Dungeon Crawl Classics – Spielvorstellung

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Meine Fewshot-Runde hatte sich als Folgesystem von Tales from the Loop klassische Fantasy mit Dungeoncrawls gewünscht. Die Wahl ist auf DCC gefallen und so habe ich mich sehr intensiv mit dem Spiel auseinandergesetzt und es trifft an mehreren Stellen ähnliche Punkte wie Shadow of the Demon Lord, einem meiner Lieblingsspiele. Umso wichtiger ist es mir DCC einmal genauer vorzustellen.


Die Welt:

Wie bei vielen OSR gibt es auch bei DCC kein festes Setting, in bester DnD-Manier werden zwar verschiedene Fantasyvölker thematisiert und Monster an die Hand gegeben, was man damit aber macht bleibt einem selbst überlassen, was man damit macht. Es gibt für den geneigten SL aber eine Vielzahl an verschiedenen Settings, die teilweise sehr spannend sind.

Das System:

Grundlage bei DCC bildet ein klassisches W20-System, allerdings mit vielen Spielereien. Grundsätzlich versucht man den Schwierigkeitsgrad, die Rüstungsklasse oder ähnliches zu überwürfeln. DCC nutzt aber neben den normalen Würfeln auch D3, D5, D7, D14, D16, D24 und D30. Welche von diesen Würfeln benutzt werden hängen ganz unterschiedlich ab. Eine Möglichkeit ist es, anstatt fester Boni oder Mali einfach diese „Zocchi Dice“  zu nutzen, also einen W24 anstatt eines W20 zu würfeln, wenn die eigene Lage besser ist.

Eine weitere Besonderheit ist der Start auf Stufe 0, was man ja auch von SotDL kennt, man würfelt auch alles aus (zumindest wird einem nahe gelegt dies wenigstens einmal zu probieren), aber nicht einfach für einen Charakter, sondern für zwei bis vier gleichzeitig. Das wird aus dem Grund gemacht, dass viele Charaktere die erste Session nicht zwangsläufig überleben. Diejenigen, die es doch geschafft haben, die erhalten eine Klasse. Im GRW gibt es den Kleriker, den Dieb, den Kleriker, den Zauberer, den Zwerg, den Elf und den Halbling. Das Fertigkeitensystem ist sehr eingängig, wenn man eine Fertigkeit trainiert hat, dann würfelt man 1W20, wenn nicht, dann nur einen W10.

Im Kampf hat jeder Charakter einen oder mehrere Aktionswürfel, meist werden sie im späteren Verlauf mehr. Je nach Klasse kann man die Würfel für unterschiedliche Aktionen nutzen, so kann der Krieger mit jedem seiner Würfel einen Angriff durchführen. Wer zwei Waffen in den Kampf führt darf bei der Initiative (normalerweise 1d20 plus Modifikatoren) nur einen W16 würfeln.

Besonders hervorzuheben sind die Crit-Tabellen und das Magiesystem. Je nach Klasse und Stufe nutzt man andere Tabellen, um den Erfolg eines kritischen Treffers zu ermitteln. Auch die Art des Würfels hängt von der Klasse und der Stufe ab. Somit ist hier sehr viel Abwechslung dabei und alle Klassen sind dadurch ausbalanciert. Auch die Zauber haben Tabellen, es gibt für jeden einzelnen Zauber eine eigene Tabelle mit Effekten. Je besser man würfelt, umso größer ist der Effekt, gleichzeitig würfelt man die Manifestation des Zaubers aus. Aber vorsichtig, die Nutzung von Magie korrumpiert und verändert den Wirkenden dauerhaft. Priester funktionieren da anders, patzen sie, dann haben sie die Missgunst ihres Gottes erlangt, welche sich mit der Zeit wieder abbaut, aber die Patzerschwelle (ein Patzer ist normalerweise auf einer natürlichen 1) erhöht sich (kumulativ).

Das Material:

Das GRW von DCC umfasst fast 500 Seiten, ist inschwarz-weiß gehalten und ist vollgestopft mit unzähligen Tabellen für Zauber, kritische Treffer, Monster, Effekte und was man sich noch vorstellen kann. Es liefert alles mit, was man zum Spielen braucht. Dazu gibt es tonnenweise Abenteuer für alle Stufen direkt von Goodman Games. Auch diverse Supplements und Settings sind veröffentlicht.


Für wen ist DCC etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die sich mal auf einen Twist bei klassischer Fantasy einlassen wollen
  • Für Leute, die Tabellen mögen
  • Für Spieler, die gerne etwas dem Zufall überlassen wollen

Für wen ist DCC nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die keine „Funky Dice“ mögen
  • Für Leute, die es klein und handlich mögen
  • Für Spieler, die gerne Kontrolle über alles haben wollen

Linkliste:

Seite von DCC

Goodman Games bei rpgnow

5 Gedanken zu “Dungeon Crawl Classics – Spielvorstellung

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