Flabbergasted! – Preview

Ich finde Spiele, welche ihren Fokus nicht auf Kämpfe legen, immer wieder erfrischend. Genauso ein Spiel ist Flabbergasted, welches vor kurzem auf Kickstarter finanziert wurde. Dazu kommt ein toller Grafikstil, der mein Interesse geweckt hat. Ich habe mir Flabbergasted! Einmal angeschaut und möchte es euch vorstellen.


Willkommen in den 20ern

Die Welt von Flabbergasted ist von unseren 1920ern inspiriert. Es ist eine Zeit von starken Veränderungen, natürlich mit ein paar Anpassungen und dem klaren Fokus auf Spaß und Unbeschwertheit. Der Quickstart gibt eine ganze Reihe an Serien und Filmen an, etwa Downtown Abbey, um sich etwas Hintergrundwissen zu verschaffen. Auch bekommt man nützliche Links zur damaligen Sprache, Musik und Mode. Generell ist das PDF sehr gut gemacht, denn es ist komplett interaktiv, voller Verlinkungen und diverse Abbildungen sind direkt herunterladbar.

Das Ensemble

In Flabbergasted spielt man einen von vier Archetypen, den Aristokraten, den Bohème, den Wohlhabenden oder dem Helfer. Jeder Archetyp hat seinen eigenen Fokus, bestimmt wie viel er Geld er hat und welche Eigenschaften hervorstechen. Jeder Archetyp hat seinen eigenen Charakterbogen, da jeder seine eigenen Scene Cues, also Szenenhinweise, besitzt, was insgesamt ein wenig am Moves von Powered by the Apocalypse (PbtA) erinnert. Mit diesen Hinweisen kann man das Geschehen beeinflussen, der Aristokrat kann etwa mit „Call on the Help“ seine Bediensteten zum Handeln anweisen und solange es Sinn macht, werden sie alles daran tun, die Befehle auszuführen. Hinweise besitzen eine Stufe von 1 bis 3 und können so oft eingesetzt, wie man Stufen darin besitzt.

Der Club

Als Gruppe ist man Teil eines eigenen Social Clubs und verteilt diverse Rollen an die Gruppe und NPCs. Man hat ein Thema und entsprechende Rivalen, im Quickstart ist es ein Tee-Club und ein Kaffe-Club als Rivalen. Man steckt sich Ziele und bekommt vom Spielleiter passende Herausforderungen, um in Ansehen zu steigen und mehr Mitglieder anzuziehen. Der Club als solches erinnert mich an die Crew in Blades in the Dark (BitD), denn auch der Club kann verbessert werden und neue Räumlichkeiten erhalten.

Running the Show

Was ich unglaublich spannend fand am Schnellstarter ist der Spielverlauf. Es gibt keine detaillierte Beschreibung von Szenen, Problemen oder Ähnlichem. Stattdessen wird eine komplette Kampagne direkt auf die vorgefertigten Charaktere skizziert. Wer eigene Charaktere hat, der kann mit deren Kontakten und Hintergründen anhand der Beispiele ohne Probleme eine Kampagne füllen. Ich kann mir vorstellen, dass sich einige ein komplett vorgefertigtes Abenteuer wünschen, aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass solche Abenteuer nur bis zum ersten Kontakt mit den Spielern bestehen bleibt. Daher finde ich diese Art des Schnellstarters sehr erfrischend.


Fazit:

Ich habe Flabbergasted bei Kickstarter unterstützt, um vielleicht endlich mal meine Frau dazu zu bekommen bei uns mitzuspielen. Bei vielen Covern von Rollenspielen sagt sie, dass sie diese zu gruselig findet und ich weiß, dass sie generell wenig von Gewalt in Spielen hält. Aufgrund des Artwork, der leichten Regeln und dem Fokus auf Sozialem denke ich, dass Flabbergasted ein guter Einstieg wäre.

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