Dark Trails – Preview

Für Backer des Kickstarters gab es die Bootleg-Version von Dark Trails, einem DCC-kompatiblen Weird West-RPG. Als Fan von OSR und DCC ist das Spiel für mich sehr interessant und alternative Varianten unserer Welt mag ich ja eh. Weird West ist aber auch ein Thema, was sehr speziell sein kann. Dennoch habe ich mich auf das Spiel eingelassen und die Bootleg-Version zeigt mir, dass ich mich richtig entschieden habe.


Dark Trails spielt in einer alternativen Variante unserer Welt nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Durch das Necronomicon versuchte ein Kult die großen Alten aus ihrem Schlaf zu wecken und sie in unsere Welt zu lassen. Zumindest den ersten Teil schafften sie, dann wurden sie von einem modernen Kreuzritter und seinen Männern niedergemetzelt. Das Ritual aber veränderte die Welt deutlich und ließ allerlei Wesen frei. Aber die Erde hat ihren eigenen Abwehrmechanismus und legte Ley-Linien frei, die es Menschen ermöglicht übernatürliche Fähigkeiten zu erlangen.

Mit der Bootleg-Version von Dark Trails hat man eine Art Schnellstarter, also die wichtigsten Informationen und bekommt einen guten Eindruck. Dabei ist der Umfang recht ordentlich, allerdings gehen die Klassen hier nur bis zur zweiten Stufe, der Rest folgt dann im eigentlichen GRW.

Am grundlegenden Prinzip von DCC ändert sich nichts, es gibt die Funky Dice (z.B. W16 und W24) und das System ist recht tödlich. Die einzelnen Klassen nutzen verschiedenste Action Dice für ihre Klassenmechaniken und sind dadurch sehr individuell.

Auch in Dark Trails wird empfohlen mit einem Funnel, also einem Stufe-0-Abenteuer zu starten. Hierbei nutzt jeder Spieler mehrere Charaktere und schaut am Ende, wer überlebt hat und sucht dann eine passende Klasse aus. Sehr gut finde ich den Sin Eater und den Tommyknocker, denn mit diesen beiden Klassen können Spieler einen verstorbenen Charakter wieder ins Spiel bringen und mit diesem auf Stufe 1 starten. Für mich persönlich ist das ein deutliches Upgrade im Vergleich zu DCC.

Es gibt mehrere Klassen, die eine Art von Magie nutzen, zumindest kann man es so bezeichnen. Es gibt dem Bedlamite eine Art Artificier, der Montebank ist ein Alchemist, der Occultist ein Wizard und der Revelator ein Cleric. Alle sind von ihren Möglichkeiten sehr unterschiedlich und auch das gefällt mir äußerst gut. Daneben gibt es mit dem Luchador, dem Gunslinger, dem Mystic Monk und dem Calavera eher kampforientierte Charaktere und natürlich darf der Gambler nicht fehlen.

Spannend hört sich auch das Gun Deck, also das Schusswaffen-Deck, an. Zusätzlich zu den Fernkampfproben zieht ein Spieler von einem eigenen Deck, einige Karten geben Boni oder Mali nach einem festen Schema oder man landet z.B. direkt einen kritischen Treffer bei einem roten Joker. Das Ganze ist zwar ein zusätzlicher Schritt bei den Proben, sorgt aber meines Erachtens für ein bisschen mehr Nervenkitzel.

Auch neu sind Boons und Hexes, welche laut Empfehlung durch Poker Chips dargestellt werden. Boons können z.B. für Boni, Rerolls und das Negieren von Hexes eingetauscht werden, Hexes hingegen wirken sich grundsätzlich negativ auf verschiedene Proben aus. Boons erhält man unter anderem durch eine natürliche 20, während Hexes durch eine natürliche 1 generiert werden.

Es gibt in Dark Trails eine Furcht- und eine Wahnsinns-Mechanik. Das Prinzip ist in der Bootleg-Version kurz beschrieben, mehr wird wohl im GRW folgen. Spieler machen bei Monstern oder furchterregenden Situationen eine Probe mit ihrem Grit und können diese Punkte beim Scheitern der Probe temporär verlieren, was sich negativ auf ihre Glückswerte auswirkt.

Neben diversen Spielleiterinformationen gibt es auch einige Zauber, Elixiere und wundersame Apparate für die einzelnen Klassen. Hier wird noch deutlich mehr im GRW kommen, aber der erste Eindruck ist fantastisch. Auch in Dark Trails gibt es wieder die Mercurial Magic und man kann Zauber aus DCC direkt verwenden.

Zum Abschluss gibt es ein Abenteuer zum Einstieg, genauer gesagt einen Funnel mit dem man direkt in die Welt von Dark Trails einsteigen kann. Ich finde das Abenteuer ist vom Umfang sehr gut, es soll vier Stunden gehen und gut für Conventions geeignet sein. Ob dem so ist wird hoffentlich bald eine Proberunde zeigen.

Der erste Eindruck von Dark Trails ist fantastisch, das Setting ist interessant, die Klassen machen für mich aber eindeutig den größten Reiz aus. Bei der Auswahl muss man glatt öfters spielen, damit man auch alle mal zu Gesicht bekommt, denn jede Klasse hat ihren Charme.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s