Settingvorstellung – Gods of the Fall

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Ich habe mal wieder ein Kickstarter-Projekt unterstützt und vor kurzem trudelte die PDF von Monte Cooks neuestem Setting ein. Gods of the Fall bringt wieder neues Material ins Cypher-System, diesmal mit einem neuen Setting.


Gods of the Fall kurz und knapp:

Einst lebten die Götter in ihrem Reich Elanehtar und wachten über die Welt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Denn die Sphäre der Götter ist auf die Welt gestürzt und mit ihr stürzte das Reich der Sterblichen ins Chaos. Alles ordnete sich neu und es entstanden neue Strukturen und Herrscher erhoben sich. In all diesen Umständen tauchen Wesen mit besonderer Begabung auf, neue Götter. Doch diese müssen sich erst einmal behaupten und ihre Macht entwickeln.

Das Genre und Setting:

Gods of the Fall ist ein Fantasy-Spiel der besonderen Art. Die Welt muss sich noch an die Umbrüche gewöhnen und in mitten sind die Spieler, die selbst in die Rolle von Göttern schlüpfen. Im Gegensatz zum eigentlichen Grundregelwerk gibt es hier eine festgelegte Welt mit seiner Ordnung und seinen Mysterien. Schaffen die Helden es sich zu beweisen und der Welt eine neue Ordnung zu schaffen? Errichten sie einen neuen Himmel? Oder herrschen sie das Land selbst mit eiserner Hand und unterwerfen die Sterblichen?

Die Regeln:

Gods of the Fall ist ein Setting für das Cypher Regelwerk und benötigt dieses auch zum Spielen. GotF bringt neue Deskriptoren und Foki, die Charaktertypen sind Abwandlungen der aus dem GRW bekannten Typen, allerdings eben direkt mit Flavor abgewandelt. Zusätzlich wählt man eine Domäne (etwa Prophezeiung, Liebe oder Feuer), die der Gott verkörpert. Jeder Spieler hat im Laufe der Kampagne verschiedene göttliche Aufgaben zu verrichten um stärker zu werden und sich als Gott zu behaupten. Außerdem bietet das Setting Hilfen die Kampagne zu gestalten und beschreibt, detailliert wie man es von Monte Cook kennt, die Welt von Gods of the Fall.


Meinung:

Auf alle Fälle bringt Gods of the Fall etwas „Anderes“ mit ein. Natürlich gibt es diverse Spiele in denen man Götter spielt, aber GotF ist deutlich einsteigerfreundlicher und übersichtlicher als etwa ein Exalted. Zudem liefert es einen netten Twist wie ich sie sonst eher nur von den Ubiquity-Spielen kenne. Für Fans von Numenera und The Strange, aber eben auch für Spieler, die mal was Neues ausprobieren wollen ist GotF definitiv die richtige Adresse.


Linkliste:

Seite von Gods of the Fall

MCG bei rpgnow

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Neuer Einsteigerleitfaden – Cypher System

Das Cypher System ist die Grundlage von Monte Cooks Numenera und The Strange. Wer aber nicht in den bestehenden Welten spielen, sondern sein eigenes Ding machen will, der kann zum Universersalregelwerk greifen. Der neueste Teil meines Leitfadens beschäftigt sich mit den Grundlagen des Cypher Systems und was damit möglich ist.


Einsteigerleitfaden – Cypher System

Spielvorstellung – Bubblegumshoe

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Es war schon vor einer ganzen Weile angekündigt, aber ich hatte es nicht mehr auf dem Schirm, umso mehr freue ich mich, dass es endlich erhältlich ist. Bubblegumshoe lässt einen in die Schuhe von jugendlichen Detektiven schlüpfen und Mysterien aufklären, Fälle lösen und den Schulalltag überstehen.


Die Welt:

Bubblegumshoe fasst es auf der ersten Seite ziemlich genau zusammen, es geht um High School Schüler, die in einer modernen, amerikanischen Kleinstadt Mysterien lösen. Als Beispiele nennen die Autoren Werke wie Nancy Drew, Hardy Boys oder Pretty Little Liars. In unseren Gefilden sind die drei Fragezeichen oder TKKG wohl bekannter und bessere Beispiele. Wer hat noch nicht geträumt selber mal auf Spurensuche zu gehen? Und Bubblegumshoe ermöglicht das, zusätzlich zu dem oben beschriebenen Setting liefert es aber noch mehr, nämlich jede Menge Abwandlungen. Ihr wollt er in Richtung Gänsehaut gehen? Kein Problem, auf wenigen Seiten wird hier eine Kleinstadt beschrieben in der es um Horror geht. Und das mitsamt Regelvariationen zur Anpassung. Es soll lieber in Richtung Superheldenerwachen gehen? Kein Problem, dafür gibt es auch eine Modifikation. Somit ist man nicht beschränkt auf unsere Welt oder Regeln, sondern kann Bubblegumshoe so spielen und erleben wie man es gerne möchte.


