Würfelgeflüster – Onlinespiel, Tischrunden und der Blick über den Tellerrand

Ich komme gerade von einem sehr angenehmen Spielewochenende, bei dem ich mal eine Tischrunde geleitet habe. Abgesehen von der Einsteigerbox von Edge of the Empire (bei der ich meine gesamte Familie dazu bekommen habe diese mit mir zu spielen), habe ich sonst nur Onlinerunden gemacht. Wir haben eines meiner Lieblingsspiele, nämlich Hollow Earth Expedition, gespielt. Ein Spieler hatte bereits Erfahrung mit dem System, die anderen drei waren absolute Neulinge in Sachen Ubiquity.

Aber alles hat wunderbar funktioniert und schon bald machte die Gruppe Paris und den Luftraum über Europa unsicher, landete in der Hohlwelt, besiegte eine Piratenbande und zähmte zu guter Letzt einen ausgewachsenen Tyrannosaurus Rex. Alles in allem also eine typische HEX-Runde. 😛

Die Gruppe hatte sichtlich Spaß und wir haben viel gelacht. Am Schluss ärgerte man sich sogar darüber, dass die Zeit irgendwann vorbei war und, dass man nicht HEX als Spiel früher entdeckt hatte. Bislang hatte die Gruppe nur Shadowrun 5 gespielt, mit dessen Komplexität sie nicht zufrieden war.

Für mich war diese Erfahrung auch klasse, vor allem die Tatsache meine Spieler eben direkt zu sehen und ihre Stimmung zu sehen. Mimik und Gestik gehen, wenn man nur als „Hörspiel“ spielt, unter bzw. sind nicht vorhanden. Ich selbst konnte über Ausdrücke und Handbewegungen gut die Welt zum Leben erwecken. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich nur noch Tischrunden mache, aber das Erlebnis war toll und ich hoffe bald rikhend besuchen zu können, damit wir weiter spielen können.

Ansonsten spiele ich natürlich auch fleißig online und hier ist mir auch etwas aufgefallen. Ja, man kann vieles nicht so eindeutig deuten, wenn man die anderen nicht sieht. Die Stimme und der Tonfall sagen einem schon was, aber etwas fehlt. Wenn man dann aber über Webcam spielen möchte, wollen viele plötzlich nicht mehr. Diese Anonymität wird von vielen scheinbar bevorzugt. Außerdem sieht man eben nicht, ob ein Spieler gerade abgelenkt ist und etwas anderes macht. Aber selbst, wenn jemand mal bei uns aufs Klo musste, wir gegessen haben oder eben jemand auf sein Handy geguckt hat, waren alle immer voll dabei.

Am Sonntag haben wir uns dann noch einmal getroffen, diesmal aber für Brettspiele. Ja, ich weiß, dass Rollenspieler und Brettspieler nicht so miteinander können (zumindest teilweise), aber das war egal. Wir haben das von mir bei Kickstarter unterstützte Zombicide Black Plague gespielt. Am liebsten hätten die Anderen mich das Spiel nicht mehr mit nach Hause nehmen lassen. Drei Quests haben wir geschafft, wobei mir bei der dritten Herausforderung dann an der Flut an Zombies gescheitert sind.

Über eben solch ein Spiel habe ich mir wieder neue Inspiration geholt und auch wenn Brettspiele vielleicht etwas eingeschränkter sind, machen sie nicht weniger Spaß. Ich habe lange kein Brettspiel mehr gespielt und man sieht andere Dynamiken und Möglichkeiten, die man sich wieder zu Nutze machen kann.


Fazit:

Ich hatte mal eine andere und vor allem neue Erfahrung im Rollenspiel und habe die Freuden der Realrunde erlebt. Das war wirklich toll und ich plane das öfters zu tun.

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