Legacy 2nd Edition – Kickstarter-Preview

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Der Kickstarter zur zweiten Edition von Legacy steht kurz vor dem Ende und als Backer erhält man direkt Zugriff auf die Preview-Version. Bei meinem Fazit hatte ich ein paar Punkte, die ich im Regelwerk nochmal unter die Lupe genommen habe.


Die Preview-Version umfasst den bisherigen Text der Regeln mit minimalistischem Layout, aber ohne Artwork. Hier fällt schon auf, dass alles deutlich aufgeräumter und übersichtlicher aufgebaut ist. Generell wirkt alles besser lesbar (durch bessere Schrift- und Schriftgrößenwahl) und professioneller als in der ersten Version.

Einer meiner großen Kritikpunkte waren einige Moves bzw. Unklarheiten mit ihnen. Im Regelwerk werden alle Moves beschrieben und erklärt, jeder Move hat mindestens eine Beispielverwendung. Hier klärt sich dann direkt ein Problem, dass es augenscheinlich keinen Move für schnelle Reaktion gibt, allerdings ist „Defuse“ genau der Move dafür. Im hinteren Teil des Regelwerkes wird dann auch mein zweiter Kritikpunkt ausgehebelt. Ich fand den Kampf etwas merkwürdig, es gab keine Lebenspunkte für Gegner und der Kampf-Move wirkte etwas unausgereift. Das Regelwerk beschreibt aber sehr genau das Konzept des Kampfes, es geht darum sich Vorteile zu erarbeiten und seine Waffen so effektiv wie möglich zu nutzen. Ob oder in welchem Umfang man dann Schaden macht ist dem Spielleiter überlassen, wenn es Sinn macht, dann gibt es keinen Move. Somit geht Legacy sogar noch einen Schritt weiter als viele PbtA-Werke. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich Legacy nicht mit jedem spielen kann aus eben diesem Grund, da muss genau definiert sein, wie viel ein Gegner aushalten kann.

Das Herzstück von Legacy sind natürlich die Playbooks, sowohl von den Familien, als auch von den einzelnen Charakteren. Es gibt sehr viele Familien und alle sind unglaublich spannend. Besonders die sogenannten „Landmarks“ sind spannend, denn in der ersten Session kreiert jeder Spieler für seine Familie Punkte auf der Landkarte. Dazu gehören Sachen vor und nach dem Fall und Gefahren, die auf die Spieler lauern können. Hier schreiben sich viele Geschichten und Abenteuer von alleine, denn die Vorschläge sind wirklich gut. Natürlich kann man auch immer eigene Ideen einbringen.

Im Regelwerk taucht dann eine Mechanik auf, die man schon aus Dungeon World kennt, die Fronts. Sie sind eine meiner Lieblingsmechaniken und sorgen für eine deutlich lebendigere Umwelt. Generell gefällt mir der Spielleiterteil des Regelwerks. In relativ knappen Worten wird alles gut erklärt. Ein Element hier sind die „Grand Designs“, also hohe Ziele, welche von den Familien erreicht werden können, darunter fällt auch der Bau einer Hauptstadt. Für alle diese Ziele braucht man viele Ressourcen, aber sie bieten auch viele Vorteile, liefern aber im gleichen Zug Probleme, um die man sich kümmern muss.

Alternative Settings:

Der Kickstarter läuft noch und als Stretchgoals gibt es unzählige alternative Settings. Alle klingen für mich sehr interessant, da jedes die Regeln anpasst und so ein völlig neues Spielgefühl schafft.

Generation Ship lässt die Familien auf einem Generationsschiff aus dem Kälteschlaf aufwachen. Das Schiff ist nicht darauf ausgelegt langfristiges Bewohnen zu unterstützen, also müssen alle versuchen das Überleben zu sichern.

Free from the Yoke verlagert alles in eine Fantasywelt, in der eine große Macht verschwindet und ein Machtvakuum hinterlässt. Es soll einen Schuss Game of Thrones bekommen und Intrigen und Magie liefern.

In Primal Pathways kann man quasi Spore spielen, jeder Spieler ist ein Spirit, der eine Spezies von Einzellern zu einer Zivilisation bringen soll.

Godsend lässt die Spieler zu Avataren eines bestimmten Gottes aus verschiedensten Pantheons werden (z.B. griechisch oder nordisch), allerdings spielt ein anderer Spieler den Gott der jeweiligen Familie, was sicherlich sehr spannend ist.

Als nächstes bei den Stretchgoals würde Rhapsody of Blood folgen in denen es gilt ein riesiges Schloss zu entdecken und zu erobern gilt. Castlevania und Bloodborne sind hier Inspirationsquellen und ich hoffe, dass dieses Ziel noch erreicht wird.

Fazit:

Ich war während des ganzen Kickstarters hin- und hergerissen, denn ich hatte mit einigen Dingen meine Probleme. Diese Dinge sind jetzt aus der Welt und ich freue mich auf das fertige Produkt. Wer Interesse hat mehr als nur einen Charakter zu spielen und gleich die Geschicke einer ganzen Familie lenken will, der ist bei Legacy genau richtig.


Linkliste:

Kickstarter zu Legacy 2nd Edition

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