The Troubleshooters – Fazit „The Minoan Affair“

Der Kickstarter zu The Troubleshooters läuft und ist durchaus erfolgreich. Wir haben uns das verfügbare Abenteuer aus dem Schnellstarter angeschaut und hatten eine sehr spannende Runde mit sehr unterschiedlichen Meinungen zum System.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • HEXer als Harry Fitzroy, Intrepid Explorer
  • Keen_stress als Paul Marchand, Cat Burglar
  • Timo als Yurika Mishida, Inquisitive Journalist
  • Zorni als Anni-Frid „Frida“ Bäckström, Air Force Officer

Die Runde kam recht kurzfristig doch noch zu Stande, nachdem es lange so aussah, als wenn ich nicht genug Spieler zusammen bekommen würde. Da soweit aber alles vorbereitet war, konnten wir ohne Verzögerung starten. Diesmal habe ich sehr viel in Roll20 eingefügt, gerade die ganzen Abbildungen zu den einzelnen Charakteren und NPCs, um ein entsprechendes Flair zu haben. Die Einführung war wie immer recht kurz bei mir, da ich die benötigten Regeln dann erkläre, wenn sie benötigt werden.

Das Abenteuer war interessant, auch wenn wir nicht alle Aspekte ausgespielt bzw. erkundet haben. Die Gruppe war dennoch erfolgreich und hat das Hauptproblem gelöst. Während des Spiel kam schon ein erster Einwurf, dass weder Comic-Flair noch das Gefühl der 1960er rüberkam. Da diese Zeit weit vor mir war, kann ich dazu nicht viel sagen. Ich fand schon, dass unsere Runde recht Comic-artig war, gerade auf der humoristischen Seite. Auch wurden die Regeln an einigen Stellen moniert, worauf ich im Besonderen eingehen möchte.

Die Grundlage ist das BRP, also die Call of Cthulhu-Regeln, wobei es bei The Troubleshooters keine Attribute gibt. Die Werte für einzelne Fertigkeiten sind teilweise durchaus hoch, wodurch die Chance sie mit einem W100 zu unterwürfeln hoch ist. Neben Fertigkeiten wie Aufmerksamkeit oder Fernkampf gibt es hier auch Status, Kontakte oder Credit mit entsprechenden Werten. Recht oft wurde wegen den positiven und negativen Modifikatoren gefragt. Hierzu wird der Einer-Würfel der zwei W10 betrachtet. Ist er kleiner oder gleich dem Modifikator, dann ist die Probe immer erfolgreich (wenn ein positiver Modikifaktor im Spiel ist) oder immer misslungen (bei einem negativen Modifikator). Ich denke, dass es hier einen deutlichen Unterschied zwischen dem Spiel am Tisch und Online gibt, da man etwa bei Roll20 einfach einen W100 würfeln kann.

Dann wurde bemängelt, dass ein sehr niedriger Wurf nicht besonders gut ist, hier im Speziellen war das in einer Kampfszene. In CoC ist ein Wurf umso besser, je niedriger der Wurf ist und das hat auch Auswirkungen auf den Schaden. In The Troubleshooters hat es grundsätzlich keinen Einfluss, wie tief man unter seinem nötigen Wert würfelt, einzig entscheidend ist da Karma, sprich ein Pasch. Bei einer erfolgreichen Probe hat man gutes Karma und kann etwa einen Minion direkt ausschalten oder den Schadenswurf wiederholen. Wir hatten auch mehrmals den Fall, dass gutes Karma stattfand und einmal auch schlechtes Karma. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass sich die Spieler so daran stören.

Ich persönlich finde die Regeln sehr gut, ich mag CoC und hier hat man eine einfachere Variante der Regeln. Sonst bin ich eher etwas skeptisch was W100 angeht, aber The Troubleshooters hat deutlich höhere Wahrscheinlichkeiten für einen Erfolg gerade mit den Fähigkeiten Ergebnisse zu Flippen, also den Zehner- und den Einer-Würfel zu tauschen. Auch die Story-Punkte gefallen mir, auch wenn die Gruppe wenig von ihren Schwächen Gebrauch gemacht hat, um diese Punkte zu generieren.

Ich denke meine Entscheidung das Spiel auf Kickstarter zu unterstützen war richtig. Ich bin Comic-Fan und mag den Stil von The Troubleshooters. Die Informationen zum Setting und dem Hintergrund des Abenteuers im Schnellstarter reichen, um sehr viele Ideen zu haben, was man für Abenteuer oder gar Kampagnen damit gespielt werden können. Auf der anderen Seite kann ich verstehen, wenn man mit dem Ganzen nicht so viel anfangen kann.

Ein Gedanke zu “The Troubleshooters – Fazit „The Minoan Affair“

  1. Pingback: The Troubleshooters – Fazit „Escape from Mont Blanc“ | Würfelabenteurer

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