Root RPG – Fazit „The Pellenicky Glades“

Zum Free RPG Day gab es endlich mal wieder etwas Neues zum Root RPG. Mit diesem Booklet ist Magpie Games einen erfrischend anderen Weg gegangen. Wir haben uns ins Abenteuer gestürzt im Anschluss ein ausführliches Fazit gezogen. Und keine Sorge, ich werde nichts spoilern.


Ich liebe Quickstarter, zum einen natürlich um einen Eindruck vom Setting und den Regeln zu bekommen und zum anderen als schnelle Alternative, wenn die eigentlichen Pläne für den Abend den Bach runtergegangen sind. Dabei habe ich schon so manche Enttäuschung erlebt, The Pellenicky Glades gehört aber sicherlich nicht dazu. Im Gegenteil, in meinen Augen sollte ein Quickstart so sein.

 Untypischerweise für ein PbtA gibt es fertige Charaktere in The Pellenicky Glades und nicht einfach leere Playbooks. Dafür kommen die Charaktere aber alle mit Hintergründen, die sie mit der zu besuchenden Lichtung verbinden. Die jeweilige Hintergrundgeschichte war kurz, aber jeder hatte seine eigene Motivation, was er vorhat bzw. mit wem er interagieren will. Das hat bei uns sehr gut geklappt und alle Spieler waren direkt gut involviert.

Auch bei dem „Abenteuer“ geht der Quickstart einen anderen Weg. Es gibt kein direkt fertiges Abenteuer mit festen Szenen oder einer definierten Reihenfolge. Stattdessen bekommt man eine wunderbare, kleine Sandbox. Alles ist kurz beschrieben, von diversen Orten auf der Lichtung, bis hin zu NPCs und ihren Vorhaben. Der Spielleiter überlegt sich bei dem „Problem“ auf der Lichtung (ich will nichts spoilern), wie es dazu kam. Dabei bekommt er Vorschläge, die er aber nicht nutzen muss. Meine Spieler waren an dem Problem nicht sonderlich interessiert, sondern an den Begleiterscheinungen und so brauchte ich mir keine weiteren Gedanken machen, obwohl ich die Vermutung eines Charakters als Lösung genommen hätte. Das wäre für diesen Spieler sicherlich ein Erfolgserlebnis gewesen.

Aber die Spieler hatten eben andere Pläne und haben sich richtig reingekniet. Sie waren echte Vagabunden und haben etwas Größeres aufgedeckt. Auch hier ist der Quickstart exzellent, denn man bekommt zu verschiedenen Elementen den wahrscheinlichsten Ausgang genannt. Der Spielleiter wird nicht im Regen gelassen und muss Pläne aus dem Ärmel schütteln. Ich finde eine offizielle/kommerzielle Sandbox sollte genau so etwas haben, einen ungefähren Ablauf, was passiert, wenn die Charaktere nicht eingreifen.

Meine Spieler waren super zufrieden mit der Runde und hatten viel Spaß. Ich als Spielleiter hatte wenig Aufwand bei der Vorbereitung und konnte mich auf meine Spieler und ihre Vorhaben konzentrieren. So machen Abenteuer, wenn ich sie nicht selbst schreibe, am meisten Spaß. Man bekommt kurzes, gut aufbereitetes Material und wird dann darauf losgelassen. The Pellenicky Glades erhält von mir eine klare Empfehlung.

Ein Gedanke zu “Root RPG – Fazit „The Pellenicky Glades“

  1. Pingback: Root RPG – Spielbericht #1 „Anfang“ | Würfelabenteurer

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