Coriolis – Fazit „Abenteuer im dritten Horizont“

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Fast zwei Jahre war meine Coriolis-Gruppe jetzt im dritten Horizont unterwegs. Wir haben viel erlebt, viele Piloten verschlissen und da ich bald eine kleine Pause einlegen muss, habe ich mir überlegt vorerstmal ein Finale einzubauen. Genau dieses Finale haben wir jetzt erlebt und ich möchte zum einen unsere Abenteuer Revue passieren lassen, aber auch auf die Regeln, das Setting und unsere Gruppe eingehen.


Begonnen hat alles im Dezember 2016 als die Beta von Coriolis den Kickstarter-Backern zur Verfügung gestellt wurde. Damals sind die einzelnen Kapitel nach und nach veröffentlicht worden und nach Absprache mit carnickl, mit dem ich schon sehr oft zu dem Zeitpunkt gespielt hatte, habe ich nach Spielern gesucht. Das Interesse war groß und ich habe noch drei weitere Spieler ausgesucht, mit denen ich dann die Vorbesprechung gemacht habe.

Die Gruppe fand die Idee ein Bergungs- und Expeditionsteam zu spielen interessant, weshalb wir diese Option genommen haben. Wir haben dann auch das Bergungsschiff aus dem Grundregelwerk genommen (mit einhergehend auch horrende Schulden bekommen) und die Charaktere kreiert. Unser Captain war der arrash-süchtige Priester Abdalmuat, der immer auf der Suche nach neuem Stoff und total versessen auf die Emissaries war. Wakur, unser bärbeißiger Söldner, sann nach Rache an seiner ehemaligen Einheit, die ihn übel zugerichtet und dann in der Wüste zurückgelassen hatte. Tarik, unser Technik-Guru, gehörte einer adligen Famile auf Algol an, welche nach einer Intrige ausgelöscht wurde. Hassan war unser Pilot, der mehr vom Horizont sehen wollte.

So fing unsere Reise an und begann mit einem Knall, als sie direkt mit ihren Konkurrenten aufeinander prallten und mit Raffinesse und Geschick ihre Gegner ausgetrickst haben. Die Gruppe war vor allem an Bergungen interessiert und ist dabei immer wieder auf Merkwürdigkeiten gestoßen und auf mächtige Artefakte. Dabei sind sie mehrfach mit einer Gruppe Legionssöldner aneinandergeraten.

Da traten dann die ersten Schwierigkeiten mit den Terminen auf, und es war schwer alle vier Spieler zusammen zu bekommen, weshalb wir uns Verstärkung holten Shahin, einem Pathfinder und Scout. Unser Pilot viel dann vollends aufgrund von Zeitproblemen aus. Und auch unser Scout, der das Schiff steuern konnte war nach wenigen Sitzungen wieder weg und meldete sich nicht mehr, was schade war, denn seine Hintergrundgeschichte hatte mit der von Wakur zu tun.

Generell waren die Hintergrundgeschichten der Spieler wichtig und ich habe mir Mühe gegeben diesen viel Beachtung zu schenken. Ich muss ehrlich sagen, dass mir das am meisten Spaß gemacht hat und mich auch motiviert hat weiter zu machen. Nach dem zweiten Pilotenausfall hatten wir nämlich eine ziemliche Tiefphase und es stand im Raum die Kampagne abzubrechen. Aber das wäre zu schade gewesen und wir haben dann den dritten Piloten gefunden, nämlich Nadir, dem Sportpiloten. Auch dieser Spieler gehört zu meinem Pool an Stammspielern meiner Oneshots, leider ging es auch da terminlich bald nicht weiter.

Wir hatten gerade wieder einen wichtigen Punkt erreicht und brauchten deshalb neue Spieler, diesmal wollte ich gleich zwei bis drei neue Leute haben, damit wir dann auch jeden Termin wahrnehmen konnten. Also haben wir Karim, den Piloten, der seinen verschwundenen Bruder sucht, und Salam, den Gelehrten, in die Gruppe aufgenommen. Auch hier waren die Hintergrundgeschichten wichtig, die von Salam kam noch etwas kurz, aber Karim konnte dann im Finale seinen Bruder endlich in die Arme schließen und war hochzufrieden.

Apropos Finale, was haben wir denn jetzt nur als Gruppe gemacht? Nun, eigentlich wenig, nur einen riesigen Stützpunkt einer Legionssplittergruppe infiltriert und später zerstört, Karim hat seinen Bruder gefunden, Wakur hat seinen Peiniger erwischt und freut sich darauf ihn zu foltern und töten, und dann noch ein gigantisches Schiff aus einer uralten Zeit gefunden und unter die eigene Kontrolle gebracht. Wir hatten also viel Spaß.

Ich habe den Großteil der Kampagne damals konzipiert, als noch wenig vom Setting bekannt war und aus diesem Grund unterscheiden sich offizielle Angaben und unser dritter Horizont teilweise sehr stark. Aber das ist ja egal, ich wollte an vielen Stellen eh meine eigenen Ideen einbringen und grob hatte ich das Finale schon sehr früh im Kopf. Dadurch, dass die Regeln sehr einfach sind, konnte ich mich auch oft auf die Geschichte konzentrieren.

Generell gefallen mir die Regeln, selbst nach der Zeit. Wir hatten wenige Kämpfe, denn vieles hat die Gruppe kampflos geregelt. Auch Raumkämpfe waren wenig, diese waren meist auch sehr schnell vorbei. Ich musste trotzdem ab und zu viel blättern, meist wegen Waffenstats, Preisen oder den Kampfregeln. Ansonsten fand ich es klasse, dass NPCs so schnell und einfach gebaut werden können und diverse Personen habe ich dann fix improvisiert.

Das Setting ist spannend, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es so gut meiner Gruppe näher gebracht habe. Dadurch, dass ich mich mit der arabischen Kultur wenig auskenne, musste ich selbst vieles nachlesen und vorbereiten. Beim nächsten Mal werde ich auch nochmal alle Settinginformationen genau durcharbeiten, damit ich besser gewappnet bin.

Auf alle Fälle bin ich stolz auf meine Spieler, viele davon sind schon lange Stammspieler bei meinen Runden und probieren gerne Sachen aus, aber ich mag es auch mich intensiver mit einem Spiel zu beschäftigen. Mit der bestehenden Gruppe möchte ich dann auch nach der Pause weitermachen. Vielleicht gibt es dann einen kleinen Einschub mit einem anderen System, aber Coriolis wird uns definitiv wiedersehen, denn jetzt mit dem neuen Schiff und einer Vielzahl von Möglichkeiten wäre es viel zu schade, das wegzuwerfen.

Fazit:

Wir haben Schiffswracks erkundet, uns mit einer gefährlichen Splittergruppe der Legion angelegt, Sachen in die Luft gejagt und viel Birr erbeutet. Das hat unglaublich Spaß gemacht und ich bin froh, dass wir ein so tolles (vorläufiges) Finale erlebt haben. Coriolis ist ein tolles Spiel mit einem etwas anderen Setting, weshalb es etwas Besonderes ist.

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