Das System:

Bubblegumshoe nutzt eine etwas abgespeckte Variante von Gumshoe, was aber nicht bedeutet, dass das System irgendwas einbüßt. Gumshoe ist ein auf Ermittlungen spezialisiertes Regelsystem, welches Ressourcen nutzt. Jeder Charakter, im Buch als Sleuth (zu Deutsch: Schnüffler) bezeichnet, erhält (je nach Spieleranzahl) Punkte für vier Gebiete (Investigative, zwischenmenschliche und allgemeine Fertigkeiten, sowie Beziehungen). Die Fertigkeitsgebiete beinhalten eine Reihe an verschiedenen Skills. Das wichtigste bei Gumshoe ist, dass man die sogenannten Clues (zu Deutsch: Hinweise) ohne Würfelwürfe erhält und somit ist das altbekannte Problem aus anderen Systemen gelöst. Man kann aber Punkte in den Fertigkeiten ausgeben um etwa zusätzliche Informationen oder Vorteile zu bekommen. Gewürfelt wird nur für allgemeine Fertigkeiten und in Auseinandersetzungen. Hier wird ein W6 gewürfelt. Man kann auch hier Punkte aus seinen Pools einsetzen um Boni zu erhalten und seine Chancen zu erhöhen. Die Beziehungen zu anderen Personen können auch genutzt werden, etwa um Zugang zu sonst verschlossenen Arealen zu erhalten, um deren Fertigkeiten für sich nutzen zu können oder sonstige Hilfen zu erhalten. Die Schule und das Schulleben sind ein zentraler Punkt in Bubblegumshoe und so haben sozialer Status, Aktivitäten und Clubs eine Auswirkung auf vieles. Eigentliche Kämpfe werden zwar behandelt, aber es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Gewalt mit Gefängnis oder einen Schulverweis geahndet wird. Stattdessen gibt es soziale Auseinandersetzungen und so fliegen eher die Worte als die Fäuste. Hier kommt wieder der W6 zum Tragen und man kann und sollte seine Pools nutzen um im Rennen zu bleiben.

Daneben bietet Bubblegumshoe viele Hilfen um NPCs zu erstellen, die Stadt zu kreieren und die Welt mit Leben zu füllen. Dabei wird sowohl auf das Kampagnenspiel und somit langfristige Konflikte, Geheimnisse und Plots eingegangen, aber für Oneshots ist es ebenfalls geeignet und es gibt Hilfen und Stats für viele NPCs.


Das Buch:

Ich habe Bubblegumshoe als PDF und das Werk ist auf Englisch. Bis auf das Cover ist alles schwarz-weiß und gut leserlich. Zu Beginn ist die Anrede, die Spieler werden als weiblich angesehen, etwas ungewöhnlich. Dies wurde begründet, dass die meisten Schnüffler weiblich sein sollen. Bubblegumshoe ist ein Standalone-Werk und liefert auf fast 300 Seiten eine Menge Material. Aber der Kern ist auf wenigen Seiten dargelegt und schnell gelesen. Es gibt diverse Sheets für Charaktere, NPCs, die Stadt und Übersichten für den GM. Gerade für Gumshoe-Neulinge ist es eine gute Möglichkeit um in das System zu kommen und der Umstieg dann auf eines der anderen Werke ist deutlich einfacher. Nichts destotrotz bietet das Spiel wirklich viel, zumindest in meinen Augen. Alle Regeln werden mit gut gewählten Beispielen erklärt und animieren zum Weiterlesen.


Für wen ist Bubblegumshoe etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die selbst Schnüffler sein wollen
  • Für Leute, die Geschichten von TKKG, den drei ??? und dem Tiger Team lieben
  • Für Spieler, die durchdachte Regeln wollen

Für wen ist Bubblegumshoe nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die nichts von Ressourcenverwaltung halten
  • Für Leute, die mit Tennie-Problemen nichts am Hut haben wollen
  • Für Spieler, die in einem Spiel auch handgreiflicher sein wollen

Linkliste:

Seite von Bubblegumshoe

Evil Hat Productions bei rpgnow

Würfelgeflüster – Rückblick Mai 2016

Der letzte Monat war etwas sehr ruhig hier. Die Uni hatte mich mal wieder fest im Griff, aber jetzt ist das Gröbste überstanden. Und genau hier ist ein guter Moment um mal den letzten Monat Revue passieren zu lassen und zu schauen, was denn so rollenspieltechnisch alles passiert ist.


