Cold Shadows – Beta-Preview

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Unterstützer des Kickstarters haben Zugang zu einer ersten Version der Regeln von Cold Shadows, einem Spionage-RPG auf Basis von John Wicks Blood & Honor. Es ist zwar für die Zeit des kalten Krieges ausgelegt, kann aber sehr schnell und einfach in andere Zeiten übernommen werden. Als Fan von Geheimagenten musste ich mir das Ganze natürlich mal genauer anschauen.


Zu Beginn des Spiels bauen die Spieler zusammen ihre Agency auf und kreieren ihren Direktor. Dabei legen sie auch den Fokus und die Ressourcen der Agency fest. Das geht nicht nur sehr schnell, es ist auch klasse, dass man sehr freie Hand hat. Aufgrund der hohen Summe des Kickstarters wird es sehr viel Material zu allerlei Städten und Orte geben, um hier ein wenig Hilfe zu liefern.

Im Anschluss werden die Agenten erstellt, man ist hier kein einfacher Anfänger, sondern ein richtiger Agent. Neben einem Namen und Codenamen (beides hat Bedeutung), wählt man eine Rolle (etwa Sicherheitsexperte, Doktor oder Analyst) und verteilt Punkte auf „Virtues“, also die Attribute (z.B. Intellect, Athleticism oder Violence). Beim Bau der Agency hat man sich auch Aspekte für diese ausgesucht, etwa „Reckless Behavior“, „Teamwork“ oder „Words are Bulletproof“. Diese haben positive und negative Eigenschaften, die im Laufe des Spiels ausgenutzt werden können und auch eine Hilfe für das Rollenspiel darstellen. Von den vier gewählten, muss jeder Spieler drei für sich selbst aussuchen. Zum Abschluss bekommt man noch einen Hintergrund, Tarnidentitäten und einen Vorteil.

Wenn ein Agent eine Aktion durchführen will, die ein potenzielles Risiko darstellt, dann nimmt er ein „Risk“ und muss würfeln. Dazu sammelt er Würfel aus passenden Aspekten, Virtue, Vorteilen, aber auch wenn sein Name oder sein Deckname passend sind. Man würfelt nur mit W6 und muss in der Regel den Zielwert von 10 erreichen. Hat er dies geschafft, dann bekommt er das Privileg und darf den Ausgang der Aktion erzählen und auch frei entscheiden, ob er es schafft oder nicht. Das finde ich persönlich mit den besten Aspekt des Systems. Da man sehr schnell hohe Pools erreichen kann, kann man „Wagers“ setzen, also einige Würfel nicht würfeln, sondern zur Seite legen. Schafft man die Probe, dann kann man die „Wagers“ nutzen, um weitere Details zu erzählen oder eben mehr Effekte (z.B. mehr Schaden) zu haben. Agieren zwei Seiten gegeneinander, dann bekommt derjenige das Privileg, der höher würfelt, die „Wagers“ werden dafür verdeckt gesetzt und der „Verlierer“ muss die Hälfte seiner beiseitegelegten Würfel entfernen.

Trust ist ebenfalls eine wichtige Mechanik, dafür gibt es einen Pool auf dem Tisch. Trust kann für Bonuswürfel genommen werden und auch, um mitten in der Fiktion Fakten einzuführen (sonst geht das nur bei Risks). Man erhält Trust, wenn man im Sinne der Agency agiert. Agiert man dagegen, dann kann er sein, dass man den Rest des Teams verrät, das sorgt für viel Spannung.

Auch Geheimidentitäten sind sehr spannend, denn diese haben ein ständiges auf und ab. Man bekommt immer wieder neue Identitäten und muss sich um die alten kümmern, was man auch wieder mit den „Wagers“ machen kann.

Es gibt Regeln zum Ausbau der Agency und im späteren Spiel folgen noch viele weitere Dinge, etwa das spielleiterlose Spiel oder das Spiel mit nur einem Spieler, was durchaus interessant klingt. Bei den Stretchgoals sind auch Regeln für das Spiel im Stile von xXx, James Bond und ähnlichen Filmen, nochmal ein dickes Plus in meinen Augen.


Fazit:

Die Regeln machen bereits in der Beta einen sehr guten Eindruck, es ist definitiv kein Spiel für einen Oneshot, die Mechaniken sind für längere Runden mit viel Verrat und interessanten Geschichten ausgelegt. Da die Spieler sehr viel Einfluss bekommen und viel miterzählen können und die Regeln dennoch sehr unkompliziert sind, ist es besonders für Leute geeignet, die ihren Fokus auf erzähllastiges Rollenspiel legen.


Linkliste:

Kickstarter zu Cold Shadows

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Ein Gedanke zu “Cold Shadows – Beta-Preview

  1. Pingback: Cold Shadows – Release-Spielvorstellung | Würfelabenteurer

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