Trail of Cthulhu – Fazit „The Keepers of the Wood“

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Da meine eine Kampagnenrunde stark ausgedünnt war, habe ich mich entschieden eine Alternative anzubieten und meine Wahl fiel auf das Gumshoe-Spiel Trail of Cthulhu. Die Seite von Pelgrane Press enthält einige Abenteuer und ich habe mir davon eines ausgesucht. Fünf Spieler haben sich daran gemacht das Geheimnis um Postbridge zu lösen. Auch wenn es ein Fazit ist, ich verrate diverse Dinge, um mein Fait besser zu untermauern, darum gibt es einen Spoileralarm.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • Andreas83 als Katie Lowell
  • Wallenstein als Sheldon Rawlings
  • Screenfunfan als Edward Tillman
  • Achim83 als Richard Blake
  • Schwarze Wolke als Gwendolyn Forster

Zunächst möchte ich einmal positiv erwähnen wie gut die Gruppe untereinander funktioniert hat. Alle haben wunderbar mitgemacht und das Rollenspiel war sehr intensiv, ich konnte meinen Spielern ihre Rolle sehr gut abnehmen. Wir haben die vorgefertigten Charaktere des Abenteuers genommen und alle beinhalteten auch eine Beschreibung, dennoch taten sich einige mit den Fähigkeiten ihrer Charaktere etwas schwer. Das ist nun mal das Problem mit Pregens. So sind im Laufe des Spiels einige Dinge unter den Tisch gefallen, aber das war nicht weltbewegend.

Nun hat die Gruppe schnell ihre Ermittlungen aufgenommen, um den Tod ihrer Freundin aufzuklären. Hier gab es dann ein weiteres Problem, denn die Gruppe hat sich aufgeteilt. Dabei haben sich zwei in den Pub begeben und wollten einer der Spuren folgen, der Rest hat es erstmal in die nächste Stadt getrieben, denn sie wollten zur Polizei und dort mit den Ermittlern reden. Die Pub-Gruppe konnte zwar mit ihrem Ziel sprechen, dieser war allerdings ein Alkoholiker mit PTBS und da sie nicht die richtigen Fragen gestellt haben (weil sie dazu einfach noch nicht genug Hintergrundinformationen hatten), war dies sehr fruchtlos.

Die andere Gruppe hatte deutlich mehr Erfolg, sie haben den Unfallort besucht, mit der Polizei gesprochen und waren im Leichenschauhaus und konnten viele Dinge in Erfahrung bringen. Ihre Schlussfolgerung: Es war Mord und er sollte vertuscht werden. Es fanden sich wieder alle zusammen in der Unterkunft ein und teilten ihre Ergebnisse aus. Am nächsten Tag sollte es weiter gehen und durch ihre Ermittlungen stießen sie auf viele Infos und hatten eine Vermutung, dass etwas im nahegelegenen Hain ist. Dieser wurde auch aufgesucht und die Gruppe wurde Zeuge eines sich anbahnenden Rituals, das einer der Spieler gekonnt durch einen gezielten Schuss auf den Zeremonienmeister verhinderte. Die Konsequenzen ihres Handelns musste die Gruppe dann live miterleben und machte sich schnell auf, aus der Region zu kommen.

Gumshoe ist als System dahingehend toll, dass die Spieler für die wichtigsten Hinweise nicht würfeln müssen, sie bekommen die Core Clues immer. Dadurch kann eine Ermittlung grundsätzlich nicht einfach zum Erliegen kommen. Die Gruppe ist aber etwas anders vorgegangen und hat daher einen Teil der Hinweise gar nicht bekommen. Sie sind dennoch zum richtigen Ort gekommen und haben erlebt, was in der Gegend abgeht. Die Ermittlung kann daher als Erfolg gesehen werden.

Ich muss aber auch sagen, dass Gumshoe als System etwas gewöhnungsbedürftig ist, zumindest für die Spieler. Denn diese müssen ihre Fertigkeiten ja auch einbringen und da musste ich, es war ja ein Oneshot zum Kennenlernen des Systems, oft Anstoßen, welche investigativen Fertigkeiten von Hilfe sein könnten. Würde ich eine Kampagne mit einem der Gumshoe-Spiele leiten würden, dann würde ich wohl einen Oneshot vorschieben, damit die Spieler das System auf wirklich verstanden haben und besser mit ihren Charakteren agieren können.

Ansonsten habe ich auch gemerkt, dass es mit fünf Spielern durchaus etwas voll sein kann in der Gruppe. Nicht jeder Spieler ist immer zum Zug gekommen und ab und an gab es Gerangel, wer dran ist, beziehungsweise, wer mit wem interagiert. Da Gumshoe die Punkte an investigativen Fertigkeiten an die Gruppengröße anpasst, würde ich wohl in Zukunft eher kleinere Gruppen von drei bis vier Spielern wählen. Dann wäre auch das Spotlight-Problem gelöst und es würden Spieler weniger zu kurz kommen, was auch von einigen Spielern als Kritik kam.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit Trail of Cthulhu, es erlaubt einem etwas anders an Abenteuer heranzugehen und Ermittlungen sollten nie im Sande verlaufen.  Ich möchte jetzt aber auch noch ein paar weitere Cthulhu-Spiele ausprobieren, damit ich die einzelnen Spiele mit ihr Vorzügen und Nachteilen miteinander vergleichen kann.


Fazit:

Die Runde war spannend, das Geheimnis wurde gelöst, aber ein paar Sachen sind auch holprig gelaufen, was aber vor allem daran lag, dass die Gruppe sich nicht kannte und das Spielprinzip von Gumshoe etwas anders ist. Ich würde es trotzdem wieder spielen, dann mit eigenem Abenteuer.

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