One Piece Cortex Prime – Spielbericht und Fazit „Die Insel der riesigen Tiere“

Ich habe mich am meine erste eigene Umsetzung mit Cortex Prime gewagt und meine Wahl fiel auf One Piece, was ich ja schon mit mehreren Systemen umgesetzt habe. Und so habe ich mich an eine erste Rohversion gemacht, um zu schauen, ob man denn mit Cortex Prime One Piece gescheit umsetzen kann.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • iTzSchmxlmi als Zabu, der Koch
  • Salvir als Kali Marius III, der Oktopuspirat
  • Cry_dom als Kordas, die Steinfaust
  • Leliarose als Amanu, Wetterfrucht-Nutzerin

Unsere Gruppe befand sich im North Blue und stand gerade erst am Anfang ihrer Piratenkarriere. Sie hatten schon ihre ersten Begegnungen mit der Marine und ein übermotivierter Marinekapitän hatte sich an ihre Fersen geheftet. Als die Gruppe Schüsse aus der Entfernung vernahm, nutze Zabu den speziellen Drachen mit Ausguck des Schiffes und konnte das Marineschiff ausmachen. Es war deutlich zu weit entfernt und die Crew hatte genug Zeit zum Überlegen. Vor dem Schiff befand sich eine Insel, welche eine Art natürliches Steintor besaß. Die Gruppe einigte sich darauf die Kräfte von Amanu für Deckung zu nutzen und dann links an der Insel vorbei fahren zu wollen. Und so beschwor die Teufelsfruchtnutzerin eine Nebelbank, welche so dicht war, dass man die Hand vor Augen nicht sehen konnte.

Die Gruppe nahm ihren neuen Kurs und bekam nicht mit, dass das Marineschiff im Nebel völlig orientierungslos die Felsklippen der Insel rammte. Die Insel war sehr langgezogen und man entschied sich nach einer Anlegemöglichkeit oder Ortschaft Ausschau zu halten und tatsächlich fanden sie eine abgeschirmte Lagune. Kali Marius sprang ins Wasser und schaute nach, ob die Tiefe der Bucht für das Schiff ausreichend war. Nachdem sichergestellt war, dass das Schiff problemlos anlegen konnte, wollte die Crew die Insel erkunden. Zabu hatte vor allem neue Zutaten im Kopf, aber vielleicht bot die Insel ja noch mehr. Also ging es an Land. Nach einigen wenigen Metern Sandstrand begann schon dichter Urwald und der Lärm von unzähligen Insekten lag in der Luft.

Nach einigen Schritten nahm Zabu eine Mücke wahr, welche die Größe eines Kondors hatte. Direkt dahinter befand sich ein ganzer Schwarm davon und hielt mitten auf die Gruppe zu. Mit dem Gedanken, dass man sicher auch Insekten gut essen konnte, stürzte sich Zabu ins Geschehen und wollte die Mücke mit seinem großen Messer köpfen, was ihm auch gelang. Amanu beschwor eine Gewitterwolke und mit zuckenden Blitzen holte sie mehrere Mücken aus der Luft. Bevor Kordas agieren konnte, zog Kali Marius seine sechs Pistolen und durchsiebte den Rest.

Zabu und Kordas brachten ihre Beute zum Schiff und waren kurz unterwegs. Etwas weiter entfernt konnten die restlichen Piraten weitere Mücken ausmachen, doch ein sturmartiger Wind drückte die Bäume auseinander und ein gigantischer, Kakadu-ähnlicher Vogel, ließ sich vom Himmel fallen und verspeiste viele der Mücken. Die Gruppe blieb ruhig, Kali Marius tarnte sich in Erwartung eines Angriffs, aber der Vogel nahm sie nicht wahr und erhob sich wieder in die Lüfte.

Durch die Schneise der Zerstörung konnte man auf einem kleinen Berg ein Schiffswrack erkennen, welches hoch oben lag und langsam verrottete. Ohne nachzudenken rannten die meisten los und wollten das Schiff erkunden.

