Shiver – Fazit „Unterwegs im Böhmerwald“

Ich habe noch ein Fazit unserer Shiver-Runde nachzureichen, die wir vor geraumer Zeit gespielt haben. Dies war das erste Abenteuer, welches ich für Shiver selbst ausgedacht habe, die vorherigen Runden habe ich mit offiziellen Abenteuern durchgeführt. Für mich gab es auch mal wieder ein paar neue Erkenntnisse als Spielleiter.


Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • Stefan als Friedrich von Wallheim, Adliger Jäger
  • PeBaJu als Goderich, Scharfschütze
  • Patriks als Ulrich der Eifrige, Priester
  • Skarabäus als Walther von der Ulme, Bastler

Nachdem mein gedrucktes Regelwerk endlich seinen Weg zu mir gefunden hatte, musste ich es natürlich nochmal lesen. Und genau dabei kamen mir direkt viele Ideen für Abenteuer. Beim Waffenkapitel hatte ich Szenen aus Van Helsing im Kopf und in diesem Stil wollte ich auch mein Abenteuer gestalten. Ich habe mir aus dem Buch ein paar passende Kontrahenten gesucht und angepasst, sowie vier Charaktere vorbereitet.

Das Abenteuer führte die vier „Helden“ in den Böhmerwald, wo ein Baron seit geraumer Zeit keine Steuern mehr bezahlte. Da sein Verwandter ein bedeutendes Mitglied der Kirche ist, mussten die Ermittlungen diskret geschehen und unsere Gruppe wurde losgeschickt. Ich habe die Spieler erst auf eine falsche Fährte geführt und der ein oder andere dachte sicherlich, dass Werwölfe den Wald heimsuchten. Stattdessen nutze der Baron sein kleines Örtchen für magische Experimente und wurde letztlich zur Strecke gebracht.

Die Runde hat sehr viel Spaß gemacht und das System gefiel dem Großteil sehr gut. Einige waren sich noch nicht ganz sicher, aber was den Spielspaß angeht, waren sich alle einig. Auch wurde von Sonderfertigkeiten und den Stärken und Schwächen der Charaktere rege Gebrauch gemacht, was ich sehr gut fand. Sehr loben muss ich meine Gruppe auch für ihr Auge (bzw. ja eigentlich Ohr) fürs Detail, denn sie haben bei Hinweisen sehr gut aufgepasst und dann die richtigen Fragen gestellt. So kamen Nachfragen zu Schäden einer Häuserwand und sie kamen so darauf, dass das Monster nicht in ein Haus eingebrochen war, sondern die Schäden von Innen kamen.

Ich habe beim Abenteuer aber auch gesehen, dass mein Zeitmanagement nicht optimal war. Wir haben für die Vorstellung der Charaktere und des Systems recht lange gebraucht. Es gab viele Nachfragen (vor allem aus Interesse) und dadurch wurde die Zeit beim Abenteuer hinten heraus etwas knapp. Nach einer ersten Konfrontation sind wir dann eigentlich direkt zum Finale gekommen, was ich mir so ja nicht ausgemalt hatte. Das war etwas schade. Hier muss ich das nächste Mal etwas besser vorbereiten. Aber es ist schön zu sehen, dass ich auch mal wieder etwas als Spielleiter lernen kann.

Ich mag Shiver wirklich sehr gerne und aufgrund der Flexibilität kann man sehr viele verschiedene Abenteuer und Welten damit erleben. Bei den Archetypen würde ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Auswahl bei den Fertigkeiten wünschen, aber das ist schon Jammern auf sehr hohem Niveau und bald startet der Kickstarter für den ersten Erweiterungsband von Shiver, bei dem man Monster als Archetypen spielen kann. Ich freue mich riesig darauf.

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