Heart – Fazit „Field Trip“

Eine neue Woche und ein neues Spiel, so kann es ruhig weitergehen. Dieses Mal gibt es den Playtest zu Heart – The City Beneath. Das Spiel ist von den Machern von The Spire und basiert auf dessen System. Heart ist die Welt unter der Stadt Spire. Wir haben einmal einen genaueren Blick riskiert in die gefährliche Welt von Heart.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • Raskor als Amonesk der Wechselmütige, Forced Heretic
  • Rhizom als Jogg Trats, Penitent Hound
  • Tapam als Ubberton Wylls, Adventureous Junk Mage

Die Welt von Heart gefällt mir sehr gut, vermittelt sie doch, besonders durch das Artwork, ein Darkest Dungeon-Gefühl. Und gerade Darkest Dungeon kann man auch sehr gut zum Vergleich heranziehen, denn die Charaktere sind ständig in Gefahr hinunter gezogen zu werden. Das System erinnert dabei an PbtA-Spiele beziehungsweise an Blades in the Dark, wobei W10 zum Einsatz kommen und mögliche Ergebnisse etwas feingranulierter sind als in BitD. Die Konsequenz von kritischen Fehlschlägen, Fehlschlägen und Teilerfolgen ist immer Stress, wobei mir die Resistenzen sehr gut gefallen. So gibt es etwa die Resistenz „Supplies“ und Stress bedeutet hier etwa defekte Ausrüstung, fehlende Munition, usw. Als Spielleiter hat man so sehr viel erzählerische Freiheit.

Die Mechaniken von Heart funktionieren gut, allerdings ist die Auswahl an Fertigkeiten sehr beschränkt und nicht jede gewünschte Aktion meiner Spieler ließ sich mit einer der Fertigkeiten abdecken. Wir haben dann ein Weilchen überlegen müssen und das hatte uns etwas aus dem Spielfluss geworfen. Ansonsten lief aber alles sehr flüssig und der Playtest ist so umfangreich, dass man genügend Ideen für Improvisationen hat. Ich habe mich hier gerade von Darkest Dungeon sehr viel inspirieren lassen, wobei aber vermutlich auch jedes andere Dark Fantasy-Spiel oder Setting hilfreich sein kann, ich denke da sonst z.B. an Dark Souls.

Was meine Spieler auf alle Fälle feststellen mussten war, dass eine Runde Heart sehr schnell vorbei sein kann, zumindest für Charaktere, die nicht vorsichtig sind. Ein Spieler hat kurz vor dem Ende der Session dann zwei Major Fallout erhalten und das resultierte in einem kritischen Fallout, was quasi dem Ende eines Charakters entspricht. Es ist nicht direkt zum Tragen gekommen, aber wäre eigentlich der Punkt gewesen sich einen neuen Charakter zu erstellen. Wer also an seinem Charakter hängt, der wird mit Heart nicht unbedingt glücklich.

Die Runde hat sehr viel Spaß gemacht, an den Regeln gibt es sicherlich nicht mehr viel zu feilen, wobei noch ein bisschen mehr Auswahl schön wäre. Das Setting ist einen Blick wert und die Reise zum Heart ist sehr spannend. Ich bin gespannt, wie viel mehr Material zum Playtest erscheint oder ob es dann direkt in ein Crowdfunding geht. Es bleibt spannend.


Fazit:

Der Playtest von Heart ist kostenlos verfügbar und ist definitiv einen Blick wert. Er liefert mehr Spielwert als so manches fertige Spiel und wer auf düstere Fantasy, Rogue-Like-Spiele bzw. Dungeon Crawls und Spiele wie Darkest Dungeon steht, der macht absolut nichts verkehrt.

Ein Gedanke zu “Heart – Fazit „Field Trip“

  1. Pingback: Spire – Spielvorstellung | Würfelabenteurer

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