Würfelgeflüster – Settingumsetzung, Hacks und Eigenbau

Die Masse an Rollenspielsystemen ist immens und mit Kickstarter, Patreon, SRDs, OGLs und so weiter ist es einfacher denn je seine Ideen an den Rollenspieler zu bringen. Die Spielgruppe oder eben der Spielleiter hat eine Menge Auswahl und aufgrund der Neugier vieler Spieler kann man immer wieder etwas Neues ausprobieren. Diese Spiele kommen meist mit einem bereitgestellten Setting daher, damit man nicht völlig in der Luft hängt. Aus Film, Fernsehen, Comics und Spielen ziehen die Leute ihre Ideen, aber was machen, wenn die Gruppe eben ein solches Setting selbst bespielen will?


Ein kleiner Satz vorweg, das perfekte Regelwerk für alle gibt es nicht. Eine Gruppe mag ein taktisches Regelsystem lieben, während eine andere Gruppe wiederum eher erzähllastige, freie Regeln mag. Während einige mit einem fertigen Regelwerk glücklich ist, muss man bei anderen Anpassungen vornehmen. Ein ganz wichtiger Punkt ist in meinen Augen die Kommunikation mit den Spielern. Ich bin gerade dabei ein passendes System zum Spielen im One Piece-Universum zu finden (dazu werde ich demnächst sicherlich mehr schreiben). Die Fülle an Systemen macht es einem die Auswahl manchmal leicht, aber es kann völlig an den Wünschen der Spieler vorbeigehen und deshalb muss man miteinander reden.

Hat man dann die Kernpunkte gemeinsam gefunden, etwa wie komplex Kämpfe sein sollen, ob es ein Fertigkeitensystem geben soll und so weiter, kann man deutlich besser sondieren. Man muss hier definitiv noch kein einzelnes System auswählen. Auch hier sollte man wieder mit der Gruppe reden und dann einfach mal die Systeme ausprobieren. Man bekommt dann schneller an ein Bild des Systems und kann entscheiden, ob einem dies als Grundlage passt. Es kann sein, dass nicht alle Elemente eines Spiels passen, vielleicht gibt es Aspekte von einem anderen System, welche besser geeignet sind. Doch auch hierfür gibt es eine Lösung.

Natürlich kann man Systeme über Hausregeln und Ergänzungen anpassen. Es lassen sich viele Systeme auch wunderbar hacken und so individualisieren. Schwerer wird es meist, wenn einem kein System für das Setting bzw. die Ansprüche genügt. Dann hat man immer noch den Schritt des Selbstbaus. Ich kann aus Erfahrung sprechen, dass das durchaus Zeit und Arbeit kostet.

Diese Zeit ist nicht immer direkt gegeben. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass einige Spieler dann schnell drängeln und sofort losspielen wollen, selbst wenn man noch gar nichts gebaut hat. Das sind leider auch meist die Spieler, die dann schnell wieder abspringen, weil der Hype abgeflaut ist. Ob diese Spieler überhaupt lange in der Spielrunde geblieben wären, ist eine andere Sache. Aber es liegt nicht alles am Spielleiter, er hat nicht die Alleinverantwortung, alle Spieler können mit beitragen und bei der Entwicklung, dem Hack und der Umsetzung des Settings helfen, und sei es nur die Informationsbeschaffung oder das Zuarbeiten. Gemeinsam ist es dann durchaus möglich zügig zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen.


Fazit:

Kommunikation ist der Schlüssel zur Findung eines geeigneten Systems für seine Settingansprüche. Die Gruppe kann durch gemeinsames Testen gut feststellen, ob die eigenen Ansprüche erfüllt werden. Man darf sich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort klappt, manches braucht seine Zeit um optimal zu werden.

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