Coriolis – Release-Spielvorstellung

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Seit Tagen trudeln immer weiter neue Rollenspiele ein, die ich bei Kickstarter unterstützt habe und darunter sind jetzt auch die gedruckten Sachen von Coriolis. Ich war von Anfang an großer Fan des Settings und auch die Regeln konnten mich schnell überzeugen. Dazu kommt jetzt noch die tolle Druckqualität, welches Coriolis definitiv zu meinen absoluten Favoriten macht. Es gibt bereits eine Kickstarter-Preview, Infos zu einigen Kapiteln und der Langzeittest der Beta von mir.


Die Welt:

Coriolis spielt im dritten Horizont, einer Sammlung von 36 Sternensystemen, welche über Portale, mystische und unerklärliche Energiefelder, miteinander verbunden sind. Es gibt zwei weitere Horizonte, der Krieg untereinander führte aber letztlich zum Abschnitt der Verbindung dieser Beiden. Daraufhin isolierten sich die einzelnen Systeme voneinander. Später, mit dem Erscheinen der Zenith, dem Umbau dieses Schiffes zur Coriolis-Station und der Free Traders begann der Handel wieder und der dritte Horizont erblühte. Coriolis bietet einen spannenden Hintergrund, ein Setting, welches an den mittleren Osten angelehnt ist, und gleichzeitig viel Freiraum für die Spielgruppen.

Was mir besonders am Setting gefällt ist, dass einem viel Arbeit im Voraus abgenommen wird. Jedes System ist mit zwei weiteren Systemen verbunden, sodass man nur hin oder zurück reisen kann. Die Reise zum nächsten Portal dauert einen Tag und die Vorbereitung für den Sprung auch. So lässt sich die Reisezeit direkt berechnen und man muss keine umfangreichen Tabellen studieren. Für mich als SL war das ein riesiger Pluspunkt.

Das System:

Coriolis nutzt eine abgewandelte Variante der Regeln aus Mutant: Year Zero. Für proben wird ein W6-Pool aus Attribut und Fertigkeit gebildet und jede Sechs ist ein Erfolg. Es gibt zwei Arten von Fertigkeiten, allgemeine und spezielle Fertigkeiten. Erstere können alle Charaktere nutzen, selbst ohne Punkte darin, letzteres bedarf Fertigkeitenpunkte. Die Charaktererstellung geschieht über Konzepte (etwa Soldat, Kurtisane oder Schiffsarbeiter) und Subkonzepte (für den Soldaten etwa Legionär, Söldner und Offizier). Dazu wählt die Gruppe einen Crew-Typ (etwa Söldner, Entdecker oder Händler) mit ebenfalls einem Subkonzept. Die Crew bekommt ein eigenes Schiff und passender Ausrüstung, das Schiff muss im Laufe der Kampagne aber abbezahlt werden, da es der Crew nicht gänzlich gehört.

An Bord nimmt jeder Spieler eine Rolle ein, etwa Captain, Mechaniker oder Schütze und der Raumkampf ist so gut strukturiert, dass jeder Spieler eine wichtige Aufgabe hat. Der persönliche Kampf folgt normal einem Initiativesystem und Spieler haben Action-Punkte für ihre Handlungen.

Das Weltall ist gefährlich und der Spielleiter bekommt für allerlei Dinge sogenannte Darkness-Points mit denen er Steine in den Weg der Spieler werfen oder für Anspannung sorgen kann.

Coriolis hat genau die richtige Balance zwischen Regelkomplexität, Auswahl und Setting. Man bekommt die wichtigsten Informationen, wird von ihnen aber nicht erschlagen. Die Regeln sind schnell erklärt und nach kurzer Zeit läuft alles absolut flüssig (unsere Kampagne ist jetzt bei der vierten Session und wir mussten kaum etwas nachschlagen).

Das Material:

Die Qualität der PDFs und der gedruckten Variante sind phantastisch. Alles ist farbig und sehr übersichtlich gestaltet. Neben dem Grundregelwerk gibt es noch den Spielleiterschirm mit allerlei Informationen und zusätzlich das Atlas-Kompendium, welches in meinen Augen ein Muss ist für jede Kampagne. Denn neben Informationen zu den wichtigsten Planeten (die Informationen sind kurz und knapp um Raum für eigene Inhalte zu schaffen), gibt es Planetengeneratoren und für jeden Typ Crew einen eigenen Abenteuergenerator, die ebenfalls sehr detailliert sind. Für den schnellen Überblick gibt es eine Sternenkarte mit den wichtigsten Informationen zu jedem Planeten.


Für wen ist Coriolis etwas:

  • Für Spieler und Spielleiter, die mal etwas anderes als ein westliches Setting wollen
  • Für Leute, die gute, aber nicht zu ausführliche Regeln haben wollen
  • Für Spieler, die Auswahl, aber in einem festen Rahmen, haben wollen

Für wen ist Coriolis nichts:

  • Für Spieler und Spielleiter, die Regeln für jedes kleine Detail brauchen
  • Für Leute, die nichts mit der Kultur des Nahen Ostens etwas anfangen können
  • Für Spieler, die andere Rassen als Menschen spielen wollen

Linkliste:

Seite von Coriolis

Modiphius bei rpgnow

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