Fabula Ultima – Preview

Ich bin durch Zufall auf Fabula Ultima gestoßen, einem italienischen Rollenspiel, welches im Jahr 2022 eine englische Übersetzung bekommen soll. Als Vorgeschmack gab es dieses Jahr zum Free RPG Day den Schnellstarter von Fabula Ultima und ich konnte ein gedrucktes Exemplar ergattern.


Von JRPGs inspiriert

Fabula Ultima wird als TTJRPG bezeichnet, also inspiriert von japanischen Videorollenspielen wie Final Fantasy oder Bravely Default. Ich bin großer Fan von JRPG und deshalb sofort interessiert. Das Artwork auf der Vorderseite könnte direkt aus Octopath Traveller stammen. Der Schnellstarter, „Press Start“ genannt, funktioniert deutlich anders, denn es hat feste Szenen und in jeder Szene werden, wie in einem Tutorial eines Videospiels, neue Gameplay-Elemente vorgestellt und erklärt. Wie die Szenen selbst ausgespielt werden bleibt der allerdings der Gruppe offen.

Charaktere

Charaktere in Fabula Ultima besitzen vier Attribute (Dexterity, Insight, Might und Willpower), welche einen Würfelwert von W6 bis W12 haben können. Für eine Probe werden jeweils zwei Attribute genommen und die Summe des Würfelergebnisses mit einer Schwierigkeit verglichen, bei einem Wurf kann ein Attribut auch doppelt verwendet werden, wenn es zu der Probe passt (z.B. zweimal Insight, um etwas zu analysieren). Fabula Ultima hat viele „moderne“ Mechaniken, etwa Beziehungen zu anderen Charakteren und ein sehr cooles Inventar-System, wo man mit Punkten Heiltränke und ähnliches einfach aus der Tasche zaubert, statt über alles Buch zu führen. Absolut passend sind die Icongrafiken für Waffen und Ausrüstungen, die im Pixelart-Stil sind, da kommen bei mir richtig Erinnerungen hoch. Die besonderen Angriffe, Magie und Ähnliches werden durch Fertigkeiten abgedeckt, welche in der Regel Mind Points, also quasi Mana, kosten. Bei einem erfolgreichen Angriff wird der Schaden direkt aus dem Wurf gezogen, man nimmt den höchsten Würfel und addiert dann einen festen Schadenswert der Waffe dazu.

Ryuutama

Das System von Fabula Ultima erinnert mich recht stark an Ryuutama, welches mir ebenfalls gut gefallen hatte. Ryuutama hatte allerdings den Fokus auf Reisen und hat den Kampf sehr stiefmütterlich behandelt, wodurch dieses nicht so viel Spaß gemacht hatte. Kämpfe in Fabula Ultima gehen recht schnell, auch wenn die Lebenspunkte bei allen Beteiligten recht hoch wirken.

Eigene Welt

Es gibt im „Press Start“ immer wieder Abschnitte, wo die Spieler Fragen zur Spielwert selbst beantworten und so ihre völlig eigene Welt draus machen. Das finde ich absolut klasse. Später wird dann erklärt, dass die vorgestellte Welt nur ein Beispiel ist und die Gruppe im eigentlichen Grundregelwerk ihre eigene Welt baut. Ich war mir nicht sicher, ob das Spiel eine vorgefertigte Welt liefert, aber wenn man das Worldbuilding selbst übernehmen kann, dann ist das für mich ein großes Plus.


Fazit:

Der Schnellstarter von Fabula Ultima liefert einem 50 Seiten mit einer sehr umfangreichen Anleitung zu den wichtigen Elementen des Spiels. Allein das Ganze zu lesen hat schon richtig Spaß gemacht und die bisher vorgestellten Elemente (es wird noch viele weitere Regeln geben, etwa zum Crafting) sind JRPG durch und durch. Ich kann es ehrlich kaum erwarten das komplette Regelwerk in meinen Händen zu halten.

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