Crescent Moon – Preview

Bei der diesjährigen Zine Quest gab es viele interessante Projekte. Für mich persönlich war Crescent Moon das interessanteste Zine, weil es einfach so viele Knöpfe bei mir drückt: inspiriert durch Forged in the Dark, Elemente aus Mausritter und Powered by the Apocalypse (PbtA), grandioses Artwork und Kinder als Charaktere. Jetzt gibt es endlich spielbares Material und darum gibt es von mir einen Überblick in Form einer Preview.


Reise im Tagtraum

In Crescent Moon befinden sich die Charaktere in einer anderen Welt, voller Geheimnisse und ständig im Wandel. Hier gibt es sprechende Tiere, mythische Wesen, aber auch andere Menschen, die es hierher verschlagen hat. Die Welt des Tagtraumes zu bereisen, erkunden und vielleicht auch von hier wieder zu verschwinden ist Teil des Spiels.

Dunkelheit gegen Sternenlicht getauscht

Das System von Crescent Moon ist stark von Forged in the Dark (basierend auf Blades in the Dark) inspiriert. Der „Fiction first“-Ansatz wird hier ebenfalls großgeschrieben, die Charaktere besitzen aber nur drei Traits: Fortitude, Insight und Spirit. Je nach Position (im Spiel Ground genannt) werden aber neben W6 auch W8 oder W4 benutzt. Der jeweils höchste Würfelwert wird dann herangezogen, eine Sechs oder mehr ist ein Erfolg (genannt full hit), eine Vier oder Fünf ist ein knapper Erfolg (genannt hit), eine Drei oder weniger ist ein Fehlschlag (genannt miss). Würfelt man mehr als eine Eins, dann hat man einen kritischen Erfolg (genannt double).

Monde statt Uhren

Sehr toll fand ich die Idee, die aus FitD bekannten Uhren umzuändern. In Crescent Moon gibt es Monde mit mehreren Segmenten (Drei bis Fünf) zur Darstellung von Fortschritt, nähernden Gefahren und Ähnlichem. Auch die grundsätzliche Struktur des Spiels, also die Einteilung in Phasen wurde aus FitD übernommen, aber auch ein wenig angepasst.

Die Kinder und ihre Erinnerungen

Im Gegensatz zu FitD gibt es keine Playbooks. Stattdessen gibt es eine klassische Charaktergenerierung. Es gibt eine Vielzahl an Bögen und Handouts mit Fragen und Tabellen zum Weltenbau und Kreierung des Hintergrundes der Charaktere und hier bekommen die Charaktere alles Nötige mit. Ein wichtiges Element sind die Erinnerungen, die zum Beeinflussen von Würfen und als Ressource verwendet werden.

Die Verbindung und die Macht der Freundschaft

Anstatt einer Crew hat die Gruppe in Crescent Moon eine Verbindung. Im Playtest gibt es derzeit eine spielbare Verbindung, die Familie. Auch hier gibt es Fertigkeiten, welche die Gruppe nutzen können, die Auswahl der Verbindung hat Einfluss auf den Ton des Spiels und auch welche Elemente wichtig für die Gruppe sind. Charaktere haben untereinander einen Freundschaftwert, der mit Würfeln dargestellt wird. Beim Unterstützen von Anderen, wird dieser zusätzlich gewürfelt.

Kleine Kärtchen

Das Inventarsystem ist klar von Mausritter inspiriert. Ausrüstungsgegenstände, Magie und Zustände werden durch kleine Karten dargestellt. Die Nutzung dieser Objekte ist sehr einfach und die Abnutzung und Reparatur ist sehr übersichtlich und einfach umgesetzt. So macht Inventarmanagement Spaß. Neben normalen Objekten, gibt es auch Trinkets (Objekte mit besonderen Fertigkeiten), Sternenteile zur Nutzung von Magie und Funken, welche versteckte Talente der Charaktere darstellen.

Spielzüge

Im Gegensatz zu FitD, gibt es in Crescent Moon auch Spielzüge, wie man es aus PbtA-Spielen kennt. Diese Spielzüge sind für spezielle Ereignisse, etwa, wenn man einem anderen Charakter sein Herz öffnet, sich mit seinen Erinnerungen beschäftigt oder wenn man eine Session beendet.

Anleitung zum Online-Spielen

Crescent Moon arbeitet mit den Kärtchen, aber auch Notizzetteln, Handouts und Token. Um dies auch Online realisieren zu können gibt es eine sehr umfangreiche Anleitung, wie man diese Elemente über Miro darstellen kann. Es gibt also keine Ausrede, das Spiel nicht ausprobieren zu können, weil man nicht an einem Tisch sitzen kann.

Kindgerechtes Spielen

Trotz aller Widrigkeiten, denen sich die Charaktere erwehren müssen und dem Gefangensein in einer anderen Welt, ist Crescent Moon immer auf das Positive fixiert. Dies und das schöne Artwork machen es ideal zum Spielen mit Kindern. Jede der Verbindungen hat eine empfohlene Altersangabe und, wenn man bedenkt wie sehr meine Tochter schon meine Mausritter-Box beäugt hat, ich weiß, dass ich Zuhause bereitwillige Spieler habe. Zumindest, wenn meine beiden Kinder größer sind.


Fazit:

Crescent Moon vereint viele tolle Dinge miteinander: das FitD-Grundgerüst, Moves wie in PbtA, Inventare wie in Mausritter und die verschiedenen Würfel bei der Position und den Freundschaftswürfeln haben ein wenig etwas von Cortex Prime. Wem diese Schlagworte zusagen, der sollte sich Crescent Moon definitiv einmal anschauen, zumal die Playtest-Materialien zur kostenlosen Verfügung stehen. Ich plane schon an einer kleinen Probekampagne und freue mich riesig darauf.

Ein Gedanke zu “Crescent Moon – Preview

  1. Pingback: Crescent Moon – Spielvorstellung | Würfelabenteurer

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