Zweihänder – Spielvorstellung

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Vor ein paar Tagen sind die fertigen PDFs angekommen und es Zeit ein tolles Spiel vorzustellen. Zweihänder ist eine Hommage an die zweite Edition vom Warhammer Fantasy-Rollenspiel und verfeinert die Regeln. Gerade im Hinblick darauf, dass Fantasy Flight Games die alten WFRP-Sachen nicht mehr vertreibt ist Zweihänder ein Blick wert.


Die Welt:

Zweihänder kann man am besten als Warhammer Fantasy mit abgefeilter Seriennummer bezeichnen. Ein direktes Setting wird nicht beschrieben, es gibt also keinen Abschnitt zur Welt. Bei den Beschreibungen der Professionen, der Magie, den Göttern und so bekommt man aber ein sehr gutes Bild. Die Welt ist düster und das Leben ist hart. Wer die alte Welt kennt, der weiß direkt wie es abläuft und kann loslegen. Es gibt die üblichen Verdächtigen aus Warhammer, nur unter anderem Namen (aus Copyrightgründen).

Das System:

Zweihänder benutzt ein sehr ähnliches System wie die zweite Edition vom WFRP. Charaktere haben Attribute und Fertigkeiten und müssen mit einem W100 unter oder gleich dem Zielwert würfeln. Bestimmte Talente erlauben es einem das Ergebnis zum Erfolg zu drehen, also Zehner- und Einer-Würfel auszutauschen, wenn dies zum Erfolg führt. Bestimmte Ereignisse, oder wenn man spezielle Fertigkeiten nicht besitzt, zwingen einen aber auch das Ergebnis zum Misserfolg zu drehen. Auch das Unterstützen von Verbündeten ist sehr gut gelöst, der Helfende muss auch die Fertigkeit gelernt haben und würfelt einen W10. Derjenige, der die Probe ablegt, darf dann den W10 des Helfers anstatt seines Zehnerwürfels nutzen.

Charaktergenerierung ist in Zweihänder komplett zufällig. Man würfelt seine Rasse (Menschen, Zwerge, Gnome, Halblinge, Oger und Elfen), seinen Archetyp (Akademiker, Commoner, Ranger, Schurke, Socialite oder Krieger) und die dazugehörige Profession aus. Die Profession gibt einen einzigartige Eigenschaften und Talente und zeigt einem die möglichen Steigerungen. Hat man eine festgelegte Anzahl an Steigerungen erfüllt, kann man eine neue Profession wählen und nach dieser dann eine dritte Profession. Die normalen Professionen haben keine Beschränkungen oder Voraussetzungen, aber es gibt auch höhere Professionen, wie der Erzmagier oder der Assassine.

Jeder Spieler hat zwei miteinander verbundene Eigenschaften, Ordnung auf der einen und Chaos auf der anderen. Dies ist vor allem eine Orientierungshilfe für das Rollenspiel. So bilden Eifer (Ordnung) und Fanatismus (Chaos) etwa zwei Seiten einer Medaille. Im Laufe des Spiels kann der Charakter in eine der beiden Richtungen rutschen, je nachdem wie er sich entscheidet. Füllt man die Ordnungsleiste, dann bekommt man einen Schicksalspunkt, füllt man hingegen die Chaosleiste, dann erhält man eine Störung. Die Leiste wird dann wieder gelöscht und es beginnt von vorne.

Kämpfe sind schnell und gefährlich. Fügt man Schaden nimmt man seinen passenden Kampfbonus (die Zehnerstelle des jeweiligen Attributs, welche durch die Rasse und Talente modifiziert sein kann) und würfelt einen Fury-Die, welcher ein D6 ist. Dieser Fury-Die kann explodieren und so kann der Schaden, den man macht schnell in die Höhe gehen. Der Schaden wird dann mit dem Damage Treshold verglichen. Daraus resultieren verschiedene Wundstufen, welche immer schlimmer werden. Das gleiche System wird auch für die Psyche mit dem Peril Threshold gemacht und funktioniert sehr gut und flüssig. Jeder Charakter hat im Kampf drei Aktionspunkte, die er für verschiedene Aktionen nutzen kann, etwa Bewegung, Angriffe, Magie, aber auch die Motivation der Verbündeten und natürlich Reaktionen.

Magie ist vielfältig und orientiert sich an den Winden der Magie aus dem WFRP. Es gibt eine ordentliche Auswahl an Zaubern im Regelwerk und auch die verschiedenen Götter bieten die unterschiedlichsten Zauber und auch Konsequenzen, wenn man ein Phänomen auslöst.

Der Spielleiterteil ist sehr umfangreich und deckt neben Ausrüstung, magischen Gegenständen, Fallen, auch viele Hinweise auf mögliche Kampagnen. Es gab im Early Access-Dokument auch einen Teil zu Dark Astral, also einer Adaption von WH40k, der allerdings herausgenommen wurde, da man das Ganze weiter verbessern wollte. Das Bestiarium ist wirklich groß (über 160 Seiten) und alle Monster besitzen ein Bild.

Das Material:

Zweihänder ist auf Englisch und ist in Schwarz und Weiß gehalten. Die Abbildungen sehen aus wie Bleistiftzeichnungen und sehen einfach nur klasse aus. Sie geben ein sehr gutes Bild von der Welt und sind sehr zahlreich. Im Regelwerk (688 Seiten!) hat man alles, was man zum Spielen braucht inklusive einem umfangreichen Startabenteuer. Die Early Access-Variante ohne Abbildungen steht kostenlos zur freien Verfügung.


Für wen ist Zweihänder etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die Warhammer Fantasy mögen
  • Für Leute, die dunkel, dreckig und gefährlich lieben
  • Für Spieler, die bodenständige Charaktere haben wollen

Für wen ist Zweihänder nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die eine umfangreiche Weltbeschreibung brauchen
  • Für Leute, die auf High Fantasy bestehen
  • Für Spieler, die nicht dem Wahnsinn verfallen wollen

Linkliste:

Seite von Zweihänder

Grim & Perilious Studios bei rpgnow

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