Neuer Einsteigerleitfaden – OSR

Der Begriff OSR ist in letzter Zeit wieder in aller Munde und ich möchte einen Anstoß durch den Blog Obskures.de aufgreifen. Es gibt sehr geteilte Meinungen zum Revival der Old School-Spiele, das ist verständlich. Ich gehöre zu der Fraktion, die durchaus ihren Spaß mit solchen Spielen haben und zwar aus dem gleichen Grund wieso ich PbtA-Spiele mag. Die Regeln sind einfach zu lernen, sie sind erzählorientiert und sie haben einen Riesenvorteil: Wer das Grundprinzip und die Basisregeln verstanden hat kann sein Wissen auf quasi alle diese Spiele anwenden. Dazu kommen die Einsteigerfreundlichkeit, der geringe Preis (teilweise sogar komplett kostenlos) und dazu die Tatsache, dass alle Spiele eher auf Sandbox ausgelegt sind, man bekommt das Grundgerüst und kann dann seine eigene Welt zurechtbauen und sich als Spielleiter vieles selbst ausdenken.

Natürlich ist das nicht für jeden was und es gibt genügend Rollenspieler, die ein ausgearbeitetes Setting oder komplexere Regeln haben möchten, aber ich bin der Meinung, dass gerade Einsteiger mit OSR einen guten Einstieg in das Hobby haben ohne sich tonnenweise Text durchlesen oder hunderte Regeln auswendig können zu müssen.

Es bleibt jedem selbst überlassen, was er vom Thema OSR hält, aber wer in die Materie eintauchen will, für den habe ich einen Einsteigerleitfaden erstellt mit einigen interessanten Spielen und dem ein oder anderen Juwel und ein paar Hilfen.


 

Linkliste:

Zum Einsteigerleidfaden – OSR

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3 Gedanken zu “Neuer Einsteigerleitfaden – OSR

  1. Hi!
    Danke für den Leitfaden. Ich habe selber wenig Ahnung von der OSR (und bin auch einfach kein Fan), aber ich habe vor einiger Zeit etwas recherchiert. Ich bin dabei zu anderen Erkenntnissen gelangt. Bei zwei Sachen will ich nachfragen:
    1. Die Systeme. Swords and wizardry wurde mir bei meiner Suche an zweiter oder dritter Stelle genannt, in etwa gleichauf mit lamentations of the flame Princess. An erster Stelle stand bei meinen Recherchen immer Labyrinth Lord. Du erwähnst weder die lamentations noch den Lord – hat das besondere Gründe? Oder hast du schlichtweg keine Erfahrungen damit?

    2. Die Einfachheit der Regeln. Das sehe ich genau anders. Die OSR Regeln sind nicht einfach, sie sind vor allem alt. Sie sind unstrukturiert und unsystematisch, sind sind überladen mit Sonderfällen und Tabellen. Aber das ist cool. OSR Regeln wollen nicht modern oder einfach sein. Gerade deshalb sind moderne minimal retro Systeme wie World of Dungeons oder microlight20 eben nicht Teil der OSR.

    Soweit meine Erfahrungen,
    Beste grüße
    A.

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    • Hallo,
      zu deinen Punkten:
      1) Mit diesen Systemen, sprich LotFP und LL, habe ich keinerlei Erfahrung. Und ich empfehle grundsätzlich nur Systeme und Spiele, mit denen ich Erfahrung habe. Aber Danke für den Hinweis, dann muss ich mir wohl mal beides ansehen. 🙂
      2) Ich finde die Regeln schon einfach. Dein Punkt ist definitiv legitim, aber gerade S&W fand ich schon sehr übersichtlich. Auch Spiele wie White Lies oder White Star sind in meinen Augen doch einfach und strukturiert. Die Tabellen mag ich aber, da bin ich einfach ein Fan von. 😀

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  2. Vielleicht sollte ich dazu auch mal was Ausführliches auf meinem Blog schreiben. So so wahnsinnig viel, d.h. viele OSR-Spiele habe ich jetzt auch noch nicht spielen können.

    Zu 1) LabLord ist ein Old School Spiel der ersten Generation (da würde „Revival“ tatsächlich passen). Im Wesentlichen ist das die alte Rote Box + die Blaue Box. Kurz: Ein Retroklon. Kann man schon einiges damit anstellen. Es ist definitiv besser organisiert als die alten Boxen und ich bin damit auch besser zurecht gekommen als mit dem „Großen Buch der D&D Regeln“ (Rules Cyclopedia).
    LotFP geht da schon einen Schritt weiter. Es beinhaltet ein 1W6-Protofertigkeitensystem, modifizierte Zauber und ein paar weitere nette kleine Regeltwists. Nichts Großartiges. Besonders gelungen fand ich das „Referee Book“, dessen Neuauflage immer noch in der Mache ist. Das alte gibts im Gegenzug für die „Verzögerungen“ als PDF kostenlos: http://www.rpgnow.com/product/148012/LotFP-Referee-Book-old-Grindhouse-Edition

    Zu 2) OSR-Regeln sind nicht unbedingt einfach und auch nicht unbedingt alt. Da gilt es genau hinzuschauen.
    Adventures Dark & Deep z.B. ist der Versuch „AD&D 2nd, wie es ausgesehen hätte, wenn Gary Gygax nicht aus seiner Firma rausgeworfen worden wäre“ zu präsentieren. Insgesamt ist das noch recht nah an AD&D1 dran. Aber ein einfaches Spiel ist das eher nicht mehr.

    Das DCC RPG oder auch Beyond The Wall nutzen sowohl innovative bzw. Indie-Ideen. Von „alten“ Regeln kann da jedenfalls nicht die Rede sein.

    Crypts & Things, ein Sword-&-Sorcery-Spiel auf Basis von Swords & Wizardry baut seine Regelbasis sehr clever um. „Altmodisch“, „unsystematisch“ oder „unnötig kompliziert“ geht anders. Ich bin sehr gespannt auf die 2nd Edition, die 2016 in der ersten Jahreshälfte rauskommen soll. Ist immer noch mein „to-go“-Spiel für Sword & Sorcery. Trotz Barbarians of Lemuria, Savage Lankhmar bzw. World of Solomon Kane, Malmsturm, Elric! und wie sie alle heißen. Hier noch ne Rezi von Bill „Felix & Gotrek“ King: https://www.blackgate.com/2013/09/28/adventure-in-a-place-of-unholy-shadows-a-review-of-crypts-and-things/

    @ Old School Renaissance:
    Für meine Begriffe geht es da gar nicht so sehr um Regeln, wie uns Ackerknecht oder auch der Einsteiger-Leitfaden weißmachen wollen. Über die Dinge, um die es viel mehr geht, habe ich hab vor Zeiten einen tollen Artikel gefunden, den ich übersetzten durfte:
    http://zauber–ferne.blogspot.com/2015/02/old-times-cruelty-oder-so.html

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