff (Cutting, Piercing, Bludgeoning, etc.), sondern auch für das Angriffsziel (Kopf, Hals, etc.) eine eigene Tabelle. Wer gut trifft, der kann den Kampf mit einem Streich entscheiden. Song of Swords ist bei dem Thema unglaublich detailliert. Ach ja, du stehst auf Ausrüstungslisten? Davon hat Song of Swords jede Menge und ich freue mich auf die fertige Version mit jeweiligen Abbildungen zu den Waffen.

Song of Swords ist definitiv nicht für jeden etwas. Es ist komplex, man braucht verschiedene Tabellen zur Hand und bevor man loslegen kann, muss man sich so einiges vorher überlegen. Wenn man dann aber einen fertigen Charakter hat und seine Pools (die notiert man vorher schon) bereit hat, dann kann man verdammt viel Spaß haben. Man weiß nie genau wie stark der Gegner ist und hat freie Wahl, ob man einen gewagten Angriff macht oder doch lieber auf Nummer Sicher geht. Wer das erste Mal einem Gegner einen Kopftreffer mit einem Streitkolben verpasst hat und dann liest, was alles dabei passiert, der weiß wovon ich spreche. 🙂


Linkliste:

Kickstarter zu Song of Swords

Seite von Song of Swords

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s