Spielvorstellung – The Black Hack

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Endlich wieder mehr Zeit und zur Einleitung gibt es wieder einmal ein Old School-Rollenspiel. The Black Hack wurde über Kickstarter finanziert und zieht schon kurze Zeit nach seinem Erscheinen eine Unzahl an Hacks nach sich.


Keine Welt:

Ja, ihr lest richtig, es gibt keine vorgegebene Welt, kein Setting. Wie in vielen OSR gibt es nichts Vorgegebenes. Aber das muss nicht immer schlecht sein, TBH ist ein Werkzeug um seine eigenen Gedanken und Vorstellungen umzusetzen.

Das System:

TBH orientiert sich an den ersten Rollenspielen aus den 1970ern und ist sehr minimalistisch. Der Kernmechanismus ist einfach, jede Probe erfolgt mit einem W20 und muss unterhalb dem betroffenen Attribut sein. Es gibt keine Saving Throws, stattdessen wird auch hier ein Attributswurf vollführt. Wichtig ist, dann der Spielleiter nicht würfelt, grundsätzlich würfeln nur die Spieler, also wenn ein Angriff auf einen Spieler geschieht, so schaut dieser, ob er sich verteidigen kann. Daneben funktioniert Rüstung auch anders, denn jede Rüstung bietet eine bestimmte Anzahl an Rüstungspunkten. Bekommt man Schaden wird der Schaden durch diese RP reduziert, die Rüstungspunkte sind dann aber bis zur nächsten Rast (eine Stunde Ruhe) verbraucht. Ein weiterer schöner Mechanismus ist der Usage Die. Bestimmte Ausrüstungsgegenstände, wie Fakeln oder auch Munition, haben eine Würfelgröße zugeteilt. Der Spielleiter entscheidet wann ein solcher Würfel geworfen wird (Munition muss nicht nach jedem Schuss geworfen werden, es könnte auch nach einem Kampf sein). Wenn eine Eins oder Zwei geworfen wird, dann reduziert sich die Würfelgröße um eine Stufe, also aus einem W6 wird ein W4 und wenn ein W4 reduziert werden würde, dann ist die Ausrüstung verbraucht. So muss man sich nicht jedes Mal etwas abstreichen für jeden Pfeil, den man abschießt. Das Spiel liefert die vier Standardklassen Krieger, Kleriker, Magier und Dieb, alle mit ihren Eigenheiten. An Magie gibt es hier nur eine Auflistung, da es ein OSR gibt, ist TBH mit fast allen anderen Spielen kompatibel und man kann sich hier entsprechend ergänzen. Trotzdem wäre trotzdem ein wenig ausführlichere Beschreibung der Zauber wünschenswert gewesen. Die Gegner in TBH sind tabellarisch aufgeführt und besitzen neben ihren Hit Die eine kurze Beschreibung ihrer Besonderheiten.

Das Buch:

The Black Hack hat stolze 19 Seiten und ist auf Englisch. Es gibt keine Abbildungen, abgesehen von Charakterbogen. Das Spiel ist minimalistisch, aber die paar Seiten reichen vollkommen aus, dass man sofort loslegen kann.


Für wen ist The Black Hack etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die ihre eigene Welt bespielen wollen
  • Für Leute, die es minimalistisch mögen
  • Für Spieler, die frischen Wind haben wollen

Für wen ist The Black Hack nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die ausführliche Regeln brauchen
  • Für Leute, die ein bestehendes Setting wollen
  • Für Spieler, die viel Umfang haben wollen

Linkliste:

Seite von The Black Hack

Gold Piece Publications bei rpgnow

Settingvorstellung – Ultima Forsan

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Das nächste Setting ist, wie so oft, eine Alternative zu unserer Welt, diesmal aber geht es ins Mittelalter und auch hier sieht es wieder düster aus. Die Menschheit hat mit einer dunklen Macht zu kämpfen und muss reagieren oder wird von ihr konsumiert, es geht um die Pest.


Die Welt:

Wir schreiben das späte Mittelalter, nicht allzu verschieden zu unserer Vergangenheit. Und auch in Ultima Forsan bricht die schwarze Pest aus. Unzählige Menschen sterben und es scheint kein Heilmittel zu geben. Infizierte sterben einen grauenhaften, langsamen Tod, doch der Tod ist nicht das Ende. Kurze Zeit nach dem Tod regt sich der Körper wieder und agiert nach seinen Instinkten. Die Menschen vermuten, dass die Pest versucht weiter zu leben und so den Körper weiter benutzt. Wo die Seuche herkommt weiß niemand, doch die Menschheit muss sich vorsehen und rüsten. Und die Menschen rüsten sich gut, die Rüstungs- und Waffenindustrie erlebt wahre Sprünge. Wer infiziert wird und schnell genug reagieren kann, dem retten eine Amputation das Leben und wer das nötige Geld hat, der kann mit einer mechanischen Prothese gut weiterleben. Andere Menschen haben ein anderes Schicksal, sie erleiden keinerlei Erkrankung von der Pest, aber sie haben ein anderes Schicksal. Denn wenn sie doch einmal sterben, dann werden sie zu Monstern und deshalb werden sie gemieden.

Die Seuche hat aber auch noch mehr gebracht, Monster durchstreifen die Welt. Grauenhafte Versionen von Tieren verbreiten Angst und Schrecken. Die Menschheit muss ein Mittel finden der Pest ein Ende zu bringen oder wird von ihr vollkommen vernichtet.

Die Regeln:

Ultima Forsan nutzt die Savage Worlds-Regeln und bringt einige Ergänzungen. Wie so oft bei SW hat die Gruppe verschiedene Optionen die Regeln an ihren Spielstil anzupassen. Wer es düster und absolut tödlich haben will, kann dies genauso tun, wie eine eher pulpigere und heroische Geschichte zu erleben. Natürlich ist die Pest der rote Faden von Ultima Forsan und so gibt es hier eine ganze Reihe an Ergänzungen. Ansonsten wurden einige Regeln gestrichen bzw. sind nicht verfügbar (etwa viele arkane Hintergründe).

Das Buch:

Ultima Forsan ist auf Englisch und Italienisch erhältlich und ist von der Gestaltung und den Abbildungen sehr stimmig. Neben düsteren Bildern sind auch an Kupferstiche erinnernde Bilder enthalten, die gut zur Atmosphäre beitragen. Die Regionen und Beschreibungen sind sehr detailliert und bieten dem Spielleiter und den Spielern unglaublich viele Orte und Möglichkeiten die Welt zu erleben. Dazu gibt es eine gute Auswahl an Ausrüstung, Gegnern und eine kleine Kampagne zur Einführung. Wer das nicht möchte, der kann den Abenteuergenerator nehmen und auch die Generatoren für Zufallsbegegnungen bieten so einiges.


Meinung:

Es muss nicht immer die Neuzeit sind, Ultima Forsan kombiniert das Mittelalter mit einigen moderneren Elementen, wie mechanische Anzüge. Der Twist, dass die schwarze Pest etwas Unnatürliches ist hier gut gestaltet und präsentiert. Natürlich hat es viel von einer Zombie Apokalypse, was aber auch nicht schlecht ist, finde ich persönlich.


Linkliste:

GGStudios bei rpgnow