Orbital – Fazit „Axe-Four“

Während der diesjährigen Fanzine-Aktion von Kickstarter habe ich bei vielen interessanten Projekten zugeschlagen. Das erste Zine, welches ausgeliefert wurde, ist Orbital. Hierbei handelt es sich um ein SciFi-Spiel auf Grundlage von Belong Outside Belonging. Wir haben eine Runde Online gespielt und einen spannenden Abend gehabt.


Die harten Fakten:

Name: Orbital

Genre: SciFi

System: Belong Outside Belonging

Umfang: 32 Seiten, plus 20 Seiten Charakter- und Aspekt- und Stationsblätter

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Spielzeit: ca. 4,5 Stunden

Spieler:

  • Olav als The Signal
  • Zitronentee als The Monitor
  • KyoshiroKami als The Heart

Allgemeines:

Das Kickstarter-Projekt von Orbital hat mich direkt angesprochen, man beleuchtet gemeinsam das Leben auf einer Raumstation. Bei Belong Outside Belonging (BOB) kreiert man gemeinsam die wichtigsten Elemente und neben einem eigenen Charakter auch noch besondere Elemente. Denn statt einem Spielleiter werden Probleme oder generelle Faktoren, wie in diesem Fall der interstellare Krieg, der derzeit wütet, oder die Station selbst, von anderen Spielern verkörpert. BOB-Spiele bietet ein deutlich anderes Spielgefühl, da jeder seine Ideen sehr frei mit einbringen kann und man gemeinsam eine Gruppe oder Gesellschaft erlebt.

Vorbereitung:

Orbital ist ein kleines und recht kurzes Zine. Wer das Prinzip von BOB kennt, der muss sich nur mit den speziellen Dingen von Orbital beschäftigen, in meinem Fall natürlich vor allem die Charakter- und Aspektbögen. Was mir aber die meiste Arbeit abgenommen hat, ist das vom Autor zur Verfügung gestellte Miro-Board. Besitzer von Orbital können dieses Board zum Online-Spielen nutzen. Hier sind alle Regeln und Bögen gut organisiert aufbereitet. Miro ist keine auf Rollenspiel ausgelegte Plattform und man muss sich ein paar Minuten damit beschäftigen, damit man die Steuerung verstanden hat, aber die Zeitersparnis während der Runde empfand ich als sehr groß.

Vorbesprechung:

In Orbital (und BOB allgemein) ist der Charakterbau Teil des Spiels. Zunächst haben wir aber die Station definiert und uns Elemente seiner Struktur und Ausstattung ausgesucht. Das hat viel Spaß gemacht und wir hatten schnell unsere ganz individuelle Raumstation. Sowohl die Charaktergenerierung, sowie deren Vorstellung und Festlegung der Verbindungen zu den anderen Spielern, als auch die Aspekte haben relativ viel Zeit in Anspruch genommen. Bis wir unsere erste Szene gespielt hatten, sind knapp 1 1/2 Stunden vergangen. Ich werde dies für mich für eine weitere Runde, egal ob Orbital oder BOB, berücksichtigen und entsprechend viel Zeit für die Runde einplanen.

Unsere Runde:

Nachdem wir alles definiert und vorgestellt hatten, konnten wir endlich loslegen. Wir haben, aufgrund der Zeit, relativ wenige Szene gespielt und nicht alle Bedrohungen für unsere Station ausmerzen können. Wir hatten trotzdem ein befriedigendes Ende unserer Runde und es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich haben wir uns nicht 100%ig an die Struktur der Szenen gehalten, aber das war dann irgendwann vermutlich der späten Uhrzeit geschuldet. Ich denke, dass es bei einer zweiten Runde deutlich runder laufen wird, einfach, weil man dann schon mit allem vertrauter ist. Ich muss sagen, dass ich zum Ende der Runde ziemlich geschlaucht war. Das Gefühl kenne ich von unserer Runde Dream Apart, BOB ist mit einer kleinen Gruppe relativ fordernd. Dadurch, dass dann eigentlich jeder Spieler Teil jeder Szene (entweder als Charakter oder Aspekt) ist, muss man immer am Ball bleiben. Auch das werde ich bei meiner nächsten Runde berücksichtigen.

Abschließende Worte:

Wir hatten einen tollen Abend und Orbital macht sehr viel Spaß. Ich habe viele wichtige Erfahrungen für meine nächste BOB-Runde gesammelt und freue mich auf diese. Nochmal hervorheben möchte ich das Miro-Board, welches wirklich exzellent geholfen hat und ich würde mir wünschen so ein Board auch für andere Spiele, welche vom traditionellen Rollenspiel mit Würfeln abweichen, zu haben.

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