Tartarus Gate – Fazit

Mit Tartarus Gate liefern die Macher von Spire und Heart ein interessantes Konzept für Abenteuer ab. Die Idee ist es, dass man in einem Heft sowohl ein komplettes Abenteuer, wie auch herausnehmbare Regeln, Handouts und vorgefertigte Charaktere, bekommt. Es soll nur der Auftakt einer ganzen Reihe solcher in sich geschlossenen Abenteuer sein. Ich will dazu auch ein neues Format versuchen, um potenziellen Spielleitern ein Gefühl für solch ein Abenteuer zu vermitteln. Natürlich muss ich hier eine Spoilerwarnung geben, denn ich gehe auf die Story ein und gebe ein umfassendes Fazit.


Die harten Fakten:

Name: Adventure presents Tartarus Gate

Genre: SciFi, Horror

Umfang: 22 Seiten, plus 44 Seiten Handouts/Charakterbögen/Regeln

Vorbereitungszeit: ca. 45 Minuten

Spielzeit: ca. 5 Stunden (inkl. 20 Minuten Vorbesprechung)

Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • crash als Ted McLight, The Scavanger
  • pan narrans als Vasquez, The Veteran
  • Timo als Jack (in the virtual Box), The Influencer

Allgemeines:

Ich habe am Kickstarter teilgenommen, da mich das Konzept fasziniert hat und ich den Grafikstil des Abenteuers extrem ansprechend fand. Die Idee ein Heft zu bekommen und somit alles für einen oder mehrere spannende Abende zu erhalten, finde ich super. Neben der PDF- und Druckversion, gab es auch jede Menge Digitales, nämlich Abbildungen aus dem Abenteuer zur Nutzung von Virtual Tabletops.

Vorbereitung:

Ich habe das Abenteuer insgesamt zweimal gelesen. Die Informationen finde ich gut aufbereitet und man bekommt schnell einen Überblick über alles. Generell ist die Präsentation einfach phantastisch, man bekommt schöne Handouts, alle Abbildungen haben den gleichen Stil und das Verhältnis von Abbildungen zu Text ist gut gewählt. Wir haben Online über Roll20 gespielt, dazu habe ich die mitgelieferten Assets verwendet, dadurch ging es sehr schnell.

Vorbesprechung:

Direkt zu Beginn hatte ich eine kurze Einführung in die Welt gegeben und wir haben das System kennengelernt. Aufgrund der sehr überschaubaren Regeln, waren wir auch hier sehr schnell. Die Auswahl eines Charakters und die Fragen bezüglich dieser haben uns die meiste Zeit gekostet. Als wir dann alle wichtigen Dinge geklärt haben, konnten wir starten.

Das Abenteuer:

Die Gruppe besteht aus unbezahlten Praktikanten an Bord des Schiffes Charon, welches nach Tartarus Gate fliegt. Jeder erhofft sich eine Anstellung bei der OBOL Corporation, für die sie gerade die Drecksarbeit machen, zu bekommen. Der Einstieg erinnert mich etwas an den Film Alien und ich glaube, dass die Spieler eine ähnliche Einschätzung hatten. Das Abenteuer driftet jedoch sehr schnell in eine andere Richtung. Denn an Bord des Schiffes werden die heruntergeladenen Bewusstseine von Rebellen transportiert. Sie sollen auf Tartarus Gate einer experimentellen virtuellen Hölle zugeführt werden und ewig leiden. Diese Geister lehnen sich dagegen auf und dies verändert Teile des Schiffes, sodass sie wie der Unterschlupf der Rebellen auf der Erde aussehen. Zudem übernehmen die Geister der Rebellen die Kontrolle über eingefrorene Arbeiter der OBOL Corporation und versuchen das Schiff umzulenken. Meine Spieler haben kurz vor dem Ende die Hintergründe aufgedeckt und sich dafür entschieden gegen die Corporation zu agieren und haben das Schiff umgelenkt. Es haben alle Mitglieder der Gruppe überlebt und sie haben sich einstimmig dazu entschieden.

Das Abenteuer wurde von der Gruppe insgesamt sehr unterschiedlich bewertet. Allen hat sowohl das Setting, als auch der grafische Stil sehr gut gefallen. Die Enthüllung der Hintergründe war für die Spieler teilweise schwierig zu verarbeiten, weil es einfach sehr viel war. Ein Spieler hat ein deutlich anderes Abenteuer erwartet, zumindest war seine Erwartung nach dem Beginn des Abenteuers eine völlig andere. Ich persönlich fand das Abenteuer sehr interessant, ich kannte aber natürlich auch alle Hintergründe von Beginn an. Ich fand die Kämpfe sehr schwer und hätte direkt in der ersten Konfrontation mit dem Bösewicht (der erste Kampf des Abenteuers) potenziell die gesamte Crew töten können. Zumindest war mein Würfelglück deutlich höher, als das der Gruppe. Ansonsten hat die Crew sehr intelligent agiert und durch geschicktes Rollenspiel, konnten sie ein paar Waffen von der Coproration erhalten, wodurch sich diverse Probleme besser lösen ließen. Hier war die Gruppe äußerst kreativ und ich habe das belohnt.


Abschließende Worte:

Ich finde Tartarus Gate ist ein sehr solides Abenteuer, mit einigen kleinen Schwächen. Die Geschichte ist ungewöhnlich, aber das macht es für mich interessant. Die Regeln sind sehr leicht, was für mich ebenfalls ein großes Plus sind. Kämpfe sind durchaus gefährlich und sollten mit Bedacht geführt werden. Der absolut ausschlaggebende Punkt ist aber die Präsentation und das Heft an sich, denn dieses 22-seitige Heft enthält noch einmal doppelt so viele Seiten Handouts mit Plänen, den Regeln, vorgefertigte Charaktere und Bilder und Pläne vom Schiff. Ich freue mich auf weitere Bände von Adventure presents.

Ein Gedanke zu “Tartarus Gate – Fazit

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