Icarus – Fazit

Wir probieren uns nach und nach durch allerlei Worldbuilding-Games und diesmal ist Icarus an der Reihe. Gemeinsam haben wir unsere Zivilisation kreiert, aufsteigen lassen und dann ihren Untergang betrachtet. Hat sich die Teilnahme am Kickstarter gelohnt?


Spieler:

  • Duck
  • KyoshiroKami
  • Olav
  • Weltanschauer

An sich ist Icarus ein Brettspiel, bei dem man physisch einen Würfelturm baut. Wie bei einem Jenga-Turm fällt irgendwann auch hier das Ganze in sich zusammen und markiert damit den Fall der Zivilisation, die man aufgebaut hat. Der Macher hatte damals beim Kickstarter kommuniziert, dass er auch das Spielen online möglich machen will und entsprechende Mechaniken liefert. Genau diese haben wir jetzt genutzt.

Das Ganze ist auf relativ wenigen Seiten beschrieben, es ist an sich eben ein Brettspiel. Der größte Aufwand für mich war es die Print-and-Play-Spielkarten aus der PDF zu kopieren und in Roll20 als Kartendecks einzufügen. Da ich jetzt aber die Arbeit erledigt habe, habe ich da lange etwas von.

Nachdem man gemeinsam seine Zivilisation kreiert hat und die Säulen von Icarus erstellt hat, geht es an die Charaktergestaltung eines jeden Spielers. Hier darf man sich nicht täuschen lassen, intensives Rollenspiel kommt dabei nicht auf, da man an sich nur die Handlungen des eigenen Charakters beschreibt und was man versucht zu erreichen. Ich fand, dass es eher zum Ausschmücken dient.

Der Spielablauf ist recht einfach und hat gut funktioniert. Hier wurde auch schnell klar, dass durch die Karten aus dem Story-Deck immer mehr Probleme auftreten und die Spieler gar nicht schnell genug hinterher kommen. So gab es bei uns immer mehr Spannungen und Schwierigkeiten, die für eine extrem komplexe Hintergrundgeschichte sorgten.

Nach ein paar Runden war es dann soweit und unser Turm fiel um und es ging darum zu beschreiben, was mit unserer Zivilisation geschah. Das war sehr interessant und wir alle konnten ein positives Fazit aus unserer Runde ziehen. Die Runde war recht kurzweilig, aber der Wiederspielwert ist in meinen Augen recht hoch und dann ist ja da noch der Aspekt des Worldbuilding bzw. der Nutzung von Icarus zum gemeinsamen Weltenbau. Und auch hier bin ich der Meinung, dass mein Riecher richtig war. Es gibt so viele untergegangenen Zivilisationen in Rollenspielen und mit Icarus kann man mit seinen Spielern gemeinsam erleben, wie es zum Untergang kam. Wie schon in Beak, Feather and Bones bekommen so die Mitspieler eine gänzlich andere Perspektive und sehr viel mehr Einblick. Natürlich sind Spieler- und Charakterwissen unterschiedlich, aber allein sagen zu können „Ich weiß genau was diese Ruine war und mein (Icarus-)Charakter war dabei“ ist schon sehr spannend.


Fazit:

Für den Weltenbau kann Icarus eine gute Ergänzung sein und auch sonst macht das Spiel viel Spaß. Hat man einmal die Vorbereitung für eine Online-Runde fertig, dann kann man super eine spontane Runde spielen und eine neue Zivilisation kreieren.

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