Shadows of Esteren – Revisited

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Auch Shadows of Esteren haben wir mal wieder gespielt und hierzu kann ich ebenfalls meine Gedanken zu meinen Erfahrungen kundtun. Für viele stehen sicherlich das Setting und die Aufmachung weit oben, in meinen Augen kann aber gerade auch das Regelwerk eine ganze Menge.


Das Setting:

Shadows of Esteren hat eine wundervolle Welt, die sehr düster und voller Gefahren ist. Vergleicht man SoE mit anderen Dark Fantasy-RPG, etwa Symbaroum, ist Tri-Kazel für mich die stimmigste Welt und bietet deutlich mehr Vielfalt, trotz der eher kleinen Fläche der Halbinsel. Taol-Kael, Rheize und Gwidre bieten so unterschiedliche Möglichkeiten und auch jede ihre eigene Form der Magie. Zu SoE ist aber auch zu sagen, dass die Bände mit mehr Hintergrundinformationen noch nicht vorhanden sind. In meinen Augen kann man aber auch ohne Metaplot oder eben den großen Enthüllungen unglaublich tolle Abenteuer und Kampagnen erleben.

Die Charaktere:

An sich sind die Charaktere in SoE immer in Gefahr und müssen sich vorsehen. Das heißt nicht, dass sie wehrlos sind, selbst zu Beginn erhält man einen Charakter, der fähig ist zu überleben. Das Prinzip mit den Wegen anstatt Attributen finde ich genial und es ist auch interessant sich seine spätere Geisteserkrankung (wenn es denn dazu kommt) vorher auszusuchen. Das erspart doch zu einem Teil unschöne Überraschungen.

Das System:

Das System von SoE ist einfach und hat alles, was man braucht. Es geht schnell von der Hand und die Spieler wissen nach kurzer Zeit alle relevanten Sachen. Besonders gut ist das Magie-System, die von der Mechanik teils ähnlich sind, aber andere Prinzipien haben. Die Démorthen haben die freieste Form der Magie, da sie mit ihren Ogham (runenbeschriebene Steine) nur auf den Typ Ogham beschränkt sind, der Spieler selbst entscheidet, wie viel Effekt es haben soll und entsprechend ist die Schwierigkeit, die man aus einer Tabelle ablesen kann. Die Anhänger der Kirche haben feste Wunder, können aber auch hier die Stärke, Reichweite und so bestimmen. Magience funktioniert wieder völlig anders über Artefakte und Flux. Nicht nur der unterschiedliche Flavor gefällt mir, die Systeme sind so schön frei.

Das Material:

Shadows of Esteren ist von der Aufmachung wunderschön, dafür sind französische Rollenspiele ja berühmt. Die Texte über das Setting sind alle aus der Sicht von Menschen aus der Welt geschrieben und damit eben nicht so präzise. Ich persönlich finde, dass das den Charme des Spiels ausmacht, ist aber nicht für jeden etwas. Es gibt eine Reihe Zusatzbände, die mir auch gefallen. Es gibt relativ wenige Monster und Gegner, da die Stats aber nicht so umfangreich sind, kann man sich schnell eigene NPCs und Wesen zurechtbauen. Postiv hervorheben muss ich den Roll20-Charakterbogen, der direkt bei einem Wurf anzeigt, welche Schwierigkeitsstufe man geschafft hat. Das nimmt viel Arbeit ab.


Fazit:

Shadows of Esteren war damals ein Zufallsfund und ich bin sehr froh darüber. Sowohl Setting als auch Regeln sagen mir sehr zu und die Magiesysteme sind für mich ein Paradebeispiel für ein gut funktionierendes Freiform-System. Wer Darkfantasy mag, der kommt an SoE einfach nicht vorbei, denn dann verpasst man ein grandioses Spiel.

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