Das Schiff schien verlassen, obwohl man eindeutig sehen konnte, dass hier noch einige wenige versucht haben sich häuslich einzurichten. Die Crew guckte sich draußen um und konnte den Fluss ausmachen, der sich durch die Insel bahnte. Dann stieß eine riesige Wasserfontäne aus dem Fluss in die Luft und kurze Zeit später eine weitere, ein Stück den Fluss hinauf. Die Crew hatte eine Vermutung wie das Schiff hier oben landen konnte. Auch konnten sie das sinkende Schiff der Marine ausmachen und freuten sich, dass ihr Plan aufgegangen war.

Es näherten sich drei Männer und sie gaben sich als ehemalige Crew des Schiffes zu erkennen. Der Älteste unter ihnen, Salty genannt, erklärte was passiert war und Zabu und Amanu boten den drei Männern an, sie mitzunehmen und von der Insel bringen zu wollen. Dieses Angebot nahmen sie an. Auf die Frage, was es noch interessantes gab, beantworteten sie mit der Information, dass es riesige Kokosnüsse gab. In Erwartung eines schmackhaften Snacks wollte Zabu welche haben. Und so brachen sie auf und fanden einige Palmen mit den Kokosnüssen. Amanu löste einen Sturmwind aus und die Piraten deckten sich mit ihrer Beute ein. Allerdings machten sie mit dem Wind und dem resultierenden Tumult auf sich aufmerksam. Sie nahmen die Beine in die Hand und hinter ihnen tauchte wieder ein riesiger Vogel auf, welcher die Verfolgung aufnahm.

Zabu nutze die Zerstörung durch den Vogel und die herabfallenden Kokosnüsse für einen gezielten Angriff. Auch Kordas, der beim letzten Kampf nicht zum Zug kam und dementsprechend frustriert war, griff jetzt an, wurde aber vom Vogel erwischt. Amanu nahm ihn einem Sturmwind die herumliegenden Teile auf und schleuderte sie dem Vogel entgegen, der danach ordentlich gerupft aussah. Kali Marius feuerte wieder aus allen Rohren und erlegte den Vogel. Schnell schnappten sie sich ein paar Trophäen und Zabu natürlich etwas Vogelfleisch und dann ging es zurück zum Schiff. Die Gruppe hatte klare Vorstellungen, was sie mit all den Sachen machen wollte und es gab ja sicherlich noch viele Inseln auf dem Weg zur Grandline, die erkundet werden wollten.


Fazit:

Was für ein Spaß, das ist wohl die beste Zusammenfassung der Runde. Meine Umsetzung von One Piece hat gut funktioniert, auch wenn wir natürlich noch nicht alles ausprobiert haben. Die Gruppe hatte auch so viel Spaß, dass sie weiter spielen möchten, was wir zeitnah tun werden. Alle waren sehr aufmerksam und haben die Regeln gut aufgenommen, nach den ersten paar Proben wussten alle wie die Würfelpools zusammengestellt wurden und ich musste wenig Hilfestellung leisten. Auch gefiel allen, dass ich auf ihre Ideen und Wünsche eingegangen bin. Letztlich hatte ich nur sehr wenig vorbereitet und der Rest wurde von mir improvisiert. Bei Cortex Prime funktioniert das sehr gut, ein weiterer Punkt, warum ich mich für dieses System entschieden habe.

Ich werde noch keine großen Änderungen an meiner Umsetzung machen, dafür haben wir einfach noch zu wenig gespielt und noch nicht alle Aspekte erprobt. Vermutlich werde ich noch Beziehungen (Relations) mit ins Spiel bringen und vielleicht auch Ressourcen, damit die Spieler auf mehr Möglichkeiten Zugriff haben. Da die bisherigen Gegner noch recht leicht waren, kann ich noch nicht so ganz sagen, ob meine Vorgaben für die Charaktergenerierung passen. Aber das werden wir wohl bald herausfinden.

Ich muss auch sagen, dass wir eigentlich fünf Spieler hatten. Ein Spieler hatte sich nach wenigen Minuten Spielzeit aber bereits zurückgezogen, da ihm das System zu kompliziert war und er andere Erwartungen hatte. Grundsätzlich kann ich die Einsicht, dass man mit einem System nicht klar kommt, begrüßen, zu der Art und Weise des Abgangs möchte ich lieber nichts sagen. Wir hatten trotzdem viel Spaß und noch knapp drei Stunden intensives Rollenspiel. Die Gruppe hat den Weggang als Charaktertod sogar eigenständig ins Rollenspiel eingebaut, was mir gut gefallen hat.

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