Spielrunden:

Die einzige feste Runde die stattfand war Ryuutama, in der ich als Spieler tätig bin. Wir hatten viel Spaß, mussten aber feststellen, dass der Kampf nicht gerade gut ausbalanciert ist und so mussten wir in einem vermeintlich moderaten Kampf fast einen TPK erleben. Zudem steuern wir auf das Finale der Kampagne hin, aus den geplanten vier bis fünf Sessions zum Antesten sind dann doch einige mehr geworden, aber das ist definitiv nicht schlecht. Einzig die Auswahl an Heilkräutern und die Möglichkeiten mit diesen ist mir bis jetzt etwas sauer aufgestoßen, so habe ich selbst ein paar Zutaten kreiert.

Mein Fazit ist durchaus positiv für das Spiel. Es ist zwar sehr regelarm und könnte an einigen Stellen etwas mehr Auswahl/Möglichkeiten bieten, aber für Spiele im Stil von Studio Ghibli passt es sehr gut.

Beyond the Wall durfte sich auch mal wieder beweisen und zeigte, warum es zu meinen absoluten Favoriten gehört. Wir haben das Szenario „Goblin Infestation“ gespielt und alle waren sehr zufrieden.  Der typische BtW-Effekt ist dann wie immer „Können wir das weiterspielen?“, was mich sehr zufrieden stimmt, vor allem bei einem so kleinen System.

Mein Fazit ist auch hier sehr positiv und ich muss dringend selbst ein wenig Material erstellen um meine Gruppen damit zu füttern.

Die letzte Spielsession im Mai war eine Proberunde Iron Kingdoms. Hier haben wir das Szenario „Spirit in the Flesh“ aus der Abenteuer-Reihe „Immortality“ gespielt. Da hier Bodenpläne mitgeliefert wurden empfand ich es als guten Start, zumal mir ja das eigentliche Starterszenario von IK (Fools Rush in) zu leicht war. Die Session verlief gut, allerdings zeigte das System auch einige Logikprobleme (die Gegner haben ein Talent um innerhalb von Sekunden einen Vorderlader nachzuladen). Alles in allem hat es aber Spaß gemacht und die Neugier nach Iron Kingdoms war doch groß.

Als Fazit kann ich ziehen, dass Iron Kingdoms einige gute Alternative ist, wenn man mit Battlemaps und Minis spielen will und eben einen anderen Blick auf Fantasy haben will.


Vorbereitung:

Wir hatten bereits unsere Session 0 für eine Star Wars Force and Destiny-Kampagne und ich bin sehr gespannt wie es läuft. Die Gruppe hat sich die Zeit der alten Republik gewünscht und ich finde die Wahl sehr gut, denn es geht nicht um das Imperium und auch nicht zwangsweise um Sith als Gegner. Die Möglichkeiten sind umfangreich und ich habe viele Ideen für eine interessante Kampagne.


Was lese ich gerade so:

Star Wars Force and Destiny – Als Vorbereitung für unsere Kampagne

Godbound – Der neue Streich von Kevin Crawford, auch wenn es noch eine Betaversion ist macht sie Lust auf mehr

Blades in the Dark – Die zweite Kampagne die bald anlaufen soll und auch hier freue ich mich riesig


Meine größte Überraschung:

Eigentlich gehört das ja in den Monat Juni, aber es passt gerade so gut, das Charakterbau-Kapitel für das neue Conan-RPG ist herausgekommen und ich bin sehr positiv überrascht. Es gibt eine unglaubliche Auswahl und man bekommt einen Charakter mit Tiefgang. Nach dem durchwachsenen Spieltest des Quickstart-Abenteuers bin ich ein kleines Stück weit gehyped für das Erscheinen.

Mein größter Aufreger:

Am meisten aufgeregt habe ich mich echt über die deutsche Google+-RPG-Community. Anstatt von sinnvollen Antworten habe ich bis jetzt nur dumme Sprüche (etwa zur Spielzeit; und ja, es gibt Leute die spielen mittags oder am frühen Nachmittag) und das Zweite ist die mangelnde Bereitschaft mal den Hintern hochzubekommen. Wenn ich mich bereit erkläre ein Spiel näher zu bringen (darum wurde gebeten) und Termine vorschlage, dann verstehe ich, dass nicht alle da Zeit haben. Aber weder Gegenvorschläge zu machen bzw. zu sagen, dass man sich nochmal meldet, weil man die Termine abklären will und dann auf gut deutsch das Maul nicht mehr aufmacht, das finde ich mehr als undankbar.

Mein Fazit ist, dass ich lieber bei den Leuten bleibe, die ich schon im meinem Spielerpool habe und, damit auch die Runden stattfinden, einfach für zwei Spieler etwas anzubieten, denn meist scheitert es ja doch am mangelnden Zulauf von Spielern. Wobei ja merkwürdigerweise dann während der Session oder kurz danach ganz viele auftauchen, die mitmachen wollen/wollten.