City of Mist – Kickstarter Preview

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Noch vor dem Kickstarter im September gibt es schon das Starter Set für City of Mist, einem neuen Superhelden-RPG Powered by the Apocalypse. Wir haben uns die Regeln und das mitgelieferte Abenteuer angesehen. Was unterscheidet City of Mist von anderen Spielen wie Worlds in Peril oder Masks und wie funktioniert der alternative Ansatz?


City of Mist bringt gleich ein bestimmtes Setting mit, nämlich die im Namen genannte Stadt des Nebels. Man hat die freie Wahl, welche Stadt es sein könnte oder wo sie liegt, wichtig ist nur, dass eben der Nebel (im Englischen „Myst“ genannt) dort herrscht. Außerdem nehmen urbane Legenden, Mythen und fantastische Kreaturen dort feste Formen an, indem sie besondere Menschen (Gateways genannt) nutzen. Normalsterblichen bleibt dies verborgen, denn der Nebel verschleiert die Geister und selbst die Stampede eines Werwolfs wird später als großer Hund auf Abwegen abgetan. So können die Gateways relativ geschützt agieren, allerdings hat jeder seine eigene Agenda und andere Kräfte verbergen sich in der Dunkelheit. Die Spieler nehmen die Rolle solcher Gateways ein und kreieren ihre eigenen Kräfte. Ein Beispielcharakter ist Excalibur, eine ältere Dame, die die Macht des genannten mythischen Schwertes besitzt. Allerdings nimmt die Waffe hier Form eines silbernen Armreifs an und kann sich nach Bedarf in jede beliebige Waffe verwandeln. Das Spiel hat ein gewisses Noir-Feeling und die einzelnen Bereiche der Stadt (im Starterpaket sind einige schon beschrieben) bringen unterschiedliche Themen, sodass man verschiedene Szenarien spielen kann bzw. eben die unterschiedlichsten Geschichten erzählen kann.

Bei den Charakteren geht City of Mist einen gänzlich anderen Weg, anstatt fester Attribute hat jeder Charakter vier Themen zweier unterschiedlicher Formen. Mythos ist das unbekannte und deckt die übernatürlichen Kräfte ab und Logos das normale Leben der Charaktere ab. Je mehr ein Spieler in die Tiefen seiner Kräfte eintaucht, umso mehr Themen stammen vom Mythos und wenn sie mehr auf ihr weltliches Leben fixiert sind, haben sie mehr Logos.  Jedes dieser Themen hat mehrere Powertags, so ist Mitosis ein ehemaliger Boxer, der durch einen Biochemie-Unfall ein übernatürliches Zellwachstum besitzt und das Thema „Rapid Cell Growth“ die Power Tags „Gigantisch“, Kann zusätzliche Extremitäten wachsen lassen“ und „Sofortiges Muskelwachstum“ hat. Zusätzlich gibt es die Schwäche „Mühe bei der Kontrolle des Wachstums“.

Wie typisch für PbtA-Spiele gibt es Moves, die aktiviert werden, wenn das Erzählte der Spieler dazu passt. Jetzt kommen die Tags ins Spiel und man wählt die relevanten Tags (auch die von Statuseffekten, Ausrüstung, usw.) die einem helfen, aber auch jene, die einen hindern können und würfelt dann die 2W6 plus die Power (Positive Tags minus negative Tags). Wenn eine Schwäche einfließt, dann bekommt das Thema Aufmerksamkeit (im Englischen „Attention“ genannt) und mit genug Attention bekommt man neue Power Tags. Das Zusammensuchen der Tags kann am Anfang etwas Zeit nehmen und fühlt sich beim ersten Spielen nicht so organisch an, wie es etwa bei Dungeon World der Fall ist. Andererseits kann man eine ganze Reihe an Tags zusammensuchen und fühlt sich dadurch wirklich wie ein Superheld. Optionale Regeln helfen auch die Feilscher und Powergamer unter Kontrolle zu bringen und das Spiel nicht zu sehr auszubremsen. Spieler haben auch die Möglichkeit ihre Kräfte für gänzlich andere Sachen zu nutzen, allerdings verbrauchen sich dann die Power Tags temporär. Wer entgegen seiner Kräfte oder Natur agiert, der riskiert den jeweiligen Mythos oder Logos zu verlieren. Dadurch wird ein Mythos mit einem neuen Logos und andersherum ersetzt. Was genau passiert, wenn man vier Themen eines bestimmten Typs bekommen würde, ist im eigentlichen Regelwerk genauer beschrieben, taucht man völlig in seine Kräfte ein, so wird man zu einem Avatar, mit nur Logos lehnt man die Kräfte gänzlich ab.

Daneben gibt es keinerlei Lebenspunkte oder Ähnliches. Stattdessen wird alles über Status Tags geregelt. Über die Moves hat man die freie Wahl, welche Tags man dem Gegner gibt und über die eingesetzte Power hat man die Höhe des Status Tags (z.B. Verprügelt-4). Status Tags können sich addieren und aufbauen, bei einem Status von Fünf ist man „Out“ und bei Status Sechs der Gnade des Spielleiters ausgesetzt.

Gegner und Ereignisse, im Spiel „Dangers“ genannt, geben direkt an, welche Moves sie haben (wie in Dungeon World) und auch welche Status Tags (und deren Höhe) nötig sind, um diese zu beseitigen. NPCs und Gegner sind dadurch sehr einfach und ohne Schwierigkeiten zu kreieren, auch spontan.

Wir hatten das beiliegende Abenteuer „V is for going Viral“ gespielt und hatten viel Spaß. Die Suche nach den passenden Tags hat noch etwas gedauert und dadurch war das Spiel nicht komplett flüssig, aber das Spielgefühl war trotzdem gut und gerade das Setting hat allen zugesagt. Mit eigenen Charakteren ist es sicherlich auch etwas einfacher zu wissen, was passt und welche Tags man nutzen sollte. Alles in allem war es eine gute Sitzung und ich bin gespannt auf die Kickstarter-Kampagne und das fertige Produkt.


Linkliste:

Seite von City of Mist

Starterpaket bei rpgnow

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