Pathfinder 2 – Session 0

Ich möchte gerne wieder mehr Fewshots spielen um ein besseres Gefühl für das jeweilige System zu bekommen. Und so habe ich mir ein paar Spieler für den Auftakt gesucht. Gespielt wird Pathfinder 2, wo ich auch am Playtest teilgenommen habe. Bevor wir uns ins Abenteuer stürzen konnten, galt es einige Vorbereitungen zu machen und über die soll dieser Beitrag gehen. Gerade Einsteiger können hier sicherlich ein paar Infos mitnehmen, ob PF2 etwas für sie sind bzw. wie der Aufwand dafür ist.


Pathfinder 2 ist vom Umfang her ein deutlich anderes Kaliber als meine sonstigen Spiele und daher wusste ich, dass ich mehr Energie hineinstecken muss. Ich hatte in den Sommermonaten eine längere Zeit ohne Internetempfang und habe das genutzt mir einen Großteil des Regelwerkes anzugucken. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass das Regelwerk didaktisch nicht sonderlich intelligent aufgebaut ist und man viel suchen muss. Bei einer PDF bzw. dem online verfügbaren SRD kann man gut suchen, aber es verlangsamt die Arbeit. Generell fand ich den Umfang doch sehr erdrückend und den Wunsch alles verregeln und systematisieren zu wollen sehr ambitioniert.

Ich habe es meinen Spielern überlassen, ob sie selbst einen Charakter bauen wollen oder ob ich das Heft in die Hand nehmen soll. Bei drei Spielern habe ich die Aufgabe übernommen. Zum Bau habe ich die App Pathbuilder 2 benutzt. Hier lässt sich mit einem vorhandenen Konzept sehr schnell ein Charakter kreieren und alle nötigen Feats auswählen. Ohne die App hätte ich ein Vielfaches der Zeit benötigt. Nur mit dem Regelwerk muss für alle Feats selbst überprüft werden, ob die Voraussetzungen erfüllt werden. Das ist ein wenig lästig und für mich an sich ein Kill-Kriterium.

Gut funktioniert hat die Zuarbeit meiner Spieler, denn jeder sollte mir eine Hintergrundgeschichte liefern. Ich mache das ganz gerne, denn so kann ich meine Abenteuer individualisieren und meine Spieler motivieren. Heraus kamen interessante Konzepte, die sich gut ergänzen, obwohl die Spieler sich nicht abgesprochen haben. Damit hatte ich dann das Grundgerüst für meine kleine Sandbox. Geplant waren zwei oder drei Stränge, welche im Hintergrund laufen sollten. Ich weiß, dass ich da eigentlich deutlich mehr aufschreiben sollte, allerdings konnte ich mich da nicht so recht zu motivieren. So bestand der Großteil an Ideen nur in meinem Kopf und ich habe mir lediglich ein paar grobe Züge aufgeschrieben.

Da in meinen Augen bei Pathfinder nichts ohne Karten geht habe ich mich da auf die Suche gemacht und ein paar hübsche Battlemaps gefunden. Wer das nötige Geld hat kann sich ein Mappingprogramm zulegen oder Karten kaufen. Ich bin da etwas knausrig und habe auf kostenloses Material zurückgegriffen. Ich habe mir eine Auswahl an Karten im gleichen Stil ausgesucht, damit ein einheitliches Bild gegeben ist. Durch die Maps hatte ich auch gleich ein paar mehr Ideen für mögliche Orte des Geschehens und so hat sich alles gut ergänzt.

Für die Gegner habe ich mich dann im Bestiarium gekümmert. Ich finde die Auswahl interessant, aber teilweise auch sehr speziell. Ja, Pathfinder hat ein deutlich detaillierteres Setting als DnD5 und dadurch seine Auswahl an Monstern. So musste ich ein paar Gegner abwandeln bzw. ummünzen, damit sie für meine Zwecke nutzbar sind. Ich habe mir die Gegner auf Karteikarten geschrieben, so sind sie schneller zur Hand. In Roll20, dem virtuellen Tabletop auf dem wir spielen, habe ich passende Token eingefügt und die wichtigsten Daten wie Rüstungsklasse und Lebenspunkte eingefügt. Damit brauche ich weniger Papier am PC.

So ist alles bereit und die erste Sitzung kann kommen. Ich bin gespannt, wie sich Pathfinder 2 spielen wird und wie es meinen Spielern gefällt, schließlich spielt der Großteil eher leichtere Regelwerke.

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