Mappa Imperium – Spielbericht

Beim Stöbern bin ich mal wieder auf ein interessantes Worldbuilding-Spiel gestoßen. Da man Mappa Imperium auch alleine spielen kann, habe ich das Ganze direkt mal ausprobiert und eine kleine Karte kreiert mitsamt einer umfangreichen Geschichte der dort lebenden Völker.


Spieler:

KyoshiroKami

In Mappa Imperium kreiert man verschiedene Reiche, füllt diese mit Landschaften, Ressourcen, bevölkert sie und erlebt dann die Geschichte der einzelnen Reiche über die Zeit. Meine Karte könnt ihr hier sehen, ich habe relativ klein gezeichnet, was sich im Laufe des Spiels etwas gerächt hat. Auch habe ich nicht, wie es eigentlich im Spiel vorgesehen ist, alles mit Namen versehen. Je nachdem wie viele Mitspieler bzw. in wie viele Reiche man die Karte aufteilt, gibt es mehr zu füllen bzw. dauert die Runde länger. Ich habe mich für drei Reiche entschieden und bin mit dem ersten Durchlauf recht zufrieden.

Das erste Reich (auf der Karte links unten) besteht aus zwei mittelgroßen Inseln. Ich hatte mehrfach „Wüste“ als Landschaft gewürfelt, aber auch einen See, also habe ich eine Wüsteninsel geschaffen, welche in der Mitte eine große Oase besitzt. Als Volk ergab der Wurf Halblinge und spontan habe ich mir überlegt, dass eine Art arabische Kultur für die Halblinge interessant ist und so ist das Sandfuß-Kalifat entstanden. Als nahe Ressource gibt es die Dämmerungskäfer, deren Panzer als Schmuck genutzt wird, dort haben die Halblinge ein Lager. Außerdem sind sie sehr gläubig und haben eine Art Kloster mitten in der Wüste. Probleme könnten die Kobolde vom Stamm der Sengen-Wanderer werden.

Im Laufe des Spiels haben die Kobolde das Lager zum Sammeln der Käfer zerstört. Der Glaube der Halblinge hat sie expandieren lassen und weitere Klöster erbauen lassen. Auch die nahe gelegene Insel mit ihren Kristallen wurde besiedelt und die Ressource abgebaut. Später hat sich eine neue Gefahr entwickelt, der Kult der Kinder des Skorpions hat nahe der Halblinge und Kobolde seine Stätte errichtet (eine Pyramide) und wurde zur Gefahr. Gemeinsam hat man den Kult zerschlagen und ein Denkmal zur Erinnerung gebaut. Aus dem gemeinsamen Vorgehen bildete sich eine Allianz und die beiden Fraktionen haben sich zum Kaiserreich der Sandwanderer zusammengeschlossen, welches noch weiter expandierte und florierte.

Im oberen Bereich gibt es eine große und eine kleine Insel mit viel Wald, Gebirge und vielen Flüssen. Hier haben sich die Orks vom Holzmaul-Klan angesiedelt. Es gibt viele Ressourcen, aber auch den Drachen Kul’ta-Zarad, der immer eine Gefahr darstellte. Dennoch konnten die Orks fleißig expandieren. Einige Anhänger spalteten sich ab und bildeten die Kinder des Kul’ta-Zarad. Als Reaktion bauten die anderen Orks fleißig Festungen, um ihr Land zu sichern. Ihr Anführer ließ eine komplett neue Feste als seinen Palast errichten, um seine Macht zu demonstrieren. Weitere Orks wanderten ab, diesmal auf die kleine Insel vor der Küste. Hier im Marschland wachsen besondere Pilze. Mit diesem neuen Klan trieben die alteingesessenen Orks allerdings fleißig Handel. Die Festungen und Städte wurden im Laufe der Zeit dermaßen befestigt, dass der Drache nie ein Problem darstellte.

Rechts unten befindet sich ebenfalls eine große und eine kleine Insel. Die dortigen Goblins leben im Dschungel und mir gefielt die Idee alles etwas an die Inka bzw. Maja anzulehnen. Das Schlangenfluch-Königreich war im Delta des Flusses Zuhause und nutze die wertvolle Haut einer speziellen Schlangenart. Nahe von ihrem Territorium gibt es gefährliche Riesenmücken, deren Stich Betroffene im Schlaf wandeln und willenlos werden lässt. Daher errichteten die Goblins eine Feste, um ihr Land zu schützen. Mit der Zeit kam nicht eine, sondern ganze zwei unterschiedliche Kolonialmacht auf der Insel an. Die Goblins besiegten die erste Macht und übernahmen deren Siedlung. Dies führte aber zu einer Spaltung des Königreiches und somit zu einer Schwächung. Die andere Kolonialmacht schaffte es, bedingt durch die Mücken, nie weiter vorzudringen, auch wenn sie eine der Siedlungen der Goblins plünderten, was zum Bau weiterer Festungen führte. Dann kam die nächste Spaltung, denn eine Gruppe Goblins sah die Schlangen als heilig an und als Kinder der Schlange errichteten sie ihr eigenes Bauwerk tiefer im Dschungel.


Fazit:

Alle Reiche haben es, obwohl die letzte Phase des Spiels recht destruktiv sein kann, gut überstanden. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich hätte nie gedacht, dass die Völker sich so unterschiedlich entwickeln. Bei einigen Tabellen kann es sein, dass sich einige Ergebnisse häufen, dadurch sind auf meiner Karte auch so viele Festungen errichtet worden. Hier wären vielleicht mehr Optionen noch ganz nett gewesen. Mit mehr Mitspielern ist das Ganze vermutlich auch noch etwas interessanter. Trotzdem bin ich voll und ganz zufrieden und ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel Spaß mit Mappa Imperium haben können. Ich habe knapp eine halbe Stunde gespielt und habe eine sehr umfangreiche Karte gestaltet, die man super für den Hintergrund einer Kampagne nehmen könnte.

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