Vaesen – Spielbericht „Die Quelle allen Übels“

Nach der Alpha-Version ist seit einer Weile die Beta-Version von Vaesen für die Unterstützer des Kickstarters verfügbar. Es wurde viel aufgeräumt und korrigiert und da das Interesse weiterhin recht groß ist, habe ich eine weitere Schnupperrunde angeboten.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • Aka Lootwig als Spoekel Venn, Okkultist
  • Emontie als Lasse, Vagabund
  • Flixinator als Björn, Privatdetektiv
  • Grayhead als Ulf Bromstroem, Priester

Der Okkultist Spoekel Venn der Gesellschaft hat einen Brief eines Freundes aus Kindertagen bekommen. In dessen Heimat Carlstad grassiert eine mysteriöse Krankheit und es gibt eine potenzielle Verbindung zum örtlichen Priester. Davon alarmiert versammelte sich die Gruppe und entschied, dass man gemeinsam der Sache auf den Grund gehen sollte. Die Reise war recht unspektakulär und führte die Gruppe an den Bahnhof der kleinen Stadt.

Hier schlug der Gruppe eine Aura der Bedrückung entgegen. Ein Passant, niedergeschlagen sichtlich erschöpft wurde angesprochen und klappte dabei einfach zusammen. Sofort wurde er auf eine Bank gelegt, aber er schien einfach erschöpft zu sein. Auf einem Stadtplan schaute Spoekel nach der Straße, in der sein Freund Bertil lebte. Dort fiel ihm auf, dass jemand die alte Krypta übermalt hatte. Ulf schaute am Zeitungsstand nach der heutigen Schlagzeile und konnte sehen, dass der Priester der Stadt, Vater Fardke Ahlung, weiterhin vehement schwarze Magie verantwortlich machte für die Krankheit.

Auf dem Weg zu Bertil konnte man sehr starke Kontraste beim Hausbau erkennen, an vielen Stellen wurde neu gebaut und aus massive Steinhäuser errichtet. Teilweise wurden ganze Straßenzüge erneuert. Hier war die Stimmung ähnlich schlecht wie am Bahnhof. Aber dann gab es immer wieder recht traditionelle Bereiche, in denen das Leben seinen gewohnten Gang zu nehmen schien. Bertil war ein Maurer und die Gruppe konnte sehen, dass er mit den vielen Baumaßnahmen gut verdiente. Er selbst wohnte in einem sehr alten Haus und begrüßte die Gruppe freundlich.

Bei den Gesprächen konnte die Gruppe feststellen, dass es einen sehr starken Konflikt zwischen dem Priester und den Anhängern der alten Wege gab. Bertil selbst war abergläubisch und eine von ihm in Form einer kleinen Schale mit Wein angebotene Opfergabe wurde von einer Fee angenommen. Bertil konnte sie nicht sehen, im Gegensatz zur Gruppe. Und Björn führte ein kurzes Gespräch mit ihr. Dabei erfuhr er, dass die Feen nicht für das Problem verantwortlich seien, aber eine gewisse Dame.

Am Abend machte Lasse noch einen Spaziergang und konnte eine ältere Frau beim Wasserholen aus einem Brunnen beobachten. Sie bot dabei eine Opfergabe und der Vagabund unterhielt sich mit ihr. Die Gruppe entschloss sich bei der nachfolgenden Besprechung sowohl dem Priester als auch Minna Strandberg, der eifrigsten Verfechterin des alten Glaubens, einen Besuch am folgenden Tag abzustatten. Dabei gingen Ulf und Spoekel zu Vater Ahlund und gingen zum herrschaftlichen Haus des Priesters. Beim Gespräch erfuhren sie, dass der Vater einen Hexenprozess gegen Minna initiieren wollte.

Lasse und Björn hingegen besuchten Minna in ihrem altertümlichen Haus und hörten die andere Seite des Konfliktes. Der Priester versuchte sämtliche Zeichen der Hingabe und des Glaubens, die nicht dem Christentum entsprachen zu unterdrücken. Die Dame besaß keinerlei magische Kräfte, war aber ebenfalls ein Wednesday Child und in ihrer Wissenssammlung suchte die Gruppe nach Hinweisen für die Ursache der Krankheit. Dabei stieß Björn auf einen Text in dem es um Quellnymphen ging. Da alle Brunnen ihr Wasser von einer Quelle speisten, aber die Anhänger des alten Glaubens ihre Opfergaben darboten, klang dies am logischsten.

Auf dem Marktplatz traf sich die Gruppe, Ulf wollte für Bertil ein Gastgeschenk kaufen und Björn und Lasse wollten etwas als Tribut für die Nymphe erstehen. Sie besprachen sich und Björn zog seine Schlüsse aus den ganzen Informationen, die sie zusammengetragen hatten. Sie beschlossen zur Quelle der Nymphe zu gehen und mit einem Geschenk ihre Gunst zu bekommen, in der Hoffnung, dass sie das Wasser wieder trinkbar für den Rest der Bevölkerung machte. Die Nymphe wirkte fast wie ein Kind und ließ sich mit Wein, Schnaps und edlen Pralinen besänftigen. Der Gruppe gelang ein Handel und so sollte die Stadt erst einmal wieder zur Ruhe kommen können. Die Differenzen zwischen den Parteien waren allerdings eine andere Hausnummer und bedürfen wohl intensiver Vermittlung.


Fazit:

Wir hatten eine sehr tolle Runde mit sehr viel Rollenspiel und einer gänzlich konfliktfreien Herangehensweise an das Problem. Dieser Weg ist in meinen Augen genau der Richtige bei Vaesen. Ich freue mich riesig, wenn das fertige Produkt bei mir landet.

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