The Black Hack – Fazit „Froschplage“

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Relativ spontan haben wir uns zu einer Runde The Black Hack, einem OSR, zusammen gefunden. Ich hatte mir ein kleines Abenteuer überlegt und wir haben einfach mal drauflos gelegt. Es war ein sehr lustiges und spannendes Erlebnis mit einigen neuen Gesichtern.


Meine Spieler hatten keine Erfahrung mit The Black Hack, einem minimalistischen OSR. Die Regeln finden auf 19 Seiten Platz und die Mechanik ist ziemlich einfach, man wirft einen W20 und muss mit dem Wert unterhalt seines Attributs landen. Das gilt für alle Proben, Saving Throws gibt es nicht, je nach Gefahr ist dies ein Wurf auf das entsprechende Attribut.

Die Regeln waren sehr schnell erklärt und wir hatten in kurzer Zeit vier fertige Helden. Am längsten hat eigentlich die Auswahl an Ausrüstung gedauert, die Fertigkeiten der Klassen sind ja vorgegeben. Interessant ist, dass jede Klasse mit einem Stufenaufstieg, den man jeweils nach einem Abenteuer bekommt, nur für seine Attributssteigerung würfelt, es gibt keine zusätzlichen Talente. Für die magiebegabten Klassen natürlich weitere Zauberslots, aber mehr auch nicht.

Dadurch, dass die Regeln so leicht verständlich sind und man somit nicht groß umdenken muss, liegt das Rollenspiel im Vordergrund und das hat meine Runde auch intensiv genutzt, was uns allen sehr gut gefallen hat. Die Gruppe hat sich durch einen alten Tempel eines Froschvolkes geschnetzelt und dabei ein goldenes Zepter in Froschhandform bekommen. Damit hat sich einer der Spieler selbst zum Froschkönig ausgerufen. Das Abenteuer war nicht sehr ernst gemeint und meine Spieler sind voll drauf eingegangen, wir hatten verdammt viel zu Lachen.

Ein interessanter Punkt ist die Tatsache, dass der Spielleiter niemals würfelt. Spieler sind immer am Zug, sei es deren Angriff oder auch die Abwehr, bei Fallen oder Ähnlichem. Ich weiß, dass manche SL damit ein Problem haben, ich persönlich fand es durchaus mal angenehm, dass ich mich voll auf die Geschichte konzentrieren konnte.

Mir gefällt The Black Hack sehr gut und es gibt schon viele Derivate davon, unter anderem für Cthulhu oder Pulp, es ist auch eine zweite Edition in Arbeit. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für einige Spieler und auch Spielleiter etwas zu minimalistisch ist. Es gibt keine zusätzlichen Talente, magische Gegenstände sind sehr typisch gehalten, bringen also nur +1, +2, etc. Allerdings kann man durch dieses wenig einschränkende Regelwerk als Spielleiter sehr viel selbst mit einbringen und genau sollte es in meinen Augen auch sein.

Meine Gruppe will definitiv eine weitere Runde spielen, genau in diesem Setting und mit diesen Charakteren, denn sie wollen sehen, wie es mit dem Froschkönig weiter geht. Das ist für mich ein sehr gutes Zeichen, dass das System gut angekommen ist und ich auch mit dem Abenteuer ganz gut lag.


Fazit:

The Black Hack ist wunderbar geeignet für Runden im Stile der ersten Rollenspiele aus den Siebzigern. Es gibt wenige Vorgaben und ein leichtes Regelsystem mit dem man dennoch spannende Abenteuer erleben kann.

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