Coriolis – Revisited

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Auch wenn Coriolis noch nicht erschienen ist, gibt es für die Backer des Kickstarters fast alle Inhalte als Vorschau. Ich habe neben zwei Schnupperrunden auch seit einigen Wochen eine feste Runde am Laufen und kann daher schon tiefere Einblicke und Erfahrungen teilen. Gerade für jene, die vielleicht mit dem Gedanken spielen Coriolis beim Erscheinen zu erstehen.


Das Setting:

Neben dem Ruf von Free League war vor allem das Setting für mich ein Kaufgrund. Eine SciFi-Welt mit arabischem Einfluss ist eine nette Abwechslung. Es bedarf dadurch natürlich ein bisschen Einarbeitung, zumindest, wenn man sich mit den Kulturen des Nahen Ostens nicht auskennt. Aber Coriolis liefert jede Menge Hilfen, etwa eine komplette Übersicht über die Kleidung (mit Abbildungen). Generell sind die Abbildungen klasse, sie geben ein gutes Bild ab, lassen aber auch viel Freiraum für Spekulationen und eigene Impulse.

Und genau diese Freiheiten sind für mich ein weiteres Plus. Die Zahl der Systeme in Coriolis ist limitiert und es gibt zu den wichtigsten Orten klare Beschreibungen. Die Macher lassen aber vieles auch unbeschrieben oder geben nur Denkanstöße. Das Atlas Compendium etwa sagt ganz explizit, dass man selbst die Welten füllen kann und soll. Dazu gibt es im Compendium Planetengeneratoren und die Karte des dritten Horizontes nennt einem wichtige Details bzw. interessante Orte der einzelnen Systeme. Genau diese Freiheit ist es, die ich gesucht habe und womit ich am besten arbeiten kann.

Die Charaktere:

Das System von Coriolis wurde ja schon in Mutant: Year Zero genutzt und bietet den Spielern hier sogar noch mehr Auswahl. Dadurch, dass man ein Gruppenkonzept (fünf mit diversen Abwandlungen), dann ein Charakterkonzept (11 Konzepte stehen zur Auswahl) und dazu noch ein Subkonzept (drei Subkonzepte pro Konzept) wählt, sind die Möglichkeiten sehr vielfältig. Auch die Wahl des Schiffes kann viel beeinflussen und eine Kampagne in eine andere Richtung lenken. Natürlich ist nicht alles abgedeckt, einer meiner Spieler hätte am liebsten einen Drohnennutzer (quasi eine Art Rigger wie in Shadowrun) gespielt. Ein direktes Subkonzept gibt es dafür nicht, aber durch das Charakterbausystem und später mit den Erfahrungspunkten lässt sich viel machen.

Das System:

Coriolis hat ein simples, aber effizientes System und mit der Gebetsmechanik, welche einem Spieler erlaubt gegen die Zahlung eines Darkness Points einen Wurf zu wiederholen, lässt sich viel machen. Zu Beginn war ich noch etwas zögerlich mit der Nutzung, aber inzwischen weiß ich, wie ich effektvoll die Darkness Points einsetze und meine Spieler so wachrüttele.

Der Kampf ist schnell und kann schnell böse enden. Und genauso ist es im Raumkampf, unsere Gruppe hatte in ihrem einen Torpedo abgefeuert und Dank eines kritischen Treffers die komplette Brücke des Gegners zerstört. Das Raumkampfsystem ist eines meiner absoluten Favoriten, da jeder Spieler etwas zu tun bekommt. Niemand sitzt rum und hofft, dass es bald vorbei ist.

Zu den mystischen Kräften kann ich noch nichts Genaues sagen, denn so weit ist unser Priester noch nicht. Allerdings kann es mit den Erfahrungspunkten ein wenig dauern, wenn die Spieler keine Risiken eingehen, denn genau für sowas wird man belohnt. Aber nicht nur zwangsläufig mit Erfahrungspunkten kann man die Spieler belohnen. Meine Gruppe ist sehr froh über diverse Ausrüstung und natürlich Birr, um ihre Schulden abzuzahlen.

Das Material:

Free League ist fleißig am Arbeiten und gibt bald die restlichen Dateien an den Drucker. Neben dem Regelwerk und dem SL-Schirm ist das Atlas Compendium sicherlich eine gute Ergänzung. Ich bin aber auch auf das Icon Deck und die Szenarios.


Das Fazit:

Coriolis hat ein faszinierendes Setting und ein gut funktionierendes System. Für Spieler und Spielleiter, die etwas abseits von Star Wars und Konsorten sucht, ist es definitiv einen Blick wert. Es schlägt in eine Ähnliche Kerbe, hebt sich mit seinem Setting aber doch hervor.

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Ein Gedanke zu “Coriolis – Revisited

  1. Pingback: Coriolis – Release-Spielvorstellung | Würfelabenteurer

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