The Deittman Files – Spielvorstellung

Bei den Zine Quests von Kickstarter sind immer wieder Powered by the Apocalypse-Spiele (PbtA) dabei, was mich natürlich sehr freut. Auch The Deittman Files ist ein PbtA, in welchem man auf Geisterjagd geht.


Die Welt:

The Deittman Files spielt in einer alternativen Version unserer Welt, in der Geister existieren. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Ermittlern oder übernatürlich begabten Menschen und gehen allerlei Phänomenen, Geistersichtungen oder auch Verbrechen nach.

Das Spiel:

The Deittman Files basiert auf PbtA und ist somit ein auf Narration fokussiertes Spiel. Gewürfelt wird, wenn während der Erzählung ein Spielzug getriggert wird. Dann werden zwei sechsseitige Würfel benutzt und das laut Spielzug verwendete Attribut addiert oder subtrahiert. Eine 6 oder weniger ist dabei ein Fehlschlag und er Spielleiter erzählt die Konsequenzen. Bei einer 7 bis 9 erreicht der Charakter einen Teilerfolg oder Erfolg mit Haken und bei einer 10 oder mehr einen kompletten Erfolg.

Es gibt in The Deittman Files nicht die klassischen Playbooks, sondern einen Charakterbogen und verschiedene Klassen zur Auswahl. Die Klassen sind dabei in zwei Kategorien, nämlich Ermittler und Übersinnliche. Jeder Spieler kann für seinen Charakter Punkte frei auf die fünf Attribute verteilen. Klassenspielzüge werden mit Punkten gekauft, wobei man auch bei anderen Klassen einkaufen kann. Bei den Übersinnlichen hat man die Wahl zwischen acht Klassen, wie etwa dem Hellseher, dem Medium oder dem Exorzisten, bei den Ermittlern gibt es zehn Klassen, wie dem Skeptiker, dem Jäger oder dem Okkultisten. Der Geist ist eine spezielle Klasse, sollte ein Ermittler dahinscheiden, kann man so immer noch weitermachen.

The Deitmann Files ist grundsätzlich auf Oneshots ausgelegt. Die Gruppe kommt dabei zusammen, etwa, weil der Namensgeber des Spiels sie beauftragt, geht dem Mysterium auf den Grund und versucht es zu lösen. Der Spielleiter kann weitere Punkte zum Kauf von Spielzügen geben und so eine gewisse Entwicklung der Charaktere ermöglichen, wobei explizit erwähnt wird, dass die Charaktere dann irgendwann zu fähig werden und das Spiel zu leicht wird.

Spannend finde ich die Sechster Sinn-Punkte, die jedem Charakter zur Verfügung stehen. Mit ihnen kann man automatische Erfolge erzielen. Grundsätzlich sind die Auswirkungen von Spielzügen ja das interessante an PbtA-Spielen und ich muss diese Mechanik erst einmal im Spiel erleben, um zu entscheiden, ob sie nicht ein wenig viel aushebeln kann.

Das Zine:

The Deitmann Files ist auf Englisch und ist vollfarbig. Das eigentliche Zine umfasst 62 Seiten, dazu kommen bei der PDF noch einmal 67 Seiten mit drei Abenteuern. Die Abenteuer haben sehr viele Karten, Handouts und Bilder, was mir sehr gut gefällt. Als Spielleiter kann man so schnell und ohne viel Vorbereitung direkt einsteigen.


Für wen ist Deittman Files etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die gerne Oneshots mit einem schnellen System spielen
  • Für Leute, die gerne das Übernatürliche erkunden
  • Für Spieler, die auf (mechanische) Charakterentwicklung verzichten können

Für wen ist Deittman Files etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die längere Kampagnen spielen möchten
  • Für Leute, die den Fokus eher auf Kämpfe und Monsterjagd legen
  • Für Spieler, die komplexe Charaktererstellung und –entwicklung wünschen

Ein Gedanke zu “The Deittman Files – Spielvorstellung

  1. Pingback: External Containment Bureau – Spielvorstellung | Würfelabenteurer

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