Beak, Feather and Bone – Fazit

Im Zuge des letzten Zine-Quests auf Kickstarter wurde ein kleines Spiel finanziert, welches sich selbst als leicht kompetitives Map-labeling RPG bezeichnet. Die Bezeichnung, die gezeigten Illustrationen und die Tatsache, dass es zum gemeinsamen Settingbau geeignet sind, haben mich dazu veranlasst das Spiel zu unterstützen und gemeinsam haben wir eine kurze Runde Beak, Feather and Bones gespielt.


Spieler:

  • Abbas – Die Fremden, Farbe: Blau
  • Duck – Die Händler, Farbe: Gelb
  • KyoshiroKami – Die Soldaten, Farbe: Orange
  • Olav – Die Kleriker, Farbe: Rot
  • Quirin – Die Magier, Farbe: Türkis

Beak, Feather and Bones ist ein ziemlich einfaches Spiel. Abwechselnd ziehen die einzelnen Spieler eine Karte aus einem normalen Kartendeck. Je nach Farbe gibt es den Zweck des Gebäudes oder der Struktur an, die der Spieler sich aussucht. Der Wert der Farbe ist später wichtig. Die Zahl der Runden ist beliebig wählbar, wir haben zwei Runden gewählt, da es nur eine kurze Runde zum Kennenlernen werden sollte. Wir haben die im Zine mitgelieferte Karte und die Fraktionen aus dem Buch genommen. Der Autor hat sich hier die Tengu, also Rabenwesen als Basis genommen und so haben wir das Spiel auch gespielt.

Die erste Runde war vor allem zur Eingewöhnung und alle haben ein wenig gebraucht mit ihren Ideen. Hier hat sich gezeigt, dass das Spiel Online funktioniert, aber am Tisch mit Karteikarten besser klappen würde. Vermutlich müsste man aber so einfach ein anderes Tool nutzen, da muss ich noch etwas Recherche betreiben. Trotzdem waren die Ideen von allen super und wir hatten unseren Spaß. Das mit dem „leicht kompetitiven“ Ansatz muss man mit einem zwinkernden Auge sehen, es wurde mitgefiebert, wer welchen Kartenwert bekommt (weil das dann im Finale relevant ist), aber ansonsten baut man gemeinsam das Setting und es gab interessante Vorschläge und Ergänzungen, direkt Tools, wie etwa die Lenses in Microscope, gibt es aber nicht.

In der zweiten Runde waren dann alle gut dabei und haben fleißig ihre Ideen gesponnen. Interessant war hier vor allem, dass wir durch die einzelnen Gebäude auch viel über die soziale Struktur der Ortschaft erfahren haben. Zum Schluss wurden alle Kartenwerte addiert und ich durfte den Sitz der Macht in der Ortschaft kreieren, welcher unter der Fuchtel der Soldaten lag. Direkt nach dem Spiel wurde ich gleich gefragt, wann wir in dem Setting jetzt spielen, denn wir hatten zusammen eine sehr kohärente Stadt gebaut mit absolut fantastischen Ideen, interessanten Rivalitäten und Spannungen, aber eben auch sozialen Strukturen und möglichen Plots.

Ich kann nur sagen, dass B, F&B sein Geld (5$ für die PDF) absolut Wert war und auch wenn es nicht so umfangreich wie ein Microscope ist, man damit in sehr kurzer Zeit (wir haben zu fünft für zwei Runden etwa eine Dreiviertelstunde gebraucht) eine Ortschaft mit Leben füllen kann. Das Prinzip lässt sich auch beliebig in ein anderes Setting bringen, man braucht nur eine leere Karte einer Ortschaft (es würde sicherlich auch mit einer Gebiets- oder Sternenkarte funktionieren) und ein paar Fraktionen, die man aus einem Setting übernehmen oder selber erschaffen könnte. Mein Beispiel hier wäre Blades in the Dark, wo man super die Karte von Doskvol mit den vorhandenen Fraktionen befüllen könnte.

Unsere Karten:


Fazit:

Beak, Feather and Bones macht mächtig Spaß und liefert tolle Ideen. Der Aspekt des gemeinsamen Settingbaus funktioniert in meinen Augen perfekt und wir könnten jetzt direkt in unseren Ort springen, dort spielen und jeder wüsste was ihn erwartet. Mir persönlich gefällt diese Art unglaublich viel mehr als irgendwelche Settingbeschreibungen mit Werten zur Verteilung der Einwohner zu lesen, die meine Spieler dann aber nie so richtig mitbekommen.

Ein Gedanke zu “Beak, Feather and Bone – Fazit

  1. Pingback: Icarus – Fazit | Würfelabenteurer

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