Bucket of Bolts – Spielvorstellung

Berühmte Raumschiffe haben meist eine bewegte Geschichte und auch den einen oder anderen Kapitän überdauert. Genau solche Geschichte kann man mit Bucket of Bolts erleben, und zwar aus Sicht des Schiffes. Ich möchte euch dieses Zine einmal genauer vorstellen.


Die Welt:

Mal Davon abgesehen, dass es in Bucket of Bolts (BoB) Raumschiffe gibt und wir uns deshalb in einem SciFi-Setting bewegen, gibt es keinerlei Vorgaben in BoB. Als Gruppe selbst definiert man die Erbauer und die Welt um das eigene Schiff. Dadurch kann man BoB in so ziemlich jedes Setting, egal ob es ein bestehendes Setting ist (z.B. Star Wars) oder ein Eigenbau. Ich zähle solche Spiele gerne zu den Weltenbau-Spielen (wie etwa Microscope oder Beak, Feather and Bone), da man die Ergebnisse einer Spielrunde sehr gut in andere Runden einfließen lassen kann. Warum also nicht beim nächsten Sci-Fi-Spiel die Hintergrundgeschichte des eigenen Schiffes genauer beleuchten? So weiß jeder Mitspieler genau, was die eigene Rostlaube alles schon erlebt und überlebt hat.

Das Spiel:

Bucket of Bolts ist spielleiterlos, jeder in der Gruppe ist gleich berechtigt. Es gibt auch keinerlei Proben oder Mechaniken zur Konfliktlösung. Stattdessen sind alle Fragen im Spiel so gestellt, dass der Ausgang klar ist, man aber gemeinsam die Umstände und den Hintergrund definiert. Dies geschieht rein erzählerisch.

Gemeinsam definiert man zunächst das eigene Schiff, gibt ihm Merkmale und bestimmt wer das Schiff erbaut hat. Das Spiel ist in drei Akte geteilt, in denen man verschiedene Kapitäne zur Auswahl hat. Die Gruppe beantwortet zu den Kapitänen, aber auch zum Schiff Fragen und baut so die Geschichte aus. Es gibt verschiedene Tabellen zum Lauf der Zeit und den damit verbundenen Veränderungen, aber auch zu Errungenschaften, Fehlern und was der Zahn der Zeit dem Schiff antut.

Zwischen zwei Kapitänen wird eine Pause gemacht. Die Gruppe hat mehrere Längen zur Auswahl in der sich jeder ausruht. Passend dazu gibt es einen Link zur musikalischen Untermalung.

Im letzten Akt ist die Gruppe etwas freier, wann sie genau das Spiel beenden will. Die ersten beiden Akte enden jeweils nach zwei Kapitänen. Wer das Schiff in einem anderen Spiel nutzen will, der lässt den Epilog weg und kann sich an der tollen Hintergrundgeschichte des eigenen Schiffes erfreuen.

Das Zine:

Bucket of Bolts ist auf Englisch, vollfarbig und der Regelteil umfasst sechs Seiten, der eigentliche Spielinhalt umfasst elf Seiten. Das Layout ist sehr übersichtlich und gut lesbar. Sehr gut gefällt mir, dass man ohne Probleme direkt anfangen kann loszuspielen.


Für wen ist Bucket of Bolts etwas:

  • Für Spieler (und Spielleiter), die Spaß an Hintergrundgeschichten haben
  • Für Leute, die gerne selbst kreativ sind
  • Für Spieler, die Worldbuilding mögen

Für wen ist Bucket of Bolts nichts:

  • Für Spieler (und Spielleiter), die Mechaniken für Konfliktlösung brauchen
  • Für Leute, die lieber Charaktere als ein Schiff verkörpern wollen
  • Für Spieler, die eher klassische Rollenspiele mögen

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