Star Wars – Age of Rebellion – Spielbericht “Rettungseinsatz”

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Nach meinem letzten Beitrag hat es mich doch mal wieder gereizt Star Wars zu Spielen und da ich eines der drei Star Wars-Spiele von FFG noch nicht gespielt hatte, wollte ich jetzt mal Age of Rebellion ausprobieren. Dazu habe ich mir vier Spieler gesucht, die bis jetzt noch gar keinen Kontakt zum System hatten. Weiterlesen

Genesys, FFG Star Wars und Abenteuervorbereitung

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Ich habe schon verschiedene Star Wars-Runden geleitet und ich mag das grundlegende System von Fantasy Flight Games für die Star Wars-Spiele. Dennoch habe ich es hier nie vorgestellt, was verschiedene Gründe hat. Mit der Ankündigung, dass FFG ihr System jetzt systemneutral veröffentlichen zu wollen, will ich mich meine Gedanken darüber mit euch teilen. Weiterlesen

Würfelgeflüster – Rückblick Dezember 2016

Der Monat geht vorbei und somit auch das aktuelle Jahr. Zu diesem Anlass gibt es den Monatsüberblick einen Tag früher, morgen dann eine Zusammenfassung des Jahres 2016. Der Monat Dezember war für mich richtig gut, ich habe viele tolle neue Sachen ausprobieren dürfen und konnte auch deutlich mehr spielen als so manchen anderen Monat.


Spielrunden:

Der Early Access zum Unity RPG ist sehr schön, mir gefallen das Klassensystem und die Möglichkeiten für den Spielleiter sehr gut und auch die Spieler haben viel Auswahl bei der Ausgestaltung ihrer Charaktere.

Eines meiner Highlights ist Caphernaüm, welches aktuell ein Crowdfunding der neuen französischen Version hat. Die englische Version soll Anfang des kommenden Jahres kommen, für jeden Fan von 1001 Nacht definitiv ein Blick wert.

Unsere Splittermond-Runde auf DnD5-Basis läuft sehr gut, die Geschichte wird vorangetrieben und meine Spieler haben allerhand zu tun.

Unsere Force and Destiny-Runde dagegen ist derzeit ein wenig schleppend, aber ich hoffe, dass der Knoten demnächst endlich mal platzt.

Unsere Runde „weihnachtliche Fantasy” auf SotDL-Basis hat sehr gut funktioniert. Das Erstellen der eigenen Inhalte macht mir sehr viel Spaß.

Zweimal konnte ich Murders & Acquisitions schon ausprobieren und beide Gruppen waren sehr zufrieden, genauso wie ich. Ein schönes System mit vielen optionalen Regeln und Möglichkeiten das Spiel an seine Bedürfnisse anzupassen.

Unsere Coriolis-Gruppe zieht weiter durch den dritten Horizont und es läuft wie geschmiert. Alle sind motiviert und sind sehr begeistert von den gut funktionierenden Regeln.


Vorbereitung:

Ich plane eine SotDL-Kampagne, welche direkt im Januar beginnt. Es wird definitiv spannend und ich habe viele Ideen meinen Spielern eine spannende Reise zu bieten. Es gilt viel Material zu wälzen. 🙂


Was lese ich gerade so:

Hauptsächlich lese ich mir die Supplements zu SotDL durch für die Kampagne. Ich will danach aber endlich einen Blick in die deutsche Version von Fragged Empire werfen und die Regeln noch einmal ausprobieren.

Kickstarter:

Derzeit läuft kein Projekt, das mich sonderlich interessiert. Es gibt SciFi-Regeln auf DnD5-Basis, mit Coriolis, Fragged Empire und diversen OSR ist mein Bedarf aber eigentlich soweit gedeckt.


Meine größte Überraschung:

Murders & Acquisitions hat mich voll und ganz überzeugt und dabei habe ich nicht einmal viel davon erwartet. Umso schöner war dann natürlich das Spielerlebnis.

Mein größter Aufreger:

Ich rege mich deutlich weniger auf, das ist gut. An sich war ich auch so mit Vorbereitungen und Sitzungen beschäftigt, dass ich gar keine Zeit hatte groß in den Communities herumzustromern.


Mein Fazit:

Ein toller Monat, ein sehr guter Abschluss für das Jahr und ich bin zuversichtlich, dass das kommende Jahr viel Gutes bringt. Die ersten Vorsätze kann ich direkt in der ersten Woche erfüllen. 😀

Würfelgeflüster – SotDL-SciFi #1

Ich habe es ja angedroht, dass ich das System von Shadow of the Demon Lord in ein SciFi-Setting verfrachten möchte und meine Gedanken etwas schildern. SotDL bietet ein wirklich einfach handhabbares System mit einer hohen Flexibilität und vielen Auswahlmöglichkeiten. Bevor ich mir aber Gedanken mache, was angepasst werden muss brauche ich natürlich ein Setting.


 

Es eine Unzahl an bestehenden Systemen und zu ein paar möchte ich meine Ideen teilen.

Star Wars:

Ich denke die doch sehr tödlichen Regeln passen nicht ganz zum Charakter von Star Wars, die Optionen für Spieler wiederum sind doch sehr gut. Gerade die Kampfoptionen lassen den Spielern das Gefühl etwas zu können und Spezies sind sehr unkompliziert zu gestalten. Man benötigt lediglich die Startattributwerte (die sich in der Regel nicht so stark voneinander entscheiden) und dann eventuelle Boni und Mali für Wahrnehmung, Verteidigung, Leben und eben die Besonderheiten (Gestaltwandlung, Schwächen, etc.). Außerdem bekommt jede Ancestry (wie Spezies in SotDL genannt werden) ein weiteres Talent auf Stufe Vier. Umfangreicher sind dann eher die Tabellen zum Auswürfeln der Charaktere (Alter, Herkunft, Hintergrund), welche spezifisch für jede Ancestry ist. Wer als Star Wars mit SotDL-Regeln machen will muss sich gut im Universum auskennen. Auch die Pfade ließen sich in Star Wars integrieren und so sehr interessante Charaktere entstehen lassen. Allerdings sind die Jedi/Sith wieder ein Problemfall, denn sie fallen aus dem sonst sehr gut balancierten Regelwerk heraus. Gerade der Punkt mit der Balance hat mich in SotDL sehr überzeugt, denn keine Klasse und kein Pfad sind den anderen überlegen, sie haben nur andere Spielweisen. Somit müsste man entweder Jedi an die normalen Charaktere anpassen oder eben wie FFG getrennte Regelwerke erstellen.

Obwohl ich Star Wars sehr mag, denke ich nicht, dass SotDL das passende System wäre, denn bei mir scheitert es doch bei dem Punkt des umfassenden Wissens im SW-Universum und gerade der Punkt mit den Jedi ist wieder ein eine sehr schwere Aufgabe. Machbar wäre es sicherlich, aber für Star Wars habe ich definitiv genug Systeme.

Warhammer 40k:

Mein Favorit unter den Settings ist immer noch W40k und die Parallelen zwischen WH und SotDL sind gar nicht so gering. Mit ein paar Anpassungen ließe sich Warhammer Fantasy in Windeseile mit SotDL spielen lassen, aber ich möchte ja SciFi und daher bleibt mein Blick auf Warhammer 40.000. Wie schon bei Star Wars gibt es auch wieder ein Problem mit der Balance, zumindest wenn man die Space Marines einbauen will. Denn diese sind normalen Wesen stark überlegen und für ein völlig anderes Spielniveau gedacht. Ich hatte aber wenn eh eher an Schattenjäger gedacht, also die Spieler in den Dienst der Inquisition gestellt. Sehr viele Mechaniken aus SotDL würden dazu passen, Corruption, Insanity und auch der Aufstieg der Charaktere passt gut. Vermutlich würde die Stufe 0 dann wegfallen und man würde direkt mit einer Klasse anfangen. Anstatt von Spezies als Ancestries würde man seine Heimatwelt (Hive, Leere, Schreinwelt,…) haben und als Meisterpfade würden Rollen wie Inquisitor und Ähnliches möglich sein. Ich muss zugeben, ich schreibe gerade mit ziemlich viel Begeisterung, denn ich mag WH40k und auch Dark Heresy und natürlich SotDL, welches quasi alles mit sich bringt, was man für eine stimmige Umsetzung benötigt.

Nun, was spricht also gegen eine Umsetzung von WH40k mit SotDL? Nichts! Und deshalb will ich mich definitiv ausführlicher mit einer Umsetzung auseinandersetzen.

Was ist mit einem eigenen Setting?

Ich wollte den Titel des Beitrages ja als Settingbau betitelt, wo also bleiben die Gedanken zum eigenen Setting. Nun, ein eigenes Setting wäre durchaus eine Überlegung wert. Aber ich würde definitiv weniger düster arbeiten. Das heißt nicht, dass wir Friede, Freude, Eierkuchen haben, nein, es geht um Krieg, Eroberung und Intrigen. Der Schwerpunkt sollte, wie bei Schattenjäger, nicht auf Raumfahrt und –kampf liegen, sondern auf den Konflikten am Boden. Mit SotDL lassen sich eigene Spezies gut kreieren und die Tabellen ermöglichen trotzdem eine hohe Individualisierung.

Meine perfekte Mischung wäre die Militarisierung von WH40k mit SciFi-Rittern in Kampfrüstungen, Mystiker, ähnlich den Jedi, viel Technik für Charaktere zum Spielen, vielleicht mit einem Hauch Shadowrun. Dabei wären die Powerlevel schon wieder ausgeglichener und man hätte nicht das Problem, dass man stärkere und schwächere Optionen verbinden muss.

Trotzdem werde ich mich erst einmal mit WH40k auseinandersetzen und gucken, wie sich Schattenjäger in diese Form gießen lässt, aber meine eigenen Ideen werde ich definitiv nicht aus den Augen verlieren.

Star Wars World – Der erste Eindruck „Black Ops“

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Endlich Wochenende und die Gelegenheit war gut mal wieder etwas in das Star Wars-Universum zu tauchen. Diesmal haben wir uns für einen Hack der Apocalypse-Engine entschieden und Star Wars World ausprobiert.


 

Spielleiter:

KyoshiroKami

Spieler:

  • rikhend als Kite, „The Operative“
  • Worangar als Duke, „The Sentinel“

Nach der Gruppenkreierung und Erschaffung der Charaktere ging es direkt an einen neuen Auftrag für unser Duo. Ein reicher Senator mit Namen Shyon Preen hat Probleme mit seinen Handelsrouten und er benötigt handfeste Beweise, dass das organisierte Verbrechen dahinter steckt. Kites Interesse gilt eh nur Geld und er hat schon öfters für den Senator gearbeitet und so steht es für ihn außer Frage den Auftrag zu erledigen. Duke ist zwar ein Jedi, aber in seiner Einstellung weniger moralisch festgelegt und solange es einem höheren Ziel dient ist er auch gewillt mitzumachen.

Die ersten Nachforschungen sind sehr erfolgreich und schnell ist ein potenzielles Ziel ausgemacht, Ambric Parcher, ein Unternehmer mit viel Besitz im Bereich der Raumfahrt und des Schiffsbaus. Eine seiner Werften wollen die Beiden mal ins Visier nehmen und, in der Hoffnung an die benötigten Daten zu kommen, infiltrieren. Der Bau ist riesig, doch in der Nacht relativ ruhig, nur eine Schicht an Robotern verrichtet ihre Arbeit. Kite und Duke trennen sich und gehen um das Gebäude um mögliche Schwachstellen auszumachen. Der Jedi wird bei seiner Tour von einem Wachtrupp bemerkt und macht sich schnell in eine der Seitengassen, nahe der Werft. Kite hat mehr Erfolg und kann einen Einstiegspunkt auf dem Dach ausmachen, der Duke könnte mit Leichtigkeit vom Nachbarhaus aus hinüberspringen. Er bekommt mit, dass dieser gerade Verfolger am Haken hat und rennt hinterher. In der Gasse werden die Droidenwachen innerhalb von Sekunden ausgeschaltet, einer verliert durch das Lichtschwert seinen Kopf und Kite zerstört den anderen Droiden mit seiner Kettenwaffe.

Die Werft wird in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, doch das hält die Beiden nicht auf. Duke benutzt den erkundeten Pfad über die Dächer und steigt durch ein Fenster in den Arbeitsbereich der Werft ein. Hier ist es ruhig, nur in einem hinteren Bereich wird an einem einzelnen Schiff gebaut. Kite schafft es sich in einem Transporter vor den Toren zu verstecken und schmuggelt sich in einer Kiste ins Gebäude. Anschließend versucht er zu seinem Begleiter zu schleichen und nimmt einen Aufzug in die höheren Ebenen. Dort kann Duke einen weiteren Wachtrupp ausmachen, der die Aufzüge benutzen will. Er warnt seinen Partner über Commlink und nutzt seine Macht für ein Ablenkungsmanöver, sodass Kite unbemerkt aus dem Fahrstuhl verschwinden kann.

Die Türen zu den Büros der Geschäftsleitung sind fest verriegelt und auch hier nutzt Duke wieder die Macht, allerdings kann nicht kontrolliert genug, sodass er den Weg förmlich freisprengt und für ordentlich Lärm sorgte. Kite zog seinen Kumpel in den Raum und beide schafften es gerade noch sich zu verstecken, als von überall Wachen herbeiströmten. Die beiden blieben unbemerkt und lediglich zwei Droiden wurden als Wachposten vor die Tür gestellt. Wie auf Samtpfoten schlich sich Kite zu einem Computer und durchsuchte ihn nach Informationen. Mit einem gigantischen Berg an Daten auf einem Stick, kümmerten sich beide um die Droiden und nutzten einen Müllschacht zur Flucht in den Keller. Duke bemannte ein Müllfahrzeug und Kite nahm im Container Platz. So getarnt fuhren sie über eine Rampe auf das äußere Gelände der Werft und verschwanden durch den Zaun. Ihr Auftraggeber wird sehr zufrieden mit ihrer Leistung sein und sicherlich weiter gegen das Verbrechen vorgehen können um seinem Planeten helfen zu können.


 

Meinung:

Trotz sehr kleiner Spielgruppe oder vielleicht auch gerade deswegen hat es sehr viel Spaß gemacht. Die Regeln unterstützen das Star Wars-Spielgefühl und an keiner Stelle der Runde wurde durch sie das Spiel aufgehalten.


 

Linkliste:

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