Broken Tales – Preview

Derzeit gibt es wieder sehr viele spannende und interessante Crowdfundings. Durch Zufall bin ich auf Broken Tales gestoßen. Hier werden Märchenfiguren, eine düstere Alternativversion unserer Welt und ein schnelles System mit viel Freiheit für die Spielerschaft gemischt, also genau mein Fall. Es gibt einen Schnellstarter um einen ersten Eindruck zu gewinnen und ich will die wichtigsten Elemente einmal zusammenfassen.


Bösewichte auf der Suche nach Erlösung

In Broken Tales spielt man ikonischen Bösewichte aus allerlei Märchen und Legenden, welche durch einen Wunsch zu tragischen Helden wurden. Das Spiel liefert eine ganze Reihe an bekannten Persönlichkeiten, etwa die Reinkarnation von Captain Hook aus Peter Pan oder Baba Yaga, die Hexe. Das Grundregelwerk liefert aber auch Regeln, um seinen eigenen Antihelden zu kreieren, darauf bin ich sehr gespannt und freue mich drauf.

Verkehrte Welt

Wenn die einstmaligen Schurken die Welt retten sollen, wer sind dann jetzt die Bösewichte und Antagonisten? Ja, es sind die einstigen Helden aus den Märchen, welche jetzt in einer düsteren Form die Welt heimsuchen.

Unsere Welt, aber anders

Broken Tales spielt in einer alternativen Version von Europa im Jahre 1770. Auf Geheiß von Papst Clemens XIII. wurde der Orden ins Leben gerufen, der die Monster und Wesen in den Schatten jagen. Vieles spielt sich dabei auf dem Land ab, wo die Bevölkerung lebt, allesamt recht einfach, voll von Aberglaube und Ängsten.

Beschreibungen, Geschenke und Dunkles Ego

Das System von Broken Tales heißt Monad Echo und wurde stark vereinfacht. Charaktere bestehen aus Beschreibungen, die viel Hintergrundwissen geben und aufzeigen was die Stärken und Schwächen sind. Dazu gibt es Geschenke, welche ähnlich wie Moves aus PbtA-Spielen den jeweiligen Helden besondere Dinge tun lässt. Mir gefällt das Geschenk der Reinkarnation von Captain Hook sehr gut. Er kann die Bestie, an die er seine Hand verloren hat, in einer Szene auftauchen lassen. Dieses will mehr von ihm probieren und er kann dies zu seinem Vorteil nutzen. Die Fähigkeit des Dunklen Egos zeigt, wer die Person früher war und hat ist sehr mächtig.

Aufs Minimum reduziert

In Broken Tales würfeln nur die Spieler und das in zwei Fällen: Erstens, wenn dem Charakter etwas im Weg ist (sei es ein Gegner oder eine Gefahr), dann macht er einen Positionswurf; oder zweitens, wenn etwas in die Handlung des Charakters eingreifen und ihn stören kann, dann macht er einen Verteidigungswurf. Passt eine Beschreibung des Charakters, dann erhält man direkt drei Erfolge, wenn nicht, dann nur einen Erfolg. Jetzt kann der Spieler Soma-Punkte, eine Ressource, eins zu eins für zusätzliche Erfolge eintauschen und/oder er kann würfeln. Die Anzahl an Würfeln bleibt dem Spieler überlassen, aber würfelt er nur eine einzige Eins, dann ist die Probe misslungen. Jeder Würfel mit einer zwei bis sechs gilt als zusätzlicher Erfolg.

Fiction first

In Broken Tales liegt der Fokus stark auf den Helden und der Erzählung. Die Spieler entscheiden auch, wie sie vorgehen und können Zwischenspiele einfordern, kleine Pausen in denen sie Soma regenerieren oder Wunden heilen. Dabei läuft die Handlung im Hintergrund aber weiter und ein Antagonist könnte seinem Ziel näherkommen.

Des Spielleiters Werkzeuge

Orte, Szenen, Gefahren und NPCs sind sehr kurz und prägnant beschrieben und können vom Spielleiter auch aus dem Hut gezaubert werden. Das Spiel liefert eine ganze Reihe an vorgefertigten Abenteuern, welche auf bekannten Märchen basieren. Der Schnellstarter gibt einen guten Eindruck, wie die Abenteuer aufgebaut sind. Dadurch, dass alle Handelnden und vor allem der oder die Antagonisten, braucht der Spielleiter nur wenig Material an die Hand, um leiten zu können. Auf der anderen Seite werden diejenigen, die umfangreich beschriebene Abenteuer haben wollen, hier nicht auf ihre Kosten kommen.


Fazit:

Wir müssen das Abenteuer aus dem Quickstart noch spielen, aber Broken Tales vereint viele interessante Dinge, die mich als Spielleiter ansprechen. Gerade das sehr schnelle und einfache System macht Platz für viel Rollenspiel und das Ganze dann auch noch mit dem Märchen-Hintergrund klingt sehr verlockend.

Ein Gedanke zu “Broken Tales – Preview

  1. Pingback: Broken Tales – Fazit „Red-Hood Iskra“ | Würfelabenteurer

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