Twilight: 2000 – Preview 2 „Charaktere“

Wie versprochen gehe ich auf verschiedene Bereiche von Twilight: 2000 ein. Als erstes möchte ich mich der Charaktererschaffung widmen, schließlich funktioniert kein Abenteuer ohne Helden. Legen wir also los.


Twilight: 2000 bietet zwei verschiedene Methoden, wie man seinen Charakter baut. Einmal über Archetypen und zum anderen mittels Lifepath. Die erste Variante kennt jeder, der schon mal ein Spiel der Year Zero-Engine gespielt hat. Hierzu sucht man sich einen der angebotenen Archetypen aus und hat dann verschiedene vorgegebene Auswahlmöglichkeiten, etwa das Aussehen, den Moralcode und welche Spezialisierungen zur Verfügung stehen. Natürlich kann man bei vielen Elementen eigene Ideen umsetzen und ist nicht komplett daran gebunden. Der Archetyp bestimmt auch, welchen Dienstgrad man als Angehöriger von Streitkräften haben kann, dieser wird in der Regel ausgewürfelt. Typisch für den Charakterbau in Spielen der YZE sind die Key Attribute und Key Skills. Nur die dort angegebenen Attribute bzw. Fertigkeiten lassen sich beim Charakterbau besonders hoch steigern. Die Archetypen sind bewusst recht stereotypisch gewählt, dadurch hat man sofort ein Bild vor Augen, was einen erwartet. Zur Auswahl hat man z.B. den Gunner, den Mechaniker, den Officer oder den Zivilisten. Der große Vorteil dieser Variante ist der schnelle Charakterbau.

Möchte man einen komplexeren Charakter, dann nutzt man das Lifepath-System. Wer sich überraschen lassen möchte, der kann direkt loslegen und auswürfeln, wer aber ein genaueres Bild von seinem Charakter hat, der sollte sich die einzelnen Voraussetzungen für bestimmte Karrieren anschauen. Wer etwa Arzt werden möchte, der muss vorher genug studiert haben. Bei jedem Abschnitt steigert der Charakter Fertigkeiten und hat die Chance auf Spezialisierungen. Nach jedem Zeitabschnitt altert der Charakter und über einen Wurf wird entschieden, wann der Krieg ausbricht. Geschieht dies, endet der Charakterbau und man muss eventuell seine großen Pläne aufgeben. Durch diese Variante bekommt man deutlich komplexere Charaktere und direkt mehr Hintergrund.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und die Gruppe sollte gemeinsam entscheiden, für was man sich entscheidet. Gerade kürzere Runden, wie Oneshots oder kurze Kampagnen brauchen nicht immer eine umfangreiche Charaktergenerierung. Oder wenn ein Charakter stirbt und man Ersatz braucht, dann sehe ich das Archetypen-System im Vorteil. Plant man aber eine längere Kampagne oder möchte von Anfang an mehr Tiefgang bei seinem Charakter, dann hat das Lifepath-System die Nase vorne. Ich habe beide Varianten ausprobiert und hatte über die Archetypen innerhalb von knapp fünf Minuten einen spielbereiten Charakter, hierbei ist ein schießwütiger Grunt entstanden. Mit dem Lifepath-System habe ich einen Sanitäter mit einem Händchen für Sprachen und Technik erhalten, was mich insgesamt etwa eine Viertelstunde gekostet hat.

Was mich ein wenig gestört hat, war das ständige Blättern im PDF beim Charakterbau. Die Bestimmung der Hit und Stress Capacity steht in einem anderen Abschnitt des Buches und die Ausrüstung steht fast ganz hinten im Buch. Am nervigsten fand ich allerdings, dass die Anordnung der Werte für Waffen im Buch anders ist als auf dem Charakterbogen. Das hat mich beim Übertragen ausgebremst.

Ein Gedanke zu “Twilight: 2000 – Preview 2 „Charaktere“

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