Dungeon Crawl Classics – Fazit

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Das Kapitel DCC ist für unsere Weltenbummler abgeschlossen und hat uns sehr interessante und schöne Momente beschert. Und wie es dann so üblich ist, gibt es bei uns eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema DCC und was uns genau gefallen hat oder auch nicht. Hier also das Fazit der Fewshots.


Charaktere und Klassen

Das Prinzip für Charaktere fand unsere Gruppe erstmal etwas merkwürdig, gerade die Tatsache, dass es Elf, Zwerg und Halbling als Klassen gibt. Wir haben alles dem Zufall überlassen und das war wirklich spannend. Die Gruppe war durchweg begeistert und wir haben lustige Hintergründe gehabt. Von den Attributen her war für jeden dann auch sehr klar, welche Klasse sie bekommen sollten, bei einigen, etwa Leylen war es ja vorbestimmt (er war Elf). Die geringe Auswahl an Klassen fanden einige Spieler doof, aber wir haben auch das reine Grundspiel benutzt. Gut gefallen hat uns, dass jede Klasse etwas Besonderes hatte, etwa der Krieger mit den „Mighty Deeds“. Gerade diese fand jemand aber auch sehr stark, zu einem Deed ist es nur einmal in der gesamten Zeit gekommen.

Es waren durchweg alle mit ihren Charakteren zufrieden und einige vermissen sie schon jetzt. In Supplements gibt es noch viele weitere Dinge, wie extra Zauber (die hatten wir auch ausgewürfelt), Klassen und Hintergründe, die sicherlich sinnvoll sind, wenn man über die ganz klassischen Aufteilungen hinaus was haben will.

Regeln

Die Regeln sind sehr eingängig und einfach gelernt, wir mussten fast gar nichts nachschlagen, ich höchstens zu Beginn Monsterstats und, über den gesamten Zeitraum, die Tabellen für Zaubereffekte. Gerade die doch sehr klassischen Regeln haben geholfen, dass wir uns voll auf das Spielen konzentrieren konnten. Auch hier waren die Zauber wieder eine Ausnahme, man muss immer in die Tabellen gucken, aber die Spieler haben sich gefreut herauszufinden, was sie für Effekte erreicht haben, somit ist das in meiner Sicht schon eher ein Feature.

Ich hatte als Spielleiter viel Handlungsfreiheit und genau das mag ich. Das ist aber auch ein Prinzip der OSR, eines der Gründe, warum diese Spiele so hoch bei mir im Kurs sind. Der Spielleiter-Teil ist voll mit Tabellen, allerdings finde ich eben einige Bereiche sehr grob angeschnitten. Es gibt Tabellen zum Erschaffen von magischen Schwertern, für magische Ringe, Zauberstäbe und so ist alles etwas vage und mit den Häufigkeiten bzw. den Möglichkeiten die Spieler zu belohnen geizt es dann doch. Da muss man als Spielleiter schon ein wenig Erfahrung haben, wenn er nicht auf vorgefertigte Abenteuer und Dungeons zurückgreift oder sich da Inspiration holt.

Magie

Ich liebe dieses Magieprinzip, generell bei der Gruppe stieß es auf großen Zuspruch. Die Tatsache, dass gute Würfel in sehr eindeutig bessere Zaubereffekte umgewandelt werden ist super. Genauso gut kam die Varianz was nebenbei beim Zauber passiert an. So dürften nach dem Dungeon viele Leute, die Buck kennt, nicht mehr am Leben sein, denn immer wenn er seine „Choking Cloud“ zaubert, stirbt jemand bekanntes. Einzip bei der Corruption gab es etwas wenige Einträge. Zwei Charaktere hatten den gleichen Effekt und einer sogar zweimal das Gleiche, was doch etwas langweilig war. Ansonsten sind die Zauberwirkungen sehr toll gemacht und eines meiner liebsten Elemente im System.

Setting

Ein richtiges Setting hat DCC nicht, es gibt zwar schon einige Dinge und Gegebenheiten vor, etwa was die einzelnen Rassen ausmacht, Götter, Magie und sowas, aber ansonsten hat man freie Wahl. Das kann gut, aber auch schlecht sein. Es gibt zahlreiche Supplements und Abenteuer, die direkt ein Setting mit sich bringen. Ich habe mich an verschiedenen Welten und auch Spielen, etwa Dark Souls orientiert und das hat gut geklappt.

Aufwand für die Spieler

Durch das Auswürfeln wird dem Spieler viel abgenommen. Nach dem ersten Abenteuer kam dann aber schon ein wenig Denksport, denn sie mussten sich, passend zu ihren Attributen, eine Klasse wählen. Ansonsten muss man seine Fertigkeiten im Blick haben, sonst ist der Aufwand in unseren Augen eher gering.

Aufwand für den Spielleiter

Wie in klassischen RPGs hat der SL durchaus einiges zu tun. Ich habe Dungeons kreiert, Monster gebastelt und mir über Fallen, magische Gegenstände und Rätsel Gedanken gemacht. Das hat ehrlich gesagt viel Spaß gemacht, aber auf die Dauer wäre es wohl auch mit etwas Anstrengung verbunden, denn es sollte ja abwechslungsreich sein. Im Vergleich zu Spielen wie Apokalypse World ist der Aufwand deutlich höher, aber es gibt auch Spiele, die toppen das um Längen. Ich empfand  es als durchaus angenehm.

Kämpfe und Tödlichkeit

DCC startet mit einem Funnel. Somit haben die Spieler mehrere Charaktere zu Beginn und es überlebt hoffentlich einer den Dungeon und wird dann zum eigentlichen Helden. Das lief sehr unterschiedlich. Ja, der erste Dungeon hat ordentlich Opfer gefordert und das war auch gut so. Die Kämpfe und Fallen später variierten ziemlich. Wir hatten dadurch auch später noch den einen oder anderen Toten, bei den Kämpfen kam es dann teilweise echt auf das Würfelglück von Spielern und Spielleiter an. Da ich die HP von Monstern auch ausgewürfelt habe, hatten die Spieler auch ab und an Glück. Alles dem Zufall zu überlassen kann also auch Fluch oder Segen sein.

Erfahrung

Die erhaltene Erfahrung wird in DCC auch sehr grob angegeben. Der Spielleiter kann dadurch sehr viel selbst entscheiden und so die Aufstiegsrate festlegen. Es gibt aber eben keine festen XP-Werte für Gegner und selbst schwierigere Begegnungen bringen relativ wenig XP.

Was würde ich in einer nächsten Runde anders machen

Puh, ich glaube ich würde mich für eine weitere Runde in Supplements umschauen und ein paar kleine Hausregeln/Dinge einbringen. Gerade mehr Effekte bei der Corruption, mehr Zauber und vielleicht ein paar wählbare Klassen fände ich schön. Und ein paar mehr magische Objekte würde ich einstreuen, damit war ich ein wenig geizig. Ansonsten würde ich nichts anders machen, denn es war wirklich klasse und hat unglaublich Spaß gemacht. Eine Spielerin ist froh, dass wir weiterziehen, eine andere hätte am liebsten direkt weitergespielt, denn bis jetzt ist das ihr liebstes System.

Weiter geht es dann als nächstes mit 7th Sea 2nd Edition.

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