Vaesen – Spielbericht „Das gestohlene Gold“

Ich konnte wieder ein Spiel auf meiner Liste ausprobieren, diesmal war es die Alpha-Version von Free Leagues Vaesen. Ich habe mir einem der Abenteueraufhänger im Buch herausgesucht und darum ein kleines Abenteuer gesponnen. Bald soll ja auch die Beta-Version kommen und ein paar Fehler beheben und dann gibt es hoffentlich auch im Laufe des Jahres das fertige Werk.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • Sandoric als Eddy, Vagabund
  • Carnickl als Wiermund Greenway, Priester
  • Gefrierbrand als Frode, Okkultist
  • Timo als Tjorben Asmussen, Privatdetektiv

Unsere Gruppe war auf dem Weg nach Dalsberg, einem kleinen Ort im Westen Schwedens. Dort soll schwarze Magie am Werk sein und sowohl Vieh als auch Menschen verschwinden. Dem Ganzen wollten die neuen Mitglieder der Gesellschaft nachgehen und reiste dazu mit dem Zug von Upsala aus nach Göteborg und dann weiter zu einem kleinen Bahnhof nahe Dalsberg. Auf dem Weg zu Fuß zum Ort wollte Eddy doch nochmal ein paar Erkundungen einholen und ging zurück zum Bahnhof. Dort sprach er einen älteren Herrn an, der scheinbar seinen gesamten Hausstand mitnahm. Dieser wollte anscheinend einfach nur weg aus der Region, aber als Eddy weiter nachhaken wollte, fuhr der alte Mann ihn an und ließ den Jungen sichtlich irritiert und verängstigt zurück. Schnell ging Eddy wieder Richtung Dalsberg.

In der Zwischenzeit hatte Frode seine Kristallkugel genutzt und sich ein Bild vom Ort gemacht. Er konnte das Epizentrum der Ereignisse ausmachen, nämlich eine verlassene Schweinefarm. Mit diesem Wissen ging es in den Ort hinein und als ersten steuerte Wiermund das Rathaus an. Es handelte sich um ein kleines Gebäude aus Stein, welches sich am Dorfplatz befand. Der Bürgermeister, Herr Ulvaeus, war mit seinem Rat am Ende und er wollte den Bischof von Göteborg um Hilfe bitten und war deshalb mehr als erstaunt, dass jetzt ein Priester vor ihm stand. Der Pater des Dorfes war seit einiger Zeit nicht mehr gesehen worden und keiner wusste sich noch zu helfen. Die Gruppe konnte herausfinden, dass seit etwa zwei Monaten immer wieder Vieh verschwand und auch andere, schwarzer Magie zugeordnete, Ereignisse passierten. Man war sich bei den Menschen nicht sicher, ob sie einfach nur abgehauen waren oder tatsächlich verschwunden waren. Man erkundigte sich weiter und Wiermund fand heraus, dass der Schweinebauer Pele Bertram urplötzlich sein Hab und Gut verschenkt hatte und dann aufgebrochen sei. Der Bauer Peter Usmark hatte dessen Schweine bekommen, aber diese waren die ersten, die verschwanden und man konnte sie nirgends finden. Bertram hatte einen deutlichen Sinneswandel gehabt, von eher melancholisch zu überaus heiter und das erstaunte viele.

Die Gruppe fand sich auf dem Dorfplatz wieder zusammen und gemeinsam erkundeten sie den verlassenen Bauernhof von Pele Bertram. Unter den Dielen konnte Tjorben eine Münze aus purem Gold ausmachen, welche nicht von Menschen geschaffen war und eine Rune trug. Kratzspuren an der hinteren Außenwand des Hauses deuteten auf ein größeres Wesen hin. Dann suchten sie das Gespräch mit Peter Usmark und erfuhren, dass Bertram in letzter Zeit viel im Wald war und kurz bevor er ihm seine Tiere vermachte, hatte er trotz des Herbstes noch Holz mit grünen Blättern gefunden. Das hatte Usmark aber nicht weiter interessiert, da die Schenkung die viel größere Überraschung war.

Wiermund wollte den Pater sprechen, aber sowohl Kapelle als auch das Haus des Glaubensbruders waren verschlossen. Die Tür ließ sich auch nicht aufbrechen und so ließ man davon ab. Es war schon spät geworden und extrem zügig zog ein Nebel auf. Die Helden konnten hören, wie sich etwas näherte und mit einem Mal tauchte eine riesige, schuppenbewehrte Bestie auf, ein Lindwurm! Wiermund erstarrte und Tjorben fiel direkt in Ohnmacht. Eddy und Frode konnten sich rechtzeitig vorher verstecken, aber das Wesen schien die Witterung aufgenommen zu haben. In ihrem Kopf konnten sie hören, wie es seinem Besitz zurückforderte und Eddy war bereit seine Goldmünze zu verteidigen. Wild ging er auf den Lindwurm los, musste aber auch ordentlich einstecken. Frode konnte schnell reagieren und nutze seine Magie für eine Ablenkung.

Der Lindwurm verschwand im Nebel und die Gruppe sammelte sich im Wirtshaus. Da das Wesen einfach zu mächtig wirkte und Bertram vermutlich schwer auszumachen war, überlegte sich die Gruppe einen Handel mit dem Lindwurm. Sie brachen in die Kapelle ein und sammelten aus dem Dorf so viel Gold und Schmuck, wie sie nur konnten. Auch Eddy musste die Münze wieder herausgeben. Wiermund konnte den immergrünen Baum im Wald ausmachen, eine große Eiche, deren Wurzeln eine Art Höhle bildeten. Dort war der Lindwurm mit dem Rest seines Schatzes. Mithilfe der zurückgegebenen Münze und den Wertsachen bekamen die Helden eine Einigung mit dem Lindwurm zustande und konnten sich dann wieder zurück zu ihrem Hauptquartier in Upsala aufmachen.


Fazit:

Wir hatten eine spannende Runde und mir gefällt Vaesen unglaublich gut. Der Fokus liegt deutlich auf den Ermittlungen und der Problemlösung, als auf der Anwendung von Gewalt den Wesen gegenüber. Das musste unser Vagabund doch recht deutlich feststellen. Ich hoffe, dass es bald einen offiziellen Charakterbogen gibt und dieser dann zügig in Roll20 eingefügt wird. Derzeit nutze ich ein selbstgemachtes Excel-Blatt, welches zwar seinen Zweck erfüllt, aber natürlich optisch nicht so viel hergibt. Ich freue mich auf die Beta und das fertige Produkt